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Alexandros Tallos

Alexandros Tallos

Wenn die Asylanten hier ein zu Hause finden

WAZ: Sie werden das Land verändern. Kommentar von Walter Bau zu Flüchtlingen

Essen (ots) - Sie starten in klapprigen Booten übers Mittelmeer, werden in verschweißten Lastern durch halb Europa gekarrt oder machen sich - wie gerade in Ungarn - voller Verzweiflung sogar zu Fuß über die Autobahn auf den langen Weg an ihr Ziel. Man mag die Flüchtlingsströme Richtung Europa als Chance sehen oder als Bedrohung, immer deutlicher wird: Da ist eine Bewegung in Gang gekommen, die sich auf Dauer weder von Zäunen noch von Polizeiketten aufhalten lässt - und die unsere Gesellschaft grundsätzlich verändern wird. Da sind zunächst ganz praktische Veränderungen, die kurzfristig anstehen. Schulen müssen sich einstellen auf die Flüchtlingskinder. Für Erwachsene müssen Integrationskurse organisiert werden. Unternehmen, die händeringend Arbeitskräfte suchen, werden spezielle Qualifizierungs-Kurse anbieten. Der Wohnungsbau muss ebenso auf die Neubürger reagieren wie das Gesundheitswesen. Auf Polizei, Gerichte und andere Behörden warten zusätzliche Aufgaben. Eine "nationale Aufgabe", wie die Kanzlerin zu Recht betont. All dies ist zu bewerkstelligen - wenn die westliche Politik endlich entschlossener als bislang auf den Flüchtlingsstrom reagiert. Das unwürdige Schwarze-Peter-Spiel um die Verteilung der Flüchtlinge, das die EU-Staaten immer noch betreiben, gibt allerdings wenig Anlass zu Optimismus. Zumal die langfristigen Auswirkungen der Flüchtlingszuwanderung, nämlich jene auf gesellschaftlicher und kultureller Ebene, noch erheblich gravierender sein dürften. Deutschland hat sich schwer getan - und tut sich immer noch schwer - mit der Integration der so genannten "Gastarbeiter". Dabei wurden Fehler gemacht, auf beiden Seiten - Ausgrenzung, Parallelgesellschaften, Assimilierungsdruck oder Ghettoisierung sind einige der Folgen, die man auch und gerade im Ruhrgebiet kennt. Mit der Zuwanderung Hunderttausender Flüchtlinge - vertrieben, traumatisiert, aus einem gänzlich anderen Kulturkreis - steht die Gesellschaft vor einer Veränderung, deren Ausmaß noch gar nicht abzuschätzen ist.

 

Quelle: presseportal  Foto by flickr/Kristen Wheatley

Deutsche haben ein Herz für Flüchtlinge

Stuttgarter Zeitung: Deutsche zeigen sich spendenfreudig gegenüber den Flüchtlingen

Stuttgart (ots) - Zur Bewältigung der Flüchtlingskrise haben die großen Hilfsorganisationen in Zusammenarbeit mit den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern schon mehr als eine Million Euro gesammelt. Nach Informationen der "Stuttgarter Zeitung" (Samstagausgabe) hat das "Aktionsbündnis Katastrophenhilfe" von vier großen Hilfswerken vom 25. August bis zum 4. September mehr als 600.000 Euro an Einnahmen allein über die ZDF-Spendentafel verzeichnet.

"Das ist ein sehr schönes Ergebnis - es zeigt, dass die Menschen vom Schicksal der Flüchtlinge berührt sind, obwohl diese seit Monaten im Blickpunkt stehen", sagte die Sprecherin des Bündnisses, Svenja Koch. Es sei sogar vergleichbar mit dem Zwischenresultat nach dem Erdbeben in Nepal. Gewöhnlich ist die Spendenfreudigkeit der Deutschen nach großen Naturkatastrophen deutlich höher als zur Bewältigung kriegerischer Konflikte. Dem Aktionsbündnis gehören Caritas International, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie Katastrophenhilfe und Unicef Deutschland an.

Gemeinsam mit der ARD werben zwei Allianzen um Spendengelder: Die "Aktion Deutschland hilft" - ein Zusammenschluss von zwei Dutzend Hilfsorganisationen - hat vom 26. August bis 2. September allein über die ARD-Spendentafel 390.000 Euro eingeworben. Wenn man die eigenen Kommunikationswege hinzurechne, beliefen sich die Einnahmen in dem Zeitraum auf 1,1 Millionen Euro, sagte die Geschäftsführerin Manuela Roßbach der "Stuttgarter Zeitung".

Das "Bündnis Entwicklung hilft", das sieben Hilfswerke umfasst, hat seit dem 27. August 610.000 Euro an Spenden erhalten, wie am Donnerstag auf einer Pressekonferenz verkündet worden war.

 

Quelle: presseportal  Foto by flickr/Caruso Pinguin

Wie verhält sich Russland in Syrien?

Allg. Zeitung Mainz: Kooperativ Kommentar zu Russland im Syrienkonflikt von Friedrich Roeingh

Mainz (ots) - Ist das der erste reale Hoffnungsschimmer in diesem elenden Mehrfrontenkrieg, der den gesamten Nahen Osten durcheinandergewirbelt und Europa eine Flüchtlingsbewegung ungeahnten Ausmaßes beschert hat? Es lohnt sich auf jeden Fall genauer hinzuschauen, wenn nun offenbar auch Russland aktiv in den Syrien-Konflikt eingreifen will. Nicht die Amerikaner drängen Putin dazu, sich an einem Lösungsversuch zu beteiligen, der zwingend die (schiitische) Regionalmacht Iran und die (sunnitische) Regionalmacht Saudi-Arabien einschließen muss. Nein, Wladimir Putin selbst drängt mit einem mal auf eine solche Lösung. Auch wenn man mit voreiligen Erwartungen vorsichtig sein sollte. Schon in den Verhandlungen um die Aufhebung des Iran-Embargos hat Russland eine Schlüsselrolle gespielt. In der Syrien-Krise gilt es nun, sich zwei Interessen Russlands zunutze zu machen. Anscheinend ist Putin bereit, sich an der Bekämpfung des Islamischen Staates zu beteiligen. Schließlich könnte die wachsende Zahl der IS-Dschihadisten aus Zentralasien und dem Kaukasus eines Tages in ihre Heimat zurückkehren. Zum anderen sucht der Kremlchef die dringend benötigte Entspannung mit dem Westen offenbar zunächst jenseits des Ukraine-Konflikts. Weitgehend unbemerkt hat die russische Führung zwