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Alexandros Tallos

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1700 Zugausfälle seit Jahresanfang auf zwei Bahnstrecken in NRW und Niedersachsen

Osnabrück (ots) - 1700 Zugausfälle seit Jahresanfang auf zwei Bahnstrecken in NRW und Niedersachsen

DB mit erheblichen Problemen im Regionalverkehr - Betreiberwechsel auf betroffenen Verbindungen

Osnabrück. Allein auf zwei Eisenbahnstrecken in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sind seit Jahresanfang gut 1700 Regionalzüge der Deutschen Bahn ausgefallen. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf die niedersächsische Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG). Ein Behördensprecher sagte dem Blatt, auf der sogenannten Emslandstrecke zwischen Emden und Rheine seien bis Ende November 1164 Züge gestrichen worden. Weitere 526 seien auf der "Mittellandlinie" von Rheine über Osnabrück und Hannover nach Braunschweig sowie von Bielefeld über Hannover nach Braunschweig ausgefallen. Laut LNVG-Sprecher seien bei der Hälfte aller Ausfälle die Ursachen bei der Bahn selbst zu suchen. So sei es häufiger zu technischen Störungen an den Fahrzeugen gekommen. Zudem habe es schlichtweg an Personal für die Loks gemangelt. Auf die restlichen 50 Prozent habe die Bahn keinen Einfluss gehabt. So seien die beiden Strecken etwa vom Lokführerstreik in diesem Jahr betroffen gewesen, schreibt die "NOZ". Auch mit der Pünktlichkeit bei den Zügen, die fuhren, hatte die Bahn zu kämpfen: Nach Angaben der LNVG erreichten auf der Emslandstrecke 87,4 Prozent der Züge ihr Ziel pünktlich, das heißt mit einer Verspätung von maximal fünf Minuten. Auf der Mittellandlinie seien es 87,3 Prozent der Regionalverbindungen gewesen. Vertraglich vereinbart zwischen Bahn und der LNVG als Auftraggeber für den Nahverkehr auf der Schiene sei eine Pünktlichkeit von 95 Prozent gewesen. Das Unternehmen muss sich nun auf Konsequenzen einstellen. "Es deutet sich an, dass wir Bestellerentgelte in nicht geringer Höhe einbehalten werden", zitiert die NOZ den Sprecher. Bereits für das Jahr 2014 zahlte das Land Niedersachsen der DB eine sechsstellige Summe weniger als vereinbart, weil es immer wieder zu Zugausfällen zwischen Emden und Rheine gekommen war. Schon damals fehlte es an Lokführern. Ab kommender Woche findet sowohl auf der Emslandstrecke als auch auf der Mittellandlinie ein Betreiberwechsel statt. Die Bahn-Tochter DB-Regio war in Ausschreibungen der Westfalenbahn aus Bielefeld unterlegen, die nun künftig in dem sogenannten Emil-Netz fahren wird. Bereits an diesem Sonntag wollen Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Michael Groschek und sein niedersächsischer Amtskollege Olaf Lies (beide SPD) am Bahnhof Rheine den offiziellen Startschuss für die neuen Zugverbindungen geben.

Quelle presseportal.de  Foto by flickr.com/Reinhard H

Märkte im Umbruch

Volatilität voraus, Marktkommentar von Stefan Schaaf

Frankfurt (ots) - Unter den Marktbeobachtern finden sich Scherzbolde, die meinen, man müsse immer einen Schnaps trinken, wenn ein Stratege in diesen Tagen die Phrase "anhaltende Volatilität" in den Mund nimmt. Man kann davon nur dringend abraten, es besteht andernfalls im kommenden Jahr akute Gesundheitsgefahr. Das lässt sich unter anderem aus den Prognosen vieler Banken für die Aktienmärkte ablesen. Eine Dax-Spanne von 9000 bis 12500 Punkten wird darin als möglich erachtet, was gleichbedeutend mit anhaltend hoher Volatilität ist. Gleiches gilt für den Devisenmarkt, der wohl kaum einen so klaren Trend wie in diesem Jahr aufweisen wird, als der Euro-Dollar-Kurs fast kontinuierlich fiel.

