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Alexandros Tallos

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EM-Qualifikation: Neid beruft Doorsoun und Blässe

EM-Qualifikation: Neid beruft Doorsoun und Blässe

Zum Start der Qualifikation für die UEFA-Frauen-EM 2017 am 18. September in Halle (Saale) gegen Ungarn und am 22. September in Zagreb gegen Kroatien hat Bundestrainerin Silvia Neid 21 Spielerinnen berufen. Dabei steht zum ersten Mal Sara Doorsoun, 23-jährige Mittelfeldspielerin der SGS Essen, im Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft. Silvia Neid sagt: “Sara ist eine interessante Spielerin, die sich sehr positiv entwickelt hat. Jetzt wollen wir sehen, wie sie sich bei uns präsentiert.” Daneben kehrt Anna Blässe vom VfL Wolfsburg ins Aufgebot zurück.

Dagegen stehen verletzungsbedingt Lena Lotzen, Jennifer Cramer und Dzsenifer Marozsan, die noch zum WM-Kader in Kanada zählten, nicht zur Verfügung. Mit dabei ist Saskia Bartusiak, die nach ihrem am ersten Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga erlittenen Außenbandanriss im Sprunggelenk mittlerweile wieder ins Training des 1. FFC Frankfurt zurückgekehrt ist. Auch Annike Krahn (Bayer 04 Leverkusen) hat ihre Knöchelverletzung auskuriert.

Gegen Ungarn, in dessen Reihen auch die Wolfsburgerin Zsanett Jakabfi steht, gab es für die DFB-Frauen bislang sieben Begegnungen, die letzte fand vor 14 Jahren statt und datiert von September 1991. Die deutsche Mannschaft konnte fünfmal gewinnen, bei einem Unentschieden und einer Niederlage. Auch die Bilanz gegen Kroatien fällt positiv aus, jenem Team, auf das die DFB-Auswahl zuletzt im Rahmen der WM-Qualifikation Ende 2013 traf: In vier Begegnungen wurde viermal gewonnen. Neid: “Trotz der klaren Bilanz gegen diese Teams gehen wir die Aufgaben konzentriert und mit Respekt an. Wir wollen uns als Tabellenerster direkt für die EM 2017 in den Niederlanden qualifizieren. Voraussetzung ist, dass wir mit Leidenschaft, Kreativität und Engagement auftreten. Das ist unser Anspruch in jedem Spiel.”

Neben Deutschland, Ungarn und Kroatien befinden sich in der EM-Qualifikationsgruppe 5 noch Russland und die Türkei. Die acht Gruppensieger und die sechs besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt für die Endrunde 2017, die beiden anderen Gruppenzweiten bestreiten zwischen dem 17. und dem 25. Oktober 2016 die Play-offs.

 

Quelle DFB-Direktion Kommunikation

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Heute geht´s gegen die Schotten

LÖW: "KEINE VERLETZTEN, ABSOLUT SORGENFREI"

Der Weltmeister ist in Glasgow angekommen. ZUm EM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Schottland im legendären Hampden Park am Montag (ab 20.45 Uhr, live bei RTL) strahlen Bundestrainer Joachim Löw und Welttorhüter Manuel Neuer Optimismus aus. DFB.de hat bei der Abschlusspressekonferenz mitgeschrieben.

Joachim Löw über...

... seine Pläne fürs Spiel: Wir sind absolut sorgenfrei, haben keine Verletzten. Bei uns sind alle Spieler an Bord. Es kann aber sein, dass ich auf einigen Positionen im Vergleich zum Sieg gegen Polen (3:1 am Freitag in Frankfurt; Anm. d. Red.) Wechsel vornehme.

... Gegner Schottland: Es ist das erste Mal, dass ich im Hampden Park dabei sein kann. Jeder freut sich auf die einmalige Atmosphäre, für die die Schotten bekannt sind. Trotz der Niederlage im vergangenen Spiel (0:1 in Georgien; Anm. d. Red.) werden die schottischen Fans wie ein weiterer Mann hinter ihrem Team stehen, das kämpfen und alles in die Waagschale werfen wird. Die Schotten wissen, dass es fast ihre letzte Chance ist.

... Jerome Boateng: Jerome und auch Mats Hummels erfüllen das Anforderungsprofil von Weltklasseinnenverteidigern: gut rausrücken, Spieleröffnung, den Gegner bei der Ballannahme stören und Konter gut unterbinden. Beide Spieler sind immens wichtig für das Spiel nach vorne und hinten.

