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Alexandros Tallos

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Kurden werden im Stich gelassen

medico international: Hintergründe zur Situation in Kobane

Frankfurt/Main (ots) - Das Bild des auf der Flucht umgekommenen Junge aus dem syrisch-kurdischen Kobane geht um die Welt und steht für die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer und das europäische Scheitern. Das Bild und die Geschichte des Kindes steht aber auch paradigmatisch auch für das Scheitern einer Politik, die "die vermeintliche geostrategische und wirtschaftliche Interessen wichtiger findet als Humanität", so Marin Glasenapp, medico-Nahostreferent, der mehrfach Kobane besucht hat. Die syrischen Kurden, so Glasenapp, die einen hohen Preis bezahlt haben, um den IS aus Kobane zu vertreiben, seien nach der Befreiung der Stadt im Stich gelassen worden.

Unsere Partner vor Ort berichten heute aus der Stadt über die aktuelle Situation. In der zu 60 Prozent zerstörten Stadt lebten 130000 Menschen. Und jede Woche kämen 3000 hinzu. Aber das Attentat von ISIS hänge wie eine Glocke über der Stadt, weil ein solcher Anschlag jederzeit wieder passieren könne. Außerdem behindere die Türkei jeden Zugang humanitärer Güter über die Grenze. Auch Kurden aus der Türkei und aus der kurdisch-türkischen Behörden in der Grenzregion, wie zum Beispiel der Bürgermeister von Suruc, dürften die Grenze nicht passieren, obwohl gerade von hier viel Aufbauhilfe kommen könne und die Bereitschaft dazu sehr groß sei. Stattdessen seien türkisch-kurdischen Intiativen von Verhaftung bedroht. In der Grenzregion herrsche seitens der Türkei permanente Willkür.

"Familien aus Kobane brauchen Sicherheit, damit sie dort bleiben können", so Martin Glasenapp. "Die europäische und US-amerikanische Politik hat ihnen diese Sicherheit verweigert, als man die Türkei zum Hauptakteur der IS-Bekämpfung machen wollte."

Nach der Tragödie im Mittelmeer, müssten klare politische Konsequenzen gezogen werden, so Glasenapp. Die Bundesregierung müsse Druck einen weitaus größeren Druck auf die Türkei ausüben, die Grenzen für Güter zum Wiederaufbau zu öffnen. Der Krieg gegen die Kurden müsse sofort beendet werden. Auch hier sei klarer politischer Druck von außen nötig.

Der Vater der ertrunkenen Familie ist mittlerweile nach Kobane zurückgekehrt. Vor einem Jahr war die Familie vor dem IS geflogen. Wie er haben viele Menschen in Kobane Angehörige und Freunde verloren. Es ist Zeit für einen Politikwechsel: "Jetzt brauchen wir ein klares Zeichen für das Recht aller Menschen auf der Flucht vor Krieg und Armut auf Schutz und Sicherheit."

 

Quelle: presseportal Foto by flickr/Karl-Ludwig Poggemann

Neues Register für Patienten mit Vorhofflimmern

Globales Register für Vorhofflimmern (VHF) präsentiert Auswertung der Zwei-Jahres-Daten von mehr als 17.000 Patienten mit neu diagnostiziertem VHF

 

London (ots/PRNewswire) - Die einzigartige Breite und Reife der Daten aus dem GARFIELD-AF-Register, die beim ESC-Kongress 2015 präsentiert wurden, bietet wertvolle Einblicke in globale Entwicklungen der VHF-Behandlung in der alltäglichen klinischen Praxis -   

 

Die ersten Ergebnisse der Zwei-Jahres-Daten, die aus dem globalen Antikoagulans-Register (GARFIELD-AF - Global Anticoagulant Registry in the Field - Atrial Fibrillation) stammen und auf dem ESC-Kongress 2015 vorgestellt wurden, machen deutlich, dass bei mehr als 17.000 neu diagnostizierten VHF-Patienten die allgemeine Mortalität die am häufigsten auftretende Ereignis - weitaus häufiger als Schlaganfälle oder grössere Blutungen. Diese prospektiven Zwei-Jahres-Ergebnisse von den Kohorten 1 und 2 zeigen eine Sterblichkeitsrate von 3,83 % pro Personenjahr im Vergleich zu 1,25 % bei Schlaganfällen und 0,70 % pro Personenjahr bei grössere Blutungen.[1]    

