Log in
Alexandros Tallos

Alexandros Tallos

Scharfe Kritik an italienischen Ermittlungen bei Schiffsunglücken

Bundesbehörde stellt Zusammenarbeit mit Italien ein

Hamburg (ots) - Deutschland beendet mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit Italien bei der Aufklärung der Havarien der Costa Concordia und der Norman Atlantic. Nach Informationen des Radioprogramms NDR Info begründet die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) in Hamburg den Schritt damit, sie werde von italienischen Staatsanwaltschaften und Gerichten gehindert, die Unglücke korrekt zu untersuchen. Ein Untersuchungsbericht sei auf dieser Grundlage nicht möglich. "Unter den derzeitigen Bedingungen macht eine Zusammenarbeit mit Italien einfach keinen Sinn, auch nicht bei künftigen Havarien", sagte der Leiter der BSU, Volker Schellhammer, NDR Info. Die zuständigen italienischen Staatsanwaltschaften und Gerichte in Grosseto und Bari wollten zu den Vorwürfen auf Nachfrage nicht Stellung nehmen. Die BSU kann sich an Ermittlungen beteiligen, wenn bei Schiffsunglücken in Europa auch Deutsche ums Leben kommen. Auf der Norman Atlantic waren vor einem Jahr zwei Passagiere aus Deutschland ums Leben gekommen, auf der Costa Concordia vor knapp vier Jahren 12 Deutsche.

In einem Schreiben an das italienische Verkehrsministerium üben die deutschen Ermittler heftige Kritik an den italienischen Behörden. Die BSU habe das ausgebrannte Wrack der Norman Atlantic nicht korrekt inspizieren können. Damit verstoße Italien gegen EU-Recht. So sei den BSU-Mitarbeitern zunächst verboten worden, Fotos zu machen oder "überhaupt irgendetwas anzufassen", heißt es in dem Schreiben. Bei einer zweiten Besichtigung des Wracks hätten deutsche Ermittler die Decks nicht ungehindert betreten dürfen, auf denen der Brandherd vermutet wird. Auch Zugang zum Maschinenraum oder dem Notdieselraum bekamen sie nicht. "Das ist schlecht, weil wir vermuten, dass das Schiff einen leeren Ersatztank hatte und es deshalb zum Zeitpunkt der Katastrophe keinen Notstrom gab", so Schellhammer. Die italienischen Behörden bestreiten, dass nicht ausreichend Dieselreserven an Bord gewesen seien. Weiter heißt es in dem Brief, der NDR Info vorliegt, dass die BSU bis heute Foto- und Videomaterial der italienischen Küstenwache von Bord der Norman Atlantic "nur in äußerst geringem Umfang zur Verfügung gestellt" bekommen habe. Auch die Audio-Aufnahmen der Blackbox liegen den deutschen Ermittlern nicht vor. "Wir können heute nicht einmal mit Bestimmtheit sagen, wie viele Todesopfer es auf der Norman Atlantic gab, geschweige denn, was die Katastrophe ausgelöst hat", erklärt Volker Schellhammer. Auch könne nicht mehr rekonstruiert werden, wie die Rettungsmaßnahmen verlaufen sind, die Überlebende immer wieder heftig kritisiert hatten. Zudem bemängelt die Bundesbehörde, dass "offenbar unbefugte Personen auf dem Schiff gewesen waren, denn dort noch befindliche PKW waren aufgebrochen und offenbar geplündert worden".

Das Wrack der Costa Concordia konnte nach Ansicht der BSU ebenfalls nicht ausreichend untersucht werden. Deutschland hatte sich 2014 in die Ermittlungen eingeschaltet, nachdem die italienischen Untersuchungen zuvor international heftige Kritik ausgelöst hatten. Die deutschen Experten wollten unter anderem klären, weshalb so viele Opfer in den Fahrstühlen des Kreuzfahrtschiffes ums Leben gekommen waren. Da die Fahrstühle zunächst noch unter Wasser lagen, baten die BSU-Mitarbeiter darum, sie inspizieren zu können, sobald das Schiff trocken liegt. Aus der Presse habe die BSU später aber erfahren, dass das Wrack der Costa Concordia mittlerweile entkernt war und eine Untersuchung daher sinnlos wurde.

Die Costa Concordia war im Januar 2012 nach einem riskanten Manöver vor der italienischen Insel Giglio auf Grund gelaufen. Bei der Havarie kamen 32 Menschen ums Leben, unter ihnen 12 aus Deutschland. Auf der Autofähre Norman Atlantic war im Dezember 2014 ein schweres Feuer ausgebrochen, als das Schiff auf dem Weg von Griechenland nach Italien war. Dabei starben 13 Menschen, von denen zwei aus Deutschland stammten.

