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Alexandros Tallos

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Polizei Dortmund: Erfolgreiche Kontrollen in der Dortmunder-Nordstadt

Heute wurden in Dortmund mit einem Schwerpunkteinsatz Autofahrer auf Drogen und Alkohol untersucht

Am heutigen Tag (5.8.) hat die Dortmunder Polizei einen erfolgreichen Schwerpunkteinsatz in der Dortmunder Nordstadt durchgeführt.

Unter dem Motto "Sicher leben in der Nordstadt" legten die Beamten unter anderem ein besonderes Augenmerk auf Raser und Alkohol / Betäubungsmittel im Straßenverkehr.

Insgesamt kontrollierten die Polizisten über 700 Fahrzeuge. Über 100 Autofahrer bekamen ein Verwarnungsgeld, größtenteils wegen überhöhter Geschwindigkeit. Die Ordnungshüter schrieben mehrere Ordnungswidrigkeitenanzeigen, unter anderem wegen Handy am Steuer.

Bei zwei Verkehrsteilnehmern fanden die Beamten Betäubungsmittel. Sie erwarten nun eine Strafanzeige.

Besonders dreist hat sich ein 61-jähriger Dortmunder Fahrradfahrer hervorgehoben. Vor den Augen der kontrollierenden Beamten urinierte der volltrunkene Verkehrsteilnehmer an einen Stromkasten. Bevor er wieder auf das Rad steigen konnte, zogen ihnen die Polizisten buchstäblich aus dem Verkehr. Auf der Wache wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Auch ihn erwartet jetzt eine Strafanzeige.

Mit falschen Kennzeichen erwischten die Beamten einen 45-jährigen Mann aus Castrop-Rauxel. Die Nummernschilder seines Fahrzeugs gehörten zu einem anderen Auto. So etwas nennt man im Fachjargon Kennzeichenmißbrauch und wird ebenfalls mit einer Strafanzeige belohnt.

 

Quelle: presseportal.de - Foto by: flickr / Dirk Vorderstraße

Gamescom 2015: Quo vadis?

Den Machern fehlt der Mut. Kommentar von Sven Frohwein

Essen (ots) - Wummernde Bässe, riesige Leinwände, Lichtspektakel: Die Gamescom ist die Megasause der Videospiele-Industrie. Hunderte Aussteller buhlen um die Gunst der meist jungen Kundschaft. Und die wird in den nächsten Tagen zahlreich in die Messehallen strömen. Der Branche geht es wieder besser. Nach mauen Jahren zeigt die Absatzkurve wieder nach oben. Der neuen Spielekonsolen-Generation und boomenden Handyspielen sei Dank. Und doch liegt ein alter Fluch über der Gamescom: Den Machern von Super Mario, Tomb Raider und Co. fehlt einfach der Mut. Statt neue, innovative Spielekonzepte vorzustellen, investieren Electronic Arts, Sony Entertainment, Nintendo und andere Große in die x-te Fortsetzung erfolgreicher Titel. Ein Phänomen, das man auch aus Hollywood kennt. Für kleine aufstrebende Entwicklerteams mit guten Ideen bleibt in einer solchen Landschaft kaum Raum. Selbst wenn sie einen Vermarkter gefunden haben, steht der Profit im Vordergrund. Abgabetermine müssen eingehalten werden, auch wenn das Spiel noch nicht fertig ist. Und einmal verspieltes Vertrauen lässt sich nicht mehr zurückgewinnen.

 

Quelle: presseportal.de - Foto by: flickr / Sergey Galyonkin

Faszination Computerspiele: Spielsucht rechtzeitig erkennen

TÜV Rheinland: Computerspiele nicht verteufeln - Beratung hilfreicher als Verbote

Köln (ots) - 84 Prozent aller jungen Menschen zwischen 14 und 29 Jahren gehören zu den Computer- und Videospielern. Auf sie üben Rollen- und Shooterspiele eine besondere Faszination aus. Gamer können in verschiedene Rollen schlüpfen, stetig neue Levels erreichen und somit Anerkennung erzielen, die sie gegebenenfalls in anderen Bereichen, wie z. B. der Schule, nicht bekommen. "Spiele auf PC oder Konsolen gehören zur Lebenswelt von Jugendlichen. Deshalb sollten Eltern diese Form der Freizeitgestaltung nicht verteufeln, sondern auf das Maß achten", sagt Julia Milchsack, Psychologin bei TÜV Rheinland. Die Anzahl der gespielten Minuten gibt weniger Aufschluss, ob das Maß bedenklich ist. Stattdessen sollten Eltern beobachten, ob ihre Kinder sich verändern: Nicht mehr an gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen, Hobbys aufgeben oder Freunde vernachlässigen, können erste Anzeichen sein.

Teufelskreis aus Spiel und Frust

3 bis 10 Prozent der Spieler weisen ein problematisches Spielverhalten auf. Ein typisches Kennzeichen einer Sucht liegt vor, wenn Betroffene negative Konsequenzen in Kauf nehmen. Zum Beispiel, indem sie in ihrer Freizeit lange spielen, statt für Prüfungen zu lernen, und diese dann nicht bestehen. Daraus resultierenden Stress kompensieren Betroffene mit noch mehr Spielen - ein Teufelskreis. Weitere Merkmale für Sucht sind mangelnde Körperhygiene, Ängstlichkeit und Unruhe. "Verbote sind keine Lösung, sie führen bei Jugendlichen zu noch mehr Rückzug", so Julia Milchsack. Sie empfiehlt, Kontakt mit Beratungsstellen aufzunehmen, die sich auf Online- und Spielsucht spezialisiert haben. Dazu gehören die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Arbeitsgruppe Spielsucht der Charité in Berlin.