 

Zusätzliche Auswertungen der Ein-Jahres-Daten von mehr als 28.000 VHF-Patienten in den Kohorten 1 - 3 zeigen den mutmasslichen Einfluss von Komorbiditäten auf die zunehmende Sterblichkeit, auf Schlaganfälle und grössere Blutungen. Patienten mit mittelschwerer bis schwerer chronischer Nierenerkrankung und Patienten mit vorhergehendem Myokardinfarkt hatten eine deutlich höhere Mortalität als die Gesamtbevölkerung (9,4 % und 6,9 %, verglichen mit 4,0 %).[1] "Diese Daten aus dem GARFIELD-AF-Register zeigen die Bedeutung von Komorbiditäten bei der Vorhersage der Behandlungsergebnisse und können Ärzten eine Orientierungshilfe bei der Therapie von VHF bieten", sagte Professor Sam Goldhaber von der Harvard Medical School und dem Brigham and Women's Hospital. "Die Ergebnisse legen nahe, dass Ärzte bei VHF-Patienten mit diesen Komorbiditäten mehr Antikoagulanzien verschreiben sollten."

 

Ergebnisse von fast 40.000 Patienten mit VHF über die vier sequentiellen GARFIELD-AF-Kohorten von 2010 bis 2015 hinweg zeigen eine allmähliche Veränderung des Umgangs mit VHF auf der ganzen Welt. Insgesamt hat sich der Prozentsatz der Patienten, die eine Behandlung mit Antikoagulanzien zur Vorbeugung von Schlaganfällen bekommen haben, von 57,4 % auf 71,1 % erhöht. Die Verwendung von Vitamin-K-Antagonisten (VKAs) und Thrombozytenaggregationshemmern (kombiniert oder allein) sank von 83,4 % auf 50,6 %, während sich die Verwendung von oralen Antikoagulanzien, die nicht zur Gruppe der Vitamin-K-Antagonisten gehören (NOACs), mit oder ohne Thrombozytenaggregationshemmern von 4,1 % auf 37,0 % erhöhte.[1] "Diese Entwicklung bei den Behandlungsmustern ist konsistent mit der Einführung innovativer Therapien für die Schlaganfall-Prävention", sagte Professor Ajay Kakkar, Professor für Chirurgie am University College London und Direktor des Thrombosis Research Institute. "Es bleibt jedoch die Herausforderung, sicherzustellen, dass jeder Patient die für ihn geeignete Therapie erhält."

 

Professor John Camm von der St. George's University in London führte zu den Behandlungsmustern, die in GARFIELD-AF offengelegt wurden, aus: "Während wir einen allgemeinen Anstieg bei der Verwendung von entsprechenden gerinnungshemmenden Therapien beobachten, zeigt GARFIELD-AF zwischen den verschiedenen Ländern eine beträchtliche Variation bei der NOAC-Aufnahme. Die europaweite Analyse von mehr als 20.000 neu diagnostizierten VHF-Patienten aus den Kohorten 1 - 3 zeigte, dass sich diese Variationen zwischen 2,6 % und 58,0 % bewegten.[2] Die kontinuierliche Auswertung der Daten aus verschiedenen Ländern und verschiedener Behandlungsorte wird den Medizinern ein besseres Verständnis dafür geben, wie sie den Umgang und den Behandlungserfolg für VHF-Patienten verbessern können."[2]

 

GARFIELD-AF ist das grösste Register von Patienten mit neu diagnostiziertem VHF und mindestens einem weiteren Schlaganfall-Risikofaktor. Die fortlaufenden Auswertungen aus der Versorgungspraxis, die im GARFIELD-AF-Register gesammelt werden, werden in nützliche Information umgewandelt, die dabei helfen Bereiche zu ermitteln, in denen die Medizin die Behandlung für diese Patienten weiter verbessern kann.