 

Quelle presseportal  Foto by flickr.com/European Commission DG ECHO

Die Konzerne - die Kohle - das Klima

Die Gesellschaft und das Geld - Kommentar von Ulf Meinke zu Kohle und Kapital

Essen (ots) - Wer das Geld hat, hat die Macht. Der Finanzkonzern Allianz hat viel Geld, er hat also auch viel Macht. Mit Macht lässt sich die Gesellschaft verändern. Geld hat also einen Einfluss auf die Welt um uns herum. Das ist die eine Seite. Hinzu kommt aber: Die Gesellschaft verändert auch die Unternehmen, die über Macht verfügen. Denn ein Unternehmen, das dauerhaft gegen die Interessen einer Gesellschaft agiert oder die Welt um sich herum nicht mehr versteht, ist letztlich zum Scheitern verurteilt, weil die Produkte oder Dienstleistungen an den Bedürfnissen der Menschen vorbeigehen. Deshalb müssen sich Unternehmen laufend verändern.

RWE hat heute auch deshalb Probleme, weil der Konzern zu spät verstanden hat, dass die Akzeptanz von Atomkraft und Kohle schwindet. Grünes Gedankengut ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Auch bei Investoren gibt es einen Klimawandel. Der norwegische Staatsfonds hat schon vor einiger Zeit mit einem Rückzug aus Kohlegeschäften aufhorchen lassen. Nun pflegt auch die deutsche Allianz ihr Umweltprofil.

Mag sein, dass auch ein Antrieb ist, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Doch vor Illusionen sollte man sich hüten: Dax-Konzerne sind darauf ausgerichtet, Geld zu verdienen, nicht die Welt zu verbessern.

Quelle presseportal.de  Foto by flickr.com/compact

Militäreinsatz in Syrien

Kommentar von THOMAS SEIM: Bundestag beschließt Militäreinsatz in Syrien Krieg und Frieden 

Bielefeld (ots) - Mit großer Mehrheit hat der Bundestag die Entsendung der Bundeswehr in den Nahen Osten beschlossen. Wohl etwa 60 Prozent der Bevölkerung stehen hinter diesem Einsatz. Das macht sehr nachdenklich. Erstmals seit Jahrzehnten schrumpft in der Bundesrepublik die - nennen wir sie: pazifistische - Grundhaltung, die uns nach dem Zweiten Weltkrieg und dem sogenannten Kalten Krieg der Atomrüstung vereinte. Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer erreichte Höchstwerte, die Friedensbewegung mobilisierte 250.000 Menschen zur Demo im Bonner Hofgarten. Mutmaßlich sind unter den 60 Prozent, die sich heute für die Kriegsbeteiligung in Syrien aussprechen, viele, die damals auch in Bonn auf die Straße gingen. Selbst bei den Grünen, die sich gegen die Rüstung damals gründeten, gibt es heute Ja-Sager zum Syrien-Einsatz. Was ist geschehen mit den friedensbewegten Deutschen? Es geht Angst um im Land. Der Grund dafür ist der Terror der angeblich religiös begründeten Verbrecherbande Islamischer Staat (IS). Die Angst ist berechtigt, das zeigen nicht nur die Terroranschläge von Paris, sondern auch die Fahndungserfolge, die Anschläge bei uns bislang verhinderten. Die Angst ist aber auch irrational. Das konnten wir zuletzt beobachten bei der Absage des Länderspiels der Deutschen gegen die Niederlande in Hannover. Die Gefahrenbeurteilung schoss weit über den tatsächlichen Ernst der Lage hinaus. Dieses Beispiel zeigt ganz gut, wie schwach uns irrationale Angst macht. Die IS-Verbrecherbande und deren Gefolgsleute schaffen es, mit ihren Angriffen eine Art von Panik zu erzeugen, ein Bedrohungsszenario, das unser Handeln hektisch und unüberlegt werden lässt. Das aber ist genau der Zweck des Terrors. Er funktioniert nur mit Angst und dem Verlust von Vernunft. Wir stehen mit der Entscheidung gestern einem Paradoxon gegenüber: Der Terror braucht diesen Krieg, um die Menschen im Nahen Osten hinter einer Selbstverteidigungsideologie zu versammeln. Der Terror ist aber genau deshalb mit Krieg nicht zu besiegen. Eher im Gegenteil: Der Krieg vergrößert die Terrorgefahr. Wir brauchen den Ausstieg aus den Automatismen dieser Realpolitik. Die in Deutschland entstandene Willkommenskultur für Flüchtlinge aus Syrien ist ein Anfang dafür. Sie setzt dem Terror und der Gewalt das Prinzip "Wandel durch Annäherung" des Friedensnobelpreisträgers Willy Brandt entgegen. Das ist ein Weg. Er ist auch dann richtig, wenn am Leben gescheiterte Ideologen wie Ex-Linken-Chef Lafontaine ihn zu okkupieren versuchen. Außenminister Steinmeier hat nicht unwesentlichen Anteil daran, dass die Vater-Staaten des Terrors, die Todfeinde Iran und Saudi-Arabien, an einem Tisch in Wien über Syrien und die Wege zum Frieden verhandeln. US-Außenminister Kerry nennt die Gespräche den "Weg aus der Hölle". Das ist der richtige Weg, nicht Krieg aus Angst. Der Bundestag hat gestern für eine Kriegsbeteiligung entschieden. Leider! Die Suche nach einem Neuanfang der Politik, einem "New Deal" mit den Muslimen, ist damit aber nicht obsolet. Sie ist noch viel drängender geworden.

