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Alexandros Tallos

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Beckedahl sieht seine Plattform "netzpolitik.org" durch Ermittlungsverfahren gestärkt

Berlin (ots) - Der Chefredakteur der Internetplattform "netzpolitik.org", Markus Beckedahl, sieht sich durch die Ermittlungen wegen Landesverrats in seiner Arbeit bestärkt

Im rbb-Inforadio sagte Beckedahl am Freitag, er habe überwältigende Solidarität und öffentlichen Beistand erfahren. Er hoffe, dass diese "Jetzt-erst-recht-Stimmung" sich auch auf künftige politische Quellen übertrage.

Alles mache den Anschein, dass die Ermittlungen gegen "netzpolitik.org" politisch forciert worden seien, sagte Beckedahl: "Anders wäre das nur mit geballter Inkompetenz auf verschiedensten Ebenen in der Bundesregierung zu erklären. So stelle ich mir unseren Staat eigentlich gar nicht vor. Insofern versuchten zum Beispiel Innenministerium, aber auch Kanzleramt, bisher den Eindruck zu erwecken, sie hätten davon überhaupt nichts gewusst. Je mehr Journalisten nachstochern, umso mehr kommt raus, dass hier so ein riesiges Lügenkartenspiel zusammenfällt. Und man muss immer mehr zugeben, dass man eigentlich allumfassend informiert war. Nur die politisch Verantwortlichen wollen zufälligerweise von diesen brisanten Informationen nichts mitbekommen haben", betonte Beckedahl

 

 

Quelle: presseportal.de - Foto by flickr / Markus Henkel

Deutsche Exporte legen zu - fast 14% mehr

Deutsche Exporte im Juni 2015: + 13,7 % zum Juni 2014

Im Juni 2015 wurden von Deutschland Waren im Wert von 105,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 81,9 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Juni 2015 um 13,7 % und die Importe um 6,4 % höher als im Juni 2014. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber Mai 2015 um 1,0 % ab, die Importe sanken um 0,5 %.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Juni 2015 mit einem Rekordüberschuss von 24,0 Milliarden Euro ab. Im Juni 2014 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz + 16,2 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im Juni 2015 bei 22,0 Milliarden Euro.

Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+ 25,6 Milliarden Euro), Dienstleistungen (- 3,8 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+ 4,8 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (- 2,3 Milliarden Euro) schloss - nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank - die Leistungsbilanz im Juni 2015 mit einem Überschuss von 24,4 Milliarden Euro ab. Im Juni 2014 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 16,9 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Juni 2015 Waren im Wert von 61,5 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 53,7 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber Juni 2014 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 12,2 % und die Importe aus diesen Ländern um 5,1 %. In die Länder der Eurozone wurden im Juni 2015 Waren im Wert von 38,9 Milliarden Euro (+ 11,0 %) geliefert und Waren im Wert von 36,9 Milliarden Euro (+ 3,6 %) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Juni 2015 Waren im Wert von 22,6 Milliarden Euro (+ 14,2 %) exportiert und Waren im Wert von 16,8 Milliarden Euro (+ 8,4 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Juni 2015 Waren im Wert von 44,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 28,2 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Juni 2014 stiegen die Exporte in die Drittländer um 15,8 % und die Importe von dort um 8,9 %.

 

 

Quelle: Statistisches Bundesamt 

72 % der Deutschen kennen keine trans-Fettsäuren - aktuelle Forsa-Studie zeigt große Mängel beim Wissen über Fette

Hamburg (ots) - Aus den USA sorgte dieser Tage die Nachricht über ein Verbot von trans-Fettsäuren in Lebensmitteln für Aufsehen

