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Alexandros Tallos

Alexandros Tallos

Range wird gegangen

Leitartikel von Reinhard Zweigler zum Range-Rauswurf

Regensburg (ots) - Es lag wohl nicht an der brütenden Hitze, dass die Matadore der Affäre um die Veröffentlichungen des Internet-Blogs Netzpolitik.org gestern so hitzig zuschlugen. Erst bettelte der oberste deutsche Ermittler Harald Range mit einer unverschämten Unterstellung gegen seinen Dienstherren Bundesjustizminister Heiko Maas förmlich um seinen Rauswurf. Dann schickte der SPD-Mann Range nur wenige Stunden später in den Ruhestand und rief ihm gleich noch nach, er habe nicht die Wahrheit gesagt. Man könnte über diese Chaostage im Sommerloch rasch hinweggehen, wenn es sich bei den Akteuren nicht um den Bundesjustizminister und den nun Ex-Generalbundesanwalt handeln würde. Beide, Maas und Range, haben dem Ansehen der Justiz hierzulande Schaden zugefügt. Dabei ist der ungeschickte Range doch nur das Bauernopfer, selbst wenn er das mit seinen provokanten Äußerungen Richtung Berlin selbst bezweckt haben mag. An der Entstehungsgeschichte dieser aktuellen Internet-Affäre sind auch andere maßgeblich beteiligt. Allen voran der Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. Der eifrige Mann aus der Ministerialbürokratie hatte die Inlands-Geheimdienst-Behörde auf dem Höhepunkt der NSU-Krise übernommen. Kompetenzwirrwarr und Schlampigkeit bei Verfassungsschutz (VS) und Bundeskriminalamt hatten dazu geführt, dass die bundesweiten Morde des rechtsextremen Trios aus Thüringen jahrelang nicht aufklärt werden konnten. Das Kölner Bundesamt war offenbar auf dem rechte Auge äußerst sehschwach. Maaßen versprach, das zu ändern. Und die Bundesregierung schob ihm mit einem Reformgesetz weitreichende Kompetenzen zu. Dieser Art von der Regierung zum Tätigsein in alle Richtungen ermuntert, planten die Verfassungsschützer nun, auch das Internet noch stärker ins Visier zu nehmen. Denn im weltweiten Netz tummeln sich viele Verfassungsfeinde ziemlich ungeniert. Allerdings bekamen Blogger von den neuen Überwachungsplänen des Kölner VS-Bundesamtes Wind. Sie veröffentlichten flugs, was ihnen aus dem Dienst selbst oder anderen Quellen "durchgestochen" worden war. So weit, so transparent. Mit ihren Veröffentlichungen, von denen die weite Öffentlichkeit allerdings kaum Notiz nahm, rührten die Blogger jedoch an dem Selbstverständnis des Verfassungsschutzes. Nicht die Tatsache allein, dass interne Papiere ins Netz gestellt wurden, sondern vor allem, dass es innerhalb des Dienstes selbst und/oder im zuständigen Innenministerium sowie im parlamentarischen Raum "undichte Stellen" geben müsse, brachten Maaßen und Co. auf die Palme. Sie witterten "Landesverrat". Einem Vergleich zur Spiegel-Affäre von Anfang der 60er Jahre hält die aktuelle Auseinandersetzung nicht stand. Damals im Kalten Krieg ging es um größere Beträge. Franz-Josef Strauß scheute seinerzeit nicht davor zurück, die Justiz gegen das unliebsame Nachrichtenmagazin von Rudolf Augstein einzusetzen, weil der interne Bundeswehrpapiere abdruckte. Auf Dauer geschadet hat diese Affäre weder Strauß und erst Recht nicht dem Spiegel, der zum "Sturmgeschütz der Demokratie" erhoben wurde. Ausgestanden ist die Blogger-Affäre mit dem Rauswurf von Range allerdings noch nicht. Doch den großen historischen Atem haben weder die Affäre noch die Akteure wie Heiko Maas, Ex-Generalbundesanwalt Harald Range oder VS-Präsident Maaßen und sein Dienstherr Thomas de Maizière. Dass die Meinungs- und Pressefreiheit auch im Internet zu gelten hat, ist jedoch ein Auftrag an die Politik sowie an die unabhängige Justiz. Und zugleich liegt dies in der Verantwortung der Millionen Nutzer selbst.

Quelle: presseportal.de / Mittelbayerische Zeitung - Foto: flickr / Markus Winkler

Faktencheck: Ehe aus Liebe oder aus Geldgründen?

Kosten einer Ehe - So denken die Deutschen über Geld und Liebe

Saarbrücken (ots)
   - Romantik und Liebe sind die überzeugendsten Gründe, sich das
     Jawort zu geben - doch eine Mehrheit findet auch Finanzen und
     Steuern sehr wichtig.
   - Zwei Drittel der Verheirateten in Deutschland ließen sich ihre
     Hochzeit bis zu 5.000 Euro kosten; Unverheiratete rechnen mit
     deutlich höheren Ausgaben.
   - Die große Mehrheit finanziert sich den schönsten Tag ihres
     Lebens selbst.