 

Zusätzlich wurden beim ESC-Kongress 2015 GARFIELD-AF-Daten von bestimmten Regionen und Patientenpopulationen vorgestellt:   

 

Vitamin-K-Antagonisten-Kontrolle in Ost- und Südostasien[3]    

 

Aus GARFIELD-AF gewonnene Einblicke zeigen weniger INR-Messungen, längere Intervalle zwischen den Messungen und niedrigere INR-Werte in Ost- und Südostasien (n = 3.627) im Vergleich zu Ländern in anderen Regionen der Welt (n = 13.546). Bei Patienten in Ost- und Südostasien, die VKAs aufgrund neu diagnostizierten VHFs erhalten, zeigten die Ergebnisse:

 

- niedrigere INR-Level, wobei die meisten bei 2,0 liegen - ein Trend, der sich durch alle Altersgruppen hindurch zog - die Nutzung von Antikoagulanzien war bei Patienten mit einem CHA2DS2-VASc-Wert von grösser als oder gleich2 niedriger 

Schlaganfall, schwere Blutungen und Sterblichkeit bei neu diagnostiziertem Vorhofflimmern mit mässiger bis schwerer chronischer Nierenerkrankung: Ergebnisse aus dem GARFIELD-AF[4]        

 

Ein-Jahres-Ergebnisse von 17.159 Patienten mit VHF zeigen Unterschiede zwischen Patienten mit einer mässigen bis schweren chronischen Nierenerkrankung (n = 1.760) und solchen mit keiner oder nur einer milden chronischen Nierenerkrankung (n = 15.399):

 

- Mittelschwere bis schwere chronische Nierenerkrankungen sind mit einer zweifach höheren Sterblichkeitsrate und grösseren Blutungen sowie einer 1,4-fach höheren Inzidenz von Schlaganfällen verbunden. - Die Verwendung von Antikoagulanzien war bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer chronischer Nierenerkrankung häufiger. - Weitere Untersuchungen von Mortalität und Blutungsereignissen im Rahmen der fortlaufenden GARFIELD-AF-Registrierung können eventuell grössere Einblicke bieten, wie man die Vorteile und Risiken der Antikoagulanzientherapie für Patienten mit VHF und chronischer Nierenerkrankung abwägen kann. 

Über das GARFIELD-AF-Register   

 

GARFIELD-AF ist eine unabhängige akademische Forschungsinitiative und wird von einem internationalen Lenkungsausschuss unter der Schirmherrschaft des Thrombosis Research Institute (TRI) in London, Vereinigtes Königreich, geführt.

 

Es ist eine international beobachtende multizentrische Studie über Patienten mit neu diagnostiziertem VHF. Die Studie beobachtet 57.000 Patienten in mindestens 1.000 Zentren in 35 Ländern in Süd- und Nordamerika, Ost- und Westeuropa, Asien, Afrika und Australien. Fast 45.000 Patienten wurden in vier aufeinanderfolgenden Kohorten zwischen Dezember 2009 und Juli 2015 rekrutiert. Die fünfte und letzte Kohorte begann Anfang August 2015 mit der Rekrutierung.

 

Das gegenwärtige Verständnis von VHF basiert auf Daten, die in kontrollierten klinischen Studien gesammelt wurden. Diese Studien sind für die Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit neuer Behandlungsmethoden wesentlich, sind aber in Bezug auf die alltägliche klinische Praxis möglicherweise nicht repräsentativ und folglich herrscht weiterhin Unsicherheit über die Belastung im praktischen Leben und über den Umgang mit dieser Krankheit. GARFIELD-AF zielt darauf ab, Einblicke in die Wirkung der Antikoagulanzientherapie hinsichtlich thromboembolischer Komplikationen und Blutungskomplikationen zu liefern, die bei dieser Patientenpopulation beobachtet wurden. Das Register wird für ein besseres Verständnis in Bezug auf Verbesserungsmöglichkeiten der behandlungstechnischen und klinischen Ergebnisse bei einer repräsentativen und gemischten Patientengruppe und über unterschiedliche Populationen hinweg sorgen. Damit sollen Ärzte und Gesundheitssysteme in die Lage versetzt werden, Innovationen angemessen zu nutzen, um die besten Ergebnisse für Patienten und Populationen sicherzustellen.