... Ilkay Gündogan: Ilkay ist fast in der Verfassung, in der er vor zwei Jahren war. Er hat wieder die Dynamik und das Tempo in den Aktionen. Ich bin froh, nach dem Ausfall von Sami Kehdira wieder eine Option im zentralen Mittelfeld zu haben. Ilkay wird in dieser Form für uns bei der EM 2016 und der WM 2018 nicht zu ersetzen sein.

... Mario Götze: Ich möchte die Situation bei Bayern München nicht bewerten, da der Konkurrenzkampf auf seiner Position dort sicher auch ein anderer ist als bei uns. Ich habe oft mit Mario gesprochen und weiß: Er lebt 24 Stunden für den Fußball und zeigt die Qualität auf jeder Position. Er ist immens torgefährlich und macht mit einem extrem guten Orientierungssinn die Tore gegen starke Mannschaften wie Brasilien oder Argentinien. Bei uns hat er immer alles gegeben, aber er ist auch noch sehr jung und hat die ein oder andere Schwankung. Ich habe ihm gesagt, er soll sich bei den Bayern durchbeißen, dann wird ihm der Trainer auch die Einsatzzeiten geben.

... Emre Can als Rechtsverteidiger: Emre Can hatte gegen Polen gute Situationen, auch wenn es nicht seine angestammte Position ist. Er kann sicher noch manches besser machen. Ich war mit Emre Can grundsätzlich zufrieden. Mit Philipp Lahm hatte man rechts jahrelang eine Konstante auf Weltklasseniveau - nun gilt es, neue Spieler zu entwickeln und heranzuführen.

... die taktische Ausrichtung der Außenverteidiger: Wir wollten sie gegen Polen bewusst hoch halten, um das Spiel auseinander zu ziehen. Das Gegentor entstand aus einem Fehler und dem dadurch resultierenden freien Raum. Es geht aber grundsätzlich nicht nur um die körperliche Schnelligkeit, sondern auch um die Schnelligkeit im Kopf - das Spiel zu erkennen und Situationen frühzeitig erkennen.

... persönliche Stadionhighlights: Rio war sicherlich ein Höhepunkt, das Stadion für ein Finale schlechthin. Im nächsten Jahr würde ich mir das Stade de France in Paris als Spielort wünschen

 

Quelle DFB.de Foto by flickr / A-C-K

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Fußball EM - Holland vor dem Aus?

HOLLAND DROHT DAS AUS - ISLAND UND TSCHECHIEN FAHREN ZUR EM

Der WM-Dritte Niederlande steht vor einer Blamage historischer Dimension, Islands Helden und Tschechien dagegen haben ihr EM-Ticket in der Tasche. Die Holländer verloren drei Tage nach ihrer Heimniederlage gegen Island (0:1) auch das eminent wichtige Duell bei der Türkei 0:3 (0:2) und haben in der Qualifikationsgruppe A keine Chance mehr auf einen der ersten beiden Plätze. Zuletzt hat Holland, Europameister von 1988, die EM-Endrunde 1984 verpasst.

Den als Gruppen-Außenseiter angetretenen Isländern reichte am Sonntag ein 0:0 gegen Kasachstan in Reykjavik, um schon zwei Runden vor Schluss sensationell die erstmalige EM-Teilnahme zu sichern. Tschechien, Europameister von 1976, holte die letzten nötigen Punkte in Lettland mit einem 2:1 (2:0). Am Samstag hatte sich bereits England mit einem 6:0 in San Marino für die EURO qualifiziert.

Holland muss auf Ausrutscher der Türken hoffen

Dem Überraschungsteam Wales fehlt nach dem 0:0 gegen Israel in der Gruppe B dazu noch ein Zähler, Belgien hat nach einem 1:0 (0:0) auf Zypern beste Aussichten auf den zweiten Platz. In der Gruppe H bleibt Italien nach einem 1:0 (1:0) gegen Bulgarien an der Spitze - vor Norwegen, das Kroatien am Sonntag mit einem 2:0 (0:0) verdrängte.

Für die Niederlande war es ein weiterer schwarzer Abend, der dritte Platz ist die letzte Hoffnung des 2014 noch so spielstarken WM-Halbfinalisten. Die Türkei hat allerdings derzeit mit 12:10 Punkten die Nase vorn, die Holländer müssen auf mindestens einen Ausrutscher des Rivalen gegen Tschechien oder Island hoffen. Nur der beste Gruppendritte qualifiziert sich direkt für die EM, die anderen bestreiten Relegationsspiele.