Nur von Luft und Liebe leben? Für viele Paare hört bei der Hochzeitsplanung die Romantik auf: Kleid, Kutsche und Koch bezahlen sich schließlich nicht von selbst. Doch wollen die Deutschen überhaupt noch den Bund der Ehe schließen? Was bezahlen sie für den schönsten Tag ihres Lebens? Und wie regeln Paare nach der Hochzeit ihre Geldangelegenheiten? Im Auftrag von CosmosDirekt hat das Meinungsforschungsinstitut forsa Unverheiratete, Verheiratete und Geschiedene zum Thema Hochzeit bzw. Scheidung und Finanzen befragt.(1) Dieser Faktencheck fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen.

Jeder zweite Ledige kann sich vorstellen, zu heiraten - ein wichtiger Grund sind die Finanzen

   - Die Mehrheit der ledigen Deutschen (57 Prozent) kann sich
     vorstellen, zu heiraten.
   - Der Großteil dieser "Heiratswilligen" (89 Prozent) würde zwar
     vor allem der Romantik und Liebe wegen eine Ehe eingehen,
     gleichzeitig sehen 56 Prozent eine Hochzeit auch pragmatisch:
     Für sie sind finanzielle bzw. steuerliche Vorteile ein wichtiger
     Grund, um vor den Altar zu treten.

Buffet, Band, Brautkleid: Was kostet eine Hochzeit?

   - Ein Großteil der unverheirateten Deutschen (64 Prozent) schätzt,
     dass eine Hochzeit mehr als 5.000 Euro kostet.
   - Tatsächlich hat aber nur jedes fünfte verheiratete Paar (22
     Prozent) über 5.000 Euro für das Fest ausgegeben.
   - Ebenfalls 22 Prozent der Verheirateten ließen sich ihre Hochzeit
     bis zu 1.000 Euro kosten.
   - 45 Prozent der Eheleute griffen etwas tiefer in die Tasche und
     bezahlten zwischen 1.000 und 5.000 Euro.

Bei einem Drittel zahlen größtenteils die Brauteltern das Fest

   - 69 Prozent der Befragten haben ihre Hochzeit hauptsächlich mit
     ihrem Ersparten bezahlt.
   - Jedem dritten Paar (33 Prozent) wurde das Fest zum großen Teil
     von den Eltern der Braut finanziert.
   - Bei 22 Prozent der Befragten übernahmen die Eltern des
     Bräutigams einen Hauptteil der Rechnungen.

Nur Bares ist Wahres - das gilt vor allem fürs Hochzeitsgeschenk

   - 72 Prozent der Unverheirateten würden sich am meisten über
     Geldgeschenke zur Hochzeit freuen.
   - Immerhin jeder Zweite (52 Prozent) würde gern kreative
     persönliche Geschenke wie Basteleien oder Fotokollagen auf dem
     Gabentisch sehen.
   - Haushaltsgegenstände eignen sich dagegen weniger als
     Hochzeitsgeschenke: Gerade einmal 15 Prozent der Befragten
     wünschen sich Mixer, Staubsauger & Co. zur Hochzeit.

Gemeinsames Leben, gemeinsame Konten

   - Jedes zweite deutsche Ehepaar (50 Prozent) teilt sich ein Konto.
   - Für 15 Prozent gilt jedoch: Gemeinsames Leben, aber getrennte
     Konten.
   - Jeder Dritte (34 Prozent) legt sich nach der Eheschließung
     finanziell nicht fest: Er nutzt sowohl gemeinsame, als auch
     getrennte Konten.

Verliebt, verlobt, verheiratet, geschieden - und dennoch halb so schlimm

   - Saubere Trennung: Für die Mehrheit der Geschiedenen (76 Prozent)
     spielten finanzielle Auseinandersetzungen keine große Rolle bei
     der Scheidung.
   - Für 36 Prozent sah es nach der Scheidung auf dem Bankkonto
     schlechter aus - sei es wegen des Verlustes von Ersparnissen (50
     Prozent), der Aufgabe des Hauses bzw. der Wohnung (48 Prozent)
     oder aufgrund von Unterhaltszahlungen (37 Prozent).
   - Für weitere 36 Prozent veränderte sich die finanzielle Situation
     durch die Scheidung nicht.
   - Knapp einem Viertel der Geschiedenen (24 Prozent) ging es nach
     der Trennung finanziell sogar besser als zuvor.

(1) Repräsentative forsa-Umfrage "Meinungen rund um das Thema Hochzeit und Scheidung" im Auftrag von CosmosDirekt. Im Juni 2015 wurden insgesamt 3.050 Verheiratete, Heiratswillige, Ledige und Geschiedene ab 18 Jahren in Deutschland befragt.