Ausgleich mit Sport und Geselligkeit

Langes Sitzen und ein angestrengter Blick auf den Bildschirm tragen zu Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich bei. Auch Arme und Hände sind hohen Belastungen ausgesetzt - durch monotone Tasten- oder Mausklicks kann der sogenannte Mausarm entstehen: Anzeichen sind Schmerzen, Kraftverlust und Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Hand oder Arm. "Wer viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt, sollte für Ausgleich sorgen in Form von Lockerungsübungen, Sport und Geselligkeit", rät Dr. Wiete Schramm, Ärztin bei TÜV Rheinland.

 

Quelle: presseportal.de - Foto by: obs/TÜV Rheinland AG

Die Angst vor den vielen Fremden?

Wie die gefährdete "Willkommenskultur" in Deutschland zu retten ist

Berlin (ots) - Vor ein paar Wochen noch wurde sehr viel über eine verständnisvollere "Willkommenskultur" für Flüchtlinge geredet. Es ist stiller geworden um diese so gut gemeinte Aufforderung. Zum offenkundigen Stimmungswandel haben die weiter stark gestiegenen Asylanträge, die nur noch schwer zu findenden Unterkünfte und die mit beidem verbundenen hohen Kosten beigetragen. In diesem Jahr wird, so neueste Prognosen, mit mehr als den bisher erwarteten 450.000 Flüchtlingen (2014 waren es etwa 200.000) gerechnet. Von bis zu 600.000 Aufnahme suchenden Menschen ist die Rede. Die Kosten können auf bis zu sechs Milliarden Euro steigen. Eine riesige Herausforderung, die Deutschland - wie auch andere europäische Zielländer - meistern muss. Konkret verlangt sie, aus dem Stand Unterkünfte und menschenwürdige Versorgungseinrichtungen in der Größenordnung einer Großstadt zu organisieren. Dabei drängt die Zeit. Denn mit Herbst und Winter naht eine meteorologisch unbarmherzige Witterung, die nicht länger Notunterkünfte in Zelten oder unbeheizbaren Behausungen erlaubt. Deshalb haben Landespolitiker wie der Bayer Horst Seehofer und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller recht, wenn sie von der Bundesregierung verlangen, den Flüchtlingsgipfel in den September vorzuziehen. Nicht minder verständlich, dass Länder und Kommunen, die die Hauptlast für Unterbringung und Versorgung tragen, vom Bund mehr Geld verlangen. Doch bevor die, wie jetzt auch Berlins Regierender Bürgermeister, ihre finanziellen Mehrforderungen erheben, sollten sie selbst Rechts- und Kostenbewusstsein zeigen und viel konsequenter als bislang abgelehnte Asylbewerber in ihre Heimat zurückschicken. Im vergangenen Jahr wurden von den 200.000 gestellten Asylanträgen zwei Drittel abgelehnt. Abgeschoben aber wurden nur etwas mehr als 10.000 Personen - also nicht einmal fünf Prozent. Betroffen sind vor allem Asyl begehrende Menschen vom westlichen Balkan. Nachdem die Zahlen aus den zu sicheren Herkunftsstaaten deklarierten Ländern Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Serbien drastisch zurückgegangen sind, kommen jetzt vor allem Flüchtlinge aus dem Kosovo und Albanien. Allerdings auch sie mit nur geringsten Aussichten auf Asyl. Weil ihnen in ihren Heimatländern, die alle in die EU streben, keine politische Verfolgung droht. Wer das für kaltherzig, gar für zynisch hält, den belehrt der Europa-Direktor des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR), Vincent Cochetel, eines anderen: Asylbewerber aus dem Balkanstaaten, die international keinen Schutz genießen, sollten konsequenter abgeschoben werden, um Platz für "wirklich Schutzbedürftige zu gewähren". Würde diese Mahnung endlich in die Tat umgesetzt, würde die Flüchtlingsproblematik europaweit entscheidend entschärft. Nach wie vor suchen weit mehr Menschen vom Balkan (aus wirtschaftlichen Gründen) Asyl als Syrer (Kriegsflüchtlinge) oder Afrikaner (politische Verfolgung). Es gibt also keine wirklich überzeugenden Gründe, den Vorstoß Bayerns abzulehnen, getrennte Aufnahmezentren für nahezu aussichtslose Asylbegehren einzurichten mit dem Ziel schnelle Entscheidung samt prompter Rückführung. Das würde die Zahl der Asylbewerber drastisch reduzieren. Und damit die Willkommenskultur, derer vorrangig Kriegsflüchtlinge aus Syrien bedürfen, nicht weiter aufs Spiel setzen. Für den Flüchtlingsgipfel bleibt dann immer noch genug Arbeit. Er muss Lösungen für eine gerechte finanzielle Lastenteilung finden. Und für mehr angemessenen Wohnraum angesichts eines ohnehin stark angespannten Wohnungsmarkts in Großstädten wie Berlin oder Hamburg. Auf keinen Fall darf dieser Gipfel noch mit den Vorbereitungen für ein mögliches Zuwanderungsgesetz überfrachtet werden. Das kann nur der zweite Schritt nach der Entschärfung der Asylproblematik sein.

 

Quelle: presseportal.de - Foto: by flickr / byteorder

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