 

Das Register startete im Dezember 2009. Vier wesentliche Design-Merkmale des GARFIELD-AF-Protokolls garantieren eine umfassende und repräsentative Beschreibung von VHF: Diese Merkmale sind:

- Fünf aufeinanderfolgende Kohorten von prospektiven, neu-diagnostizierten Patienten, die Vergleiche von einzelnen Zeiträumen erleichtern und die Behandlungsverläufe und Ergebnisse beschreiben. - Studienstandorte, die zufällig innerhalb von sorgfältig zugewiesenen nationalen VHF-Behandlungsorten ausgewählt wurden, stellen sicher, dass die teilnehmende Patientenpopulation repräsentativ ist. - Aufnahme von konsekutiv in Frage kommenden Patienten unabhängig von ihrer Therapie, um potentielle Selektionsverzerrungen zu verhindern. - Erfassung von Folgedaten für einen Zeitraum von mindestens zwei und bis zu acht Jahren nach der Diagnose, um eine umfassende Datenbank mit Behandlungsentscheidungen und -ergebnissen in der klinischen Praxis zu erstellen. 

Teilnehmende Patienten müssen innerhalb der vergangenen sechs Wochen mit nicht-valvulärem VHF diagnostiziert worden sein und mindestens ein zusätzliches Risiko für einen Schlaganfall aufweisen. Damit sind sie potentielle Kandidaten für eine Antikoagulanzientherapie, um Blutgerinnsel zu vermeiden, die einen Schlaganfall zur Folge haben können. Es obliegt dem Studienleiter, die Risikofaktoren des einzelnen Patienten zu bestimmen; die nicht auf die in gängigen Risikobewertungen enthaltenen Faktoren beschränkt sein müssen. Patienten werden unabhängig davon, ob sie eine Antikoagulanzientherapie erhalten oder nicht, in die Studie aufgenommen. Dies ermöglicht es, aktuelle und zukünftige Behandlungsstrategien und Therapieversagen unter Berücksichtigung des individuellen Risikoprofils des Patienten richtig einschätzen zu können.

Das GARFIELD-AF Register wird von einem unabhängigen Forschungsfonds der Bayer Pharma AG (Berlin, Deutschland) finanziert.

Die Belastung durch VHF  

Bis zu 2 % der Weltbevölkerung leiden unter VHF.[5] Etwa 10 Millionen Menschen in Europa[6], 5,1 Millionen Menschen in den USA[7] und bis zu 8 Millionen Menschen in China haben VHF.[8],[9] Die Prävalenz wird sich bis 2050 schätzungsweise um das 2,5-fache erhöhen[10], da die Menschen weltweit immer älter werden.[11] VHF bringt eine fünffache Erhöhung des Schlaganfallrisikos mit sich[12] und jeder fünfte Schlaganfall wird mit dieser Arrhythmie in Verbindung gebracht.[13] Ischämische Schlaganfälle in Verbindung mit VHF sind oft tödlich, und die Patienten, die überleben, erleiden häufiger stärkere Behinderungen und Rückfälle als Patienten mit anderen Schlaganfallursachen. Infolgedessen ist das Sterberisiko bei VHF-bedingten Schlaganfällen doppelt so hoch und die Pflegekosten sind um 50 % erhöht.[14]

VHF tritt auf, wenn Teile der Vorhöfe unkoordinierte elektrische Signale abgeben. Das führt dazu, dass die Herzkammern zu schnell und unregelmässig pumpen und das Blut daher nicht komplett abgepumpt werden kann.[15] Infolgedessen kann sich das Blut stauen, gerinnen und eine Thrombose verursachen, der weltweiten Hauptursache für kardiovaskuläre Todesfälle .[16] Verlässt ein Blutgerinnsel den linken Vorhof, so kann es sich möglicherweise in Arterien oder anderen Körperteilen festsetzen, unter anderem im Gehirn. Ein Blutgerinnsel in einer Arterie im Gehirn führt zu einem Schlaganfall. 92 % der tödlichen Schlaganfälle werden durch eine Thrombose ausgelöst.[17] Menschen mit VHF haben ausserdem ein erhöhtes Risiko für Herzversagen, chronische Erschöpfungszustände und andere Herzrhythmus-Probleme.[18] Schlaganfälle sind eine Hauptursache für Todesfälle und langfristige Behinderungen weltweit - mit 6,7 Millionen Todesopfern [16] und 5 Millionen Menschen mit bleibenden körperlichen Schäden pro Jahr.[19]