Quelle: presseportal.de www.cosmosdirekt.de/faktencheck-ehekosten - Foto: by Hartwig HKD

Angela Merkel positioniert sich

Heiko Maas droht Ungemach und Generalbundesanwalt Harald Range könnte der vorzeitige Ruhestand winken. Eine Affäre zieht ihre Bahnen

 

Düsseldorf (ots) - Die Affäre um den angeblichen Landesverrat dürfte für drei der Akteure unangenehme Folgen haben. Generalbundesanwalt Harald Range wird den Weg in den Ruhestand wohl vor der vereinbarten Zeit antreten - die öffentliche Parteinahme von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) für ihren Justizminister Heiko Maas (SPD) und die gleichzeitige Distanzierung von Range sind da eindeutig. Auch für den Präsidenten des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, dürfte die Luft dünner werden. Er hat die "Netzpolitik"-Veröffentlichungen wider besseres Wissen zum Geheimnis erklärt. Dass es Maaßen um die Arbeitsfähigkeit seiner Behörde ging, mag Gutgläubigen als hehre Absicht durchgehen. Mit der Suche nach einer undichten Stelle in seinem Haus wäre er sicherlich besser gefahren. Stattdessen feuert er eine Breitseite auf die Pressefreiheit. Mit dem Ergebnis, dass die "Netzpolitik"-Blogger bisher 50 000 Euro an Spenden erhalten haben und auf der anderen Seiten die Rufe nach einer überfälligen Reform des Verfassungsschutzes lauter werden. Maaßen hat sich und dem Amt einen Bärendienst erwiesen. Für Mitleid gibt es freilich wenig Anlass. Justizminister Heiko Maas (SPD) könnte der bestellte Einschüchterungsversuch auch noch auf die Füße fallen. Nicht weil die Grünen jetzt das Parlamentarische Kontrollgremium einschalten wollen, um die "Pressefreiheitsattacke von Verfassungsschutz und ministeriellen Mitwissern aufzuklären". Das ist kaum mehr als Christian Ströbeles Klappern, das zum politischen Handwerk gehört. Ungemach droht Maas eher durch die auffällige Unterstützung Merkels. Die Kanzlerin braucht den SPD-Mann, um nach der Sommerpause das umstrittene Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung durch den Bundestag zu bekommen. Ein Minister, der durch die "Netzpolitik"-Affäre ins Gerede kommt, passt da nicht. Maas, einst Gegner der anlasslosen Massenspeicherung von Telekommunikationsdaten, hat eine Rolle rückwärts hingelegt und auch seine Partei auf Linie gebracht. Der jüngste Eiertanz in Sachen Landesverrat könnte manchen Sozialdemokraten zum Grübeln bringen. Gesetze, um die Freiheit zu gängeln, braucht niemand. Das war der SPD früher mal bekannt.

 

Quelle: presseportal/Westdeutsche Zeitung - Foto: flickr / blu-news.org

GAZPROM Fancup: Packendes Saisonfinale beim "Schalke-Tag"

Berlin (ots) - Bei der offiziellen Saisoneröffnung des FC Schalke 04 wurden Fanträume wahr: Am vergangenen Sonntag, 2. August 2015, fand auf dem "heiligen Rasen" der Arena auf Schalke das Finale von Deutschlands größtem Fußball-Kleinfeldturnier statt.

 

Den Siegerpokal überreichte Mannschaftskapitän und Weltmeister Benedikt Höwedes zusammen mit Leroy Sané und Ingo Anderbrügge an die Freizeitkicker von "Team No to Racism". Die Mannschaft aus Lübeck spielte im Vorfeld des Schalker Freundschaftsspiels gegen den FC Twente Enschede vor großer Kulisse. Am Ende setzte sich das Team mit 2:1 gegen die Mannschaft "Hadi Ciau Miauw" aus Gelsenkirchen durch.

 

"Ein packenderes Finale hätten auch wir Profis den Schalker Fans kaum bieten können", lobte Nachwuchsstürmer Sané, der jüngst seinen Vertrag bei den Königsblauen vorzeitig bis 2019 verlängert hat. Er stand gemeinsam mit seinem Bruder Kim, Spieler der zweiten Mannschaft, Pate für die diesjährige Turnierserie. Zusammen mit Benedikt Höwedes und "Eurofighter" Ingo Anderbrügge verfolgte Sané das Finale. "Gratulation an alle Mannschaften, die beim GAZPROM Fan Cup um den Sieg gekämpft haben. Das war großer Sport, was die Jungs hier abgeliefert haben", so Höwedes.

 

Bei seiner dritten Auflage verzeichnete der GAZPROM Fan Cup einen neuen Anmelderekord: Für die sechs Qualifikationsturniere in Gelsenkirchen, Berlin, Coesfeld, Lübeck, Sundern und Freiburg hatten sich insgesamt 427 Teams aus der gesamten Republik angemeldet. Die Endrunde wurde erneut in Gelsenkirchen im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung ausgetragen, die jedes Jahr über 100.000 Fans aus der gesamten Republik auf das Vereinsgelände des Fußball- Bundesligisten lockt.

 

"Bei den sechs Qualifikationsturnieren und beim Finale gab es hochklassigen Sport und ein freundschaftliches Miteinander. Wir drücken dem FC Schalke 04 die Daumen und wünschen viel Energie für die neue Saison", sagte Burkhard Woelki, Direktor Unternehmenskommunikation von GAZPROM Germania GmbH.

 

Quelle: obs/GAZPROM Germania GmbH/Fotodesign: Karsten Rabas

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