Auch deutsche Ernährungsexperten haben das Thema auf die Agenda genommen und führen eine öffentliche Debatte. Bedenklich ist in diesem Zusammenhang, dass drei von vier Deutschen (72 %) trans-Fettsäuren gar nicht kennen - nur 28 % der Bevölkerung sind diese unerwünschten Fettsäuren überhaupt ein Begriff. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Forsa (Repräsentative Forsa-Studie zum Fettwissen der Deutschen, 1.003 Befragte im Alter von 14 bis 65 Jahren, März 2015), in der das "Fettwissen" der Deutschen abgefragt wurde. Die Studie zeigt auch, dass der Großteil der Deutschen nicht einschätzen kann, welche Fettsäuren gesund oder ungesund sind (60 %) und in welchen Lebensmitteln besonders viele ungesunde Fettsäuren stecken (50-60 %). Zusätzlich stellt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) beim Fettkonsum in Deutschland fest, dass ein Durchschnittsmann (35-51 Jahre) hierzulande im Jahr nicht nur 4,4 kg zu viel Gesamtfett, sondern auch 5,1 kg zu viel gesättigte und 2,5 kg zu wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren isst. Einen einfachen Weg aus der Fettfalle bietet dabei der "Fat Swap": Wer täglich 20 g Margarine statt Butter isst, reduziert die Aufnahme gesättigter Fettsäuren bereits um ca. 2 kg pro Jahr und steigert die Aufnahme mehrfach ungesättigter Fettsäuren um knapp 800 g.

Die repräsentative Forsa-Studie im Auftrag von Unilever zeigt generell eine positive Grundeinstellung der Befragten gegenüber Fett. So halten mehr als acht von zehn Deutschen (86 %) Fett in Maßen für lebensnotwendig. Zu Recht, auch laut Empfehlungen der DGE darf Fett ca. 30 % der täglichen Energiezufuhr ausmachen.

Große Wissenslücke bei gesunden und ungesunde Fettsäuren: Ob trans-Fettsäuren, gesättigte, einfach oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren - nur ein Teil der verschiedenen Fettsäuren ist den Deutschen überhaupt bekannt. 60 % der Befragten wissen auch nicht, welche Fette gut oder schlecht für die Gesundheit sind. Und ausgerechnet bei den ungesunden trans-Fettsäuren klafft die größte Wissenslücke:

 - Gesättigte Fettsäuren: 73 % kennen sie, doch lediglich die  Hälfte (47 %) schreibt ihnen eine ungünstige Wirkung zu.

 - Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 73 % der Deutschen kennen sie, aber nur die Hälfte (51 %) schätzt sie als gesund ein.

 - Omega-3-Fettsäuren: Neun von zehn Deutschen (88 %) sind sie  bekannt, und 78 % schätzen sie als gesund ein.

 - Omega-6-Fettsäuren: Lediglich 34 % kennen sie, und nur 46 %  schreiben ihnen eine positive Wirkung zu.

 - trans-Fettsäuren: Drei von vier Deutschen (72 %) kennen keine  trans-Fettsäuren, sie sind nur 28 % ein Begriff. Auch das Wissen um ihre schädliche Wirkung ist bei der deutschen Bevölkerung  nicht vorhanden. Nur ein Drittel (34 %) weiß, dass Transfette  gesundheitsgefährdend sein können. Die Mehrheit der Deutschen  (66 %) kann ihre Wirkung hingegen nicht richtig einschätzen.

Unwissenheit bei der Einschätzung des Fettsäurengehalts von Lebensmitteln: Die Studie zeigt, dass auch bei der Einschätzung des Fettsäuregehalts von Lebensmitteln ein bedenklicher Wissensmangel herrscht - vor allem bei gesättigten und trans-Fettsäuren:

 - Ob ein Produkt große Mengen an trans-Fettsäuren enthält, weiß  nicht einmal die Hälfte (40 %) der Bevölkerung. Im Durchschnitt  können knapp 60 % der Deutschen den Gehalt an trans-Fettsäuren  in Lebensmitteln nicht richtig einschätzen.

 - Nur wenige Deutsche wissen, dass tierische Produkte, wie Butter  (20 %), Käse (14 %), Rindfleisch (9 %) und Milchprodukte (8 %),  viel trans-Fettsäuren enthalten.