 

Quelle Presseportal

Spannende Themen in dieser Woche bei Stern TV

stern TV - Mittwoch, 02.09.2015, 22:15 Uhr - Live bei RTL Moderation: Steffen Hallaschka

 

Köln (ots) - Nach 22 Jahren in der Todeszelle - Debra Milke ist live zu Gast bei stern TV

 

"Ich habe die ersten vier oder fünf Tage in Berlin nur geweint. Es war unglaublich. Es ist schön und traurig zugleich. Schön, weil ich mit meiner Familie zusammen bin, traurig weil meine Mutter nicht mehr hier ist." So beschreibt Debra Milke ihren ersten Besuch in Deutschland nach 32 Jahren. 22 Jahre saß Debra Milke im Todestrakt eines Frauengefängnisses im US-Bundesstaat Arizona, bis das Urteil 2013 aufgehoben wurde. 1990 war sie wegen Anstiftung zum Mord zum Tode verurteilt worden. Ihr wurde vorgeworfen, zwei Männer beauftragt zu haben, ihren vierjährigen Sohn zu töten. Im März dieses Jahres kam die 51-Jährige endgültig frei. Ihre Mutter Renate Janka hatte mehr als zwei Jahrzehnte für die Freilassung ihrer Tochter gekämpft. Doch ihre Tochter in Deutschland in die Arme zu schließen, blieb ihr verwehrt. Im Herbst 2014 erlag sie ihrer schweren Krebserkrankung. stern TV hat Debra Milke exklusiv zu den Orten ihrer Kindheit in Berlin begleitet. Mittwochabend ist sie live zu Gast bei stern TV.

 

Rassismus im Internet - Rechte Pöbler in sozialen Netzwerken

 

Es wird gehetzt, gepöbelt und zu Gewalt gegen Asylbewerber aufgerufen: Facebook, Twitter und Co. werden immer häufiger zu Plattformen rechten Gedankenguts. Doch die Betreiber reagieren oft nicht. Jetzt hat Bundesjustizminister Heiko Maas Facebook aufgefordert, endlich entschieden gegen rassistische Posts und Kommentare vorzugehen und diese zu unterbinden. Polizei und Staatsanwaltschaften dagegen greifen immer häufiger durch. Wer menschenverachtende und rassistische Parolen im Netz verbreitet, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. In Berlin wurde ein 34-Jähriger zu einer Geldstrafe von 4.800 Euro verurteilt. In Bayern muss ein 25-Jähriger sogar 7.500 Euro Strafe zahlen. Doch wie leicht ist es, die oft anonymen Hetzer im Netz ausfindig zu machen? stern TV hat sich auf Spurensuche begeben.

 

"Einfach machen!" - Private und unbürokratische Flüchtlingshilfe

 

"Mir war klar, dass ich etwas tun muss", beschreibt Andreas Tölke den Moment, als er von den Zuständen vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales erfährt. Hunderte Flüchtlinge warten dort auf ihre Registrierung - oft tagelang. Viele müssen unter freiem Himmel campieren. Und Andreas Tölke tut das, was ihm naheliegend scheint: Er bietet kurzerhand Schlafplätze in seiner Wohnung an. Vielen Flüchtlingen konnte der 55-Jährige damit bereits helfen. Auch der Zahnarzt Dr. Ingo Warwas, die Schwestern Nadine und Stella Voigt und Dachdeckermeister Frank-Dagobert Müller helfen Flüchtlingen. Schnell und unbürokratisch. Ob Zahnbehandlungen, Deutschunterricht im Asylbewerberheim oder das Organisieren gebrauchter Fahrräder für Flüchtlinge. Fünf Menschen, stellvertretend für viele Deutsche, die einfach machen, statt nur zu reden. Live bei stern TV berichtet Andreas Tölke von seiner privaten Flüchtlingshilfe. Außerdem zu Gast: Der aus Ghana stammende, ehemalige Bundesligaspieler Hans Sarpei, der selbst als Flüchtlingskind nach Deutschland kam.