Einen Vorgeschmack auf das vor den Anlegern liegende Jahr der Volatilität lieferten in der zu Ende gegangenen Handelswoche die Marktreaktionen rund um die Europäische Zentralbank (EZB). Die von einer offenbar versehentlich veröffentlichten Falschmeldung der "Financial Times" ohnehin in Nervosität versetzten Märkte reagierten wie ein verwöhntes Kind, dem der Berg an Weihnachtsgeschenken nicht genügt, weil es sich insgeheim auf einen zweiten Berg eingestellt hatte. Dabei lieferte die EZB unter Präsident Mario Draghi eine weitere deutliche Lockerung der Geldpolitik ab, die in der Vergangenheit für eine Euro-Abwertung und eine Rally der Aktienmärkte ausgereicht hätte. Doch wegen vollkommen überzogener Erwartungen - auch geschürt durch die Notenbank-Kommunikation selbst - geschah genau das Gegenteil. Das "verwöhnte Kind" Kapitalmarkt stampfte beleidigt kräftig mit dem Fuß auf, die Folgen waren eine Euro-Aufwertung um gut 3 US-Cent binnen kürzester Zeit und ein Kursrutsch an den europäischen Aktienmärkten. Draghi habe das erste Mal die Erwartungen verfehlt, hieß es am Aktienmarkt, nachdem die Scherben zusammengekehrt waren.

Zwischenhoch

In der Spitze wurden am vergangenen Donnerstag 1,0980 Dollar für einen Euro gezahlt. Damit holte der Euro die Verluste wieder auf, die er seit Anfang November und damit dem Start einer verschärften Lockerungsrhetorik der EZB eingefahren hatte. Wobei bei aktuellen Kursen um 1,09 Dollar je Euro für die Gemeinschaftswährung noch immer eine zehnprozentige Abwertung zum Greenback im laufenden Jahr zu Buche steht. Und dieser Trend wird sich auch noch eine Zeit lang fortsetzen, wenngleich nicht mehr in dem Tempo wie in den vergangenen Monaten. Dafür spricht auch die wachsende Zinsdifferenz. Insofern war das Tageshoch von Donnerstag wohl nur ein Zwischenhoch in einer längerlaufenden Euro-Abwertung, die Anfang 2016 in Richtung der Parität führen könnte.

Der Grund hierfür liegt einerseits bei der EZB selbst, die sich am Donnerstag Spielraum für eine weitere Lockerung gelassen hat. Sie könnte den Einlagesatz weiter senken oder die monatlichen Anleihekäufe von derzeit 60 Mrd. Euro ausweiten.

Hohe Erwartungen

Der Hauptgrund für die Aussicht auf die Euro-Dollar-Parität liegt jedoch in den USA, wo die Zeichen auf steigende Leitzinsen stehen. Bekräftigt wurde diese Erwartung zum Wochenschluss vom Arbeitsmarktbericht für November. Die offizielle Zahl neuer Stellen lag mit 211000 um 11000 über dem Konsens, und der Oktober lief sogar noch besser als bislang gedacht. Entscheidend ist aus Sicht von Volkswirten jedoch, dass ein größerer Anteil US-Amerikaner sich am Arbeitsmarkt beteiligt, ohne dass die Arbeitslosenquote stieg. Sie verharrte bei 5%. Damit stiegen zugleich die Erwartungen an die Federal Reserve. "Bereit zur Zinswende", hieß es etwa bei BNY Mellon in einer ersten Reaktion. Der Swapmarkt preist laut Bloomberg-Daten die Wahrscheinlichkeit einer US-Zinserhöhung in diesem Monat nun mit 78% ein. Doch die EZB zeigt: Wo die Erwartungen hoch sind, da droht auch große Enttäuschung. Sollte die Fed am 16. Dezember nicht liefern, drohen dem Markt erneut starke Verwerfungen. Volatilität voraus!