Ohne den verletzten Arjen Robben lag die Mannschaft des neuen Nationaltrainers Danny Blind schnell zurück: Oguzhan Özyakup (7.) überlupfte Torhüter Jasper Cillessen, der in der 26. Minute einen harmlosen Schuss von Arda Turan unter seinem Körper passieren ließ. Burak Yilmaz (86.) erzielte das dritte Tor. Klaas-Jan Huntelaar (Schalke 04) saß bei Oranje nur auf der Bank, bei den Türken spielte Hakan Calhanoglu (Bayer Leverkusen) von Beginn an.

Wales benötigt nur noch einen Punkt

Wales muss noch mindestens bis zum nächsten Spiel auf die erste Teilnahme an einem großen Turnier seit der WM 1958 warten - spätestens nach dem Heimspiel gegen Andorra am 13. Oktober dürfte es so weit sein. Ein Sieg gegen Israel, das fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer hat, hätte der Mannschaft des Superstars Gareth Bale (Real Madrid) schon am Sonntag in Cardiff zur Qualifikation ausgereicht.

David Limbersky (13.) und Vladimir Darida (Hertha BSC/25.) schossen die Tschechen zur EM. Beide Tore der Norweger gegen eine mit Bundesliga-Spielern gespickte kroatische Elf erzielte in Oslo Jo Inge Berget (51./69.). Daniele De Rossi (6.) traf für Italien gegen Bulgarien.

 

Quelle dfb.de  Foto by flickr/Global Panorama

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Mehr Geld für Kommunen und Städte

Flüchtlinge: DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg zum Koalitionsausschuss

Maßnahmenkatalog richtiger Ansatz - Überforderung der Kommunen nimmt zu

Berlin (ots) - Der Deutsche Städte-und Gemeindebund hat die Ergebnisse der Koalitionsrunde von Sonntagabend begrüßt. Kommunen und Ländern drei Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen ist ein wichtiger Schritt. Es muss allerdings sichergestellt werden, dass das Geld tatsächlich bei den Kommunen ankommt und die Leistungen den Flüchtlingszahlen angepasst werden. Richtig ist die Aufstockung des Bundesfreiwilligendienstes um bis zu 10.000 neue Stellen. Das ist ein Signal für die Unterstützung des Ehrenamtes bei der Flüchtlingshilfe und auch eine Chance für einen Teil der Flüchtlinge selbst. Notwendig sind allerdings auch zusätzliche Stellen in den Kommunen, bei der Verwaltung, in Kitas und Sozialeinrichtungen. Auch die Reduzierung verzichtbarer Standards beim Bau von Unterkünften entspricht einer Forderung des DStGB.

Es ist überfällig, dass die Südbalkanstaaten und Albanien zu sicheren Herkunftsländern erklärt werden. Wir erwarten das vor dem Hintergrund der dramatischen Situation der Bundesrat dieses mitträgt.

Auch die Absicht 150.000 Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen von Bund und Ländern zu schaffen, muss jetzt schnell umgesetzt werden. Es wäre eine deutliche Entlastung, wenn Personen ohne Bleibeperspektive in diesen Einrichtungen bleiben, nicht auf die Kommunen verteilt werden, sondern von dort ausreisen müssen oder abgeschoben werden.

Der Appell, ein neues europäisches Verteilungssystem aufzubauen, ist längst überfällig.

Alle diese beschlossenen Maßnahmen werden aber nicht kurzfristig, sondern allenfalls mittelfristig die Lage vor Ort entspannen können. Viele Kommunen sind längst überfordert, weil die Zuweisung von den Erstaufnahmeeinrichtungen der Länder in die Kommunen immer kurzfristiger erfolgt und selbst behelfsmäßige Unterkünfte wie Zelte oder Traglufthallen immer schwieriger zu organisieren und einzurichten sind. Auch das Personal, was seit Monaten unter einem enormen Druck die Herausforderungen bewältigt, ist zunehmend überfordert.

Zur kurzfristigen Entlastung der Situation sollte die Einrichtung von sog. Hotspots in den Herkunftsländern vorgesehen werden. Auch die Verfahrensregelungen im Asylrecht müssen vereinfacht werden, um die Entscheidungen zu beschleunigen. Dazu kann auch gehören, dass bei Antragstellern aus sicheren Herkunftsländern ein gerichtliches Verfahren die Abschiebung oder Ausreise nicht hemmt, sondern die weiteren Schritten vom Herkunftsland aus betrieben werden müssen.

Nur mit echter Solidarität gegenüber den wirklich Verfolgten und mit konsequenter Optimierung und Anwendung unseres Rechts werden wir die Probleme lösen können. Dabei muss der Grundsatz gelten: "Weniger Reden mehr Handeln".

 

Quelle presseportal  Foto by flickr/ Pictures of Money

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