Quelle presseportal.de  Foto by flickr.com/Wut auf der Straße - Protest in Bildern

Weihnachtszeit - Hochzeitszeit? Die Eheschließung zur Jahreswende hat ihren Reiz

Saarbrücken (ots) - Neben der Zeit von Mai bis September ist der Dezember  Heiratshauptsaison

Auch steuerliche Vorteile locken vor den Traualtar

Frischgebackene Ehepaare sollten zeitnah ihre Versicherungen  prüfen.

Eisblumen im Brautstrauß? - Lieber nicht, denkt die Mehrzahl der deutschen Brautpaare: Sie treten am liebsten in der warmen Jahreszeit vor den Traualtar. Neben den Sommermonaten von Juni bis September sticht jedoch der Dezember als Favorit für das Ja-Wort heraus. 2014 gingen im Weihnachtsmonat 36.828 Paare in Deutschland den Bund fürs Leben ein.(1) An der Hoffnung auf eine Hochzeit wahrlich in Weiß liegt das eher nicht - im winterlicheren Folgemonat Januar heiraten regelmäßig weniger als 10.000 Paare. Auch wenn Kurzentschlossene erst knapp vor Jahresende heiraten, gelten sie steuerlich für das Gesamtjahr als Ehepaar. Dies beschert Brautpaaren mitunter deutliche Erstattungen bei der Einkommensteuer. Tatsächlich finden 56 Prozent der heiratswilligen Deutschen auch steuerliche und finanzielle Vorteile wichtig fürs Heiraten.(2) Bei Versicherungen bietet der Trauschein ebenfalls einige Vorzüge. Deshalb ist die Hochzeit ein guter Anlass, gemeinsam die Policen zu prüfen. CosmosDirekt erklärt, was Frischvermählte bei ihren Versicherungen beachten sollten.

Welche Vorteile haben Verheiratete bei Versicherungen?

Viele Versicherungen bieten Partnertarife, z.B. die Privathaftpflicht - eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Ehepaare können einen gemeinsamen Vertrag abschließen und somit Beiträge sparen.

Was sollten Ehepaare bei der Altersvorsorge beachten?

Die Altersvorsorge sollten Paare gemeinsam planen, aber darauf achten, dass jeder Partner seine eigene Absicherung hat. Dank der staatlichen Zulagen und Steuervorteile ist die Riester-Rente für Ehepaare der ideale Einstieg in die private Vorsorge. Auch Paare, bei denen nur ein Partner berufstätig ist, profitieren. Sorgt dieser vor, sichert er sich die staatliche Zulage von bis zu 154 Euro pro Jahr. Der andere erhält die Zulage ebenfalls und muss dafür lediglich den Sockelbeitrag in Höhe von 60 Euro im Jahr zahlen. Die gute Nachricht für Dezemberbrautleute: Wie die steuerliche Behandlung der Ehe gilt auch eine im Dezember abgeschlossene Riester-Rente rückwirkend für das ganze Jahr. Wer also im Dezember heiratet, kann sich noch die volle Riester-Förderung sichern, vorausgesetzt der erforderliche Beitrag wird noch im selben Jahr gezahlt.

Welche Versicherungen helfen, die Existenz abzusichern?

Ist man durch Krankheit oder einen Unfall nicht mehr arbeitsfähig, beeinträchtigt das nicht nur das eigene Einkommen. Für alle nach dem 1. Januar 1960 Geborenen gibt es in einem solchen Fall nur noch eine geringe Erwerbsminderungsrente. Eine private Berufsunfähigkeitsrente ist daher sinnvoll, denn sie leistet im Ernstfall eine wichtige finanzielle Unterstützung für die Ehekasse.

Wie sorgen Ehepartner für den Todesfall vor?

Ehepartner und Familie sind das Wertvollste im Leben. Um diese im Falle des eigenen Todes gut versorgt zu wissen, sollten Eheleute sich mit einer Risiko-Lebensversicherung gegenseitig absichern. Die Leistungen der gesetzlichen Hinterbliebenenrente reichen nicht. Zudem besteht ein Anspruch in der Regel erst nach Ablauf des ersten Ehejahres. Experten empfehlen, eine Versicherungssumme in Höhe des drei- bis fünffachen Bruttojahreseinkommens des Hauptverdieners abzusichern. Darlehen und Verbindlichkeiten erhöhen diesen Betrag zusätzlich.

Quelle presseportal.de  Foto by flickr.com/Jens Reitter

Diesen RSS-Feed abonnieren

Dortmund

Banner 468 x 60 px