Quelle presseportal.de  Foto by flickr.com/Bankenverband - Bundesverband deutscher Banken

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Benachteiligungen beim Bahn-Lärmschutz

NRW-Verkehrsminister warnt Bund vor Zwei-Klassen-Gesellschaft beim Bahn-Lärmschutz

Essen (ots) - NRW-Landesverkehrsminister Michael Groschek (SPD) hat in einem Brandbrief an alle Bundestagsabgeordneten aus Nordrhein-Westfalen vor einer Benachteiligung der Rhein-Ruhr-Region beim Lärmschutz entlang von Bahntrassen gewarnt. Ein "Lärmschutz zweiter Klasse" stieße in der Öffentlichkeit sicher nicht nur auf Befremden, heißt es in dem Schreiben, das der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Samstagausgabe) vorliegt.

Hintergrund sind Pläne der Großen Koalition, die Rekordsumme von rund 1,5 Milliarden Euro Bundesmittel für einen nur sieben Kilometer langen Tunnel auf der Güterbahnlinie im badischen Offenburg freizugeben. Das aufwendige Großprojekt im Wahlkreis von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) werde sich wie eine gewaltige Investitionsbremse im Rest des Landes auswirken, erklärte Groschek gegenüber der WAZ. Betroffene Anwohner in anderen Regionen würden künftig Schienenprojekte so lange blockieren, bis sie ebenfalls einen solchen "Lärmschutz de Luxe" bekommen, so der NRW-Verkehrsminister weiter.

Laut Groschek gehe der Offenburger Tunnel weit über das gesetzliche Regelwerk für den Lärmschutz hinaus. In NRW seien als Personen- und Güter-Expresstrecken von europäischer Bedeutung die Mittelrheinstrecken, der Eiserne Rhein und die Routen Emmerich-Oberhausen, Duisburg-Düsseldorf und Düsseldorf-Köln mindestens vergleichbar belastet.

Quelle presseportal.de  Foto by flickr.com/nrwspd

Angelina Jolie freut sich aufs Älterwerden

Redaktionsnetzwerk Deutschland: Angelina Jolie freut sich aufs Älterwerden

Hannover (ots) - Angelina Jolie freut sich auf das Älterwerden. Warum Jolie dem Altern im Gegensatz zu anderen Frauen derart entspannt entgegensieht, erklärte sie jetzt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Weil viele andere Frauen nicht meine genetische Vorbelastung haben. Die meisten Frauen in meiner Familie starben in ihrem vierten Lebensjahrzehnt. Deshalb freut es mich, älter zu werden. Es bedeutet, dass ich gesund bin", sagte Jolie dem RND, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören. Vor zwei Jahren hatte sich die Mutter dreier leiblicher sowie dreier adoptierter Kinder aufgrund eines stark erhöhten Risikos, an Brust- und Eierstockkrebs zu erkranken, beide Brüste abnehmen lassen. Im Frühjahr diesen Jahres folgte eine Entfernung der Eierstöcke. Jolies Mutter, ihre Großmutter und eine Tante waren im mittleren Lebensalter an den Folgen von Brust- und Eierstockkrebs gestorben.

Rückblickend betrachtet habe die Gesundheitskrise ihr dabei geholfen, stärker auf sich zu achten und strengere Prioritäten zu setzen, sagte Jolie. "Ich nehme weniger Projekte an. Ansonsten habe ich beschlossen, nichts mehr zu machen, was meine Zeit mit meinen Kindern beschneidet. Ich will so viel Zeit wie nur möglich mit meiner Familie verbringen." Auch die im Frühjahr dieses Jahres geschlossene Ehe mit ihrem langjährigen Lebenspartner Brad Pitt habe dazu beigetragen, dass die Familie wichtiger für sie geworden sei: "Meine Kinder heißen schon länger Jolie Pitt und ich wollte endlich so heißen wie sie. Damit wir alle gleich sind." Zwar brauche man "keinen Trauschein, um eine echte Familie zu sein. Aber es fühlt sich schon sehr gut an, dass nun alles amtlich ist."

Quelle presseportal.de  Foto by flickr.com/Dirk Vorderstraße

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