 - Fast ein Viertel der Deutschen schätzt den Gehalt an  trans-Fettsäuren in Margarine zu hoch ein (21 % antworteten mit  "viel"). Ein Irrtum, denn Markenmargarine enthält dank  modernster Herstellungsverfahren heute kaum noch  trans-Fettsäuren (in der Regel deutlich unter 1 % im Produkt).

 - Knapp die Hälfte aller Befragten weiß nicht, dass tierische  Produkte, wie Schweinebraten (47 %), Wurst (47 %) oder Butter  (46 %), reichlich gesättigte Fettsäuren enthalten.

Falsche Einschätzung des eigenen Fettkonsums - DGE-Empfehlung versus Realität: Der von der DGE empfohlene tägliche Anteil an der Energiezufuhr von ca. 30 % Fett setzt sich idealerweise aus maximal 10 % gesättigten, mindestens 10 % einfach ungesättigten und 7 bis max. 10 % mehrfach ungesättigten Fettsäuren zusammen (DGE-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 2015). Die Realität sieht anders aus! Zwar geben in der Forsa-Studie 70 % der Befragten an, dass sie sich beim Fettkonsum beschränken, und 10 % sogar, jede Art von Fett zu meiden! Doch auch wenn sie es selbst anders wahrnehmen, essen die Deutschen zu viel und darüber hinaus auch noch das falsche Fett (DGE-Ernährungsbericht 2012.) (d. h. zu viel gesättigte Fettsäuren, wie z. B. in Butter oder Fleisch, und zu wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie z. B. in Fisch, Rapsöl oder Margarine enthalten).

Am Beispiel eines deutschen Durchschnittsmannes (35-51 Jahre) lässt sich dies in Zahlen hochrechnen. Laut DGE-Ernährungsbericht 2012 isst dieser pro Jahr im Schnitt 33,5 kg Fett. Damit nimmt er 4,4 kg zu viel Gesamtfett auf. Bezogen auf die Fettsäuren sind es 5,1 kg zu viel gesättigte und 2,5 kg zu wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren (DGE-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 2015 sowie DGE-Ernährungsbericht 2012).

Raus aus der Fettfalle mit dem "Fat Swap": Ein einfacher Austausch der Streichfette kann bereits helfen, fettgesünder zu essen. Denn wer ein Jahr lang täglich 20 g Margarine statt derselben Menge Butter auf Brot und Brötchen streicht, isst insgesamt ca. 2 kg weniger an gesättigten Fettsäuren und knapp 800 g mehr an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Ein sinnvoller "Fat Swap", denn der Körper kann bestimmte mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie sie z. B. in Öl, Margarine und Nüssen vorkommen, nicht selbst herstellen. Diese sind essentiell, also lebensnotwendig, und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

 

Quelle: obs/Margarine und pflanzliche Streichfette/Edelman GmbH

Ein Hauch von Offenheit

Medikamenten-Anwendungsbeobachtungen durch niedergelassen Ärzte weiter im Streit

Baierbrunn (ots) - Eine Datenbank des Bundesamts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) macht jetzt Informationen zu Studien an zugelassenen Medikamenten für Fachleute wie Laien zugänglich (awbdb.bfarm.de). Besonders geht es darum, die "Anwendungsbeobachtungen" nachvollziehen zu können, die niedergelassene Ärzte im Auftrag der Arzneimittel-Hersteller schon lange liefern. Kritiker wie Transparency International (TI) oder das Deutsche Cochrane Zentrum, die eine entsprechende Transparenz gefordert hatten, sehen darin aber nur einen Hauch von Offenheit. "Die Datenbank kann nicht überprüft werden, weil der Gegencheck durch die Realdaten nicht gegeben ist", sagt TI-Expertin Dr. Angela Spelsberg in der "Apotheken Umschau". Der Verband forschender Arzneimittelhersteller, BfArM und kassenärztliche Bundesvereinigung halten die Datenbank dagegen für einen Fortschritt. "Es sorgt für ein Mehr an Transparenz", sagt KBV-Sprecher Dr. Roland Stahl. Allerdings ließe sie sich ausbauen. Anhaltender Streit ist programmiert.

 

Quelle: wortundbildverlag.de - Foto flickr / Net Doktor

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