 

Wie sicher ist Ihr Smartphone? - So schützen Sie Ihr Handy vor Fremdzugriffen

 

Kurz ein Z mit dem Finger auf das Handy-Display gezeichnet, und schon ist es entsperrt. So genannte Mustersperren sind beliebt und sollen Smartphones zuverlässig vor Fremdzugriffen schützen. Aber wie sicher sind sie wirklich? In einer Fußgängerzone brauchte stern TV-Experte Tobias Schrödel nur wenige Sekunden, um fremde Handys zu knacken. Gemeinsam mit dem LKA Niedersachsen hat der IT-Experte eine Studie zu sicheren Mustersperren erhoben. Wie er sich Zugriff auf fremde Handys verschaffen kann und wie sich Smartphone-Besitzer davor schützen können - live bei stern TV.

 

Quelle Presseportal

Wie wollen Sie mit Sterbehilfe umgehen?

"Sterbehilfe" - Viele sind ratlos
Nur wenige Deutsche kennen die Rechtslage

Fulda (ots) - Neues Gesetz zur sogenannten "Sterbehilfe": Doch wissen die Bundesbürger, worum es dabei geht? Eine Studie zeigt: Nur 11 % der Deutschen sind richtig informiert. Eine aktuelle Befragung von Infratest im Auftrag der Deutschen PalliativStiftung ergab, dass 87 % der Bundesbürger fälschlich glauben, die Beihilfe zur Selbsttötung in Deutschland sei verboten.

Das Gegenteil ist richtig: Deutschland ist das einzige Land in Europa, in dem Beihilfe zur Selbsttötung gesetzlich nicht verboten ist. Wer falsch informiert ist, entscheidet leicht falsch. So wünschen 78 % der Befragten die Möglichkeit einer Tötung auf Verlangen - auch aktive Sterbehilfe genannt. Allerdings geht gut die Hälfte dann davon aus, dass die Hilfe von "Sterbe-Organisationen" öfter als bisher in Anspruch genommen wird. Menschen, die auf Hospize oder eine Palliativversorgung vertrauen, sehen eine Tötung auf Verlangen kritischer.

Ziel einer Gesetzesvorlage der MdBs Brand, Griese und anderer ist ein Verbot der geschäftsmäßigen Beihilfe zur Selbsttötung, damit diese nicht zu einer Normalität wird. Die Deutsche PalliativStiftung unterstützt diese Begrenzung um Patienten vor zu schnellen Schritten zu bewahren.

"Es muss mehr über die Möglichkeiten der Palliativversorgung informiert werden, damit die Menschen mit weniger Angst ihrem natürlichen Ende entgegen sehen können", regt Thomas Sitte, Vorsitzender der Deutschen PalliativStiftung an. "In weiteren Erhebungen wurden von uns Palliativexperten befragt. Diese begleiten pro Jahr rund 20.000 schwerstkranke Menschen bis zum Tod. Dabei waren die Möglichkeiten der Leidenslinderung bei Palliativpatienten hocheffektiv. Nur weniger als 0,09 % der Patienten lehnten weitere Behandlungen ab und nahmen sich das Leben." Stiftungsrat Dr. Carl Heinz Müller ergänzt: "Solche eigenständigen Palliative Care Teams der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung können durch ihre Qualität in der Begleitung zugleich eine geeignete Suizidprävention sein. Das setzt zwingend voraus, dass diese Palliative Care Versorgung für die Betroffenen ortsnah wirklich vorhanden ist."

Die Forderung des Bundesrates, Informationskampagnen über Hospizarbeit und Palliativversorgung gesetzlich zu verankern, begrüßt die Deutsche PalliativStiftung deshalb ausdrücklich.

Quelle': Presseportal Foto by obs/Deutsche PalliativStiftung/Johannes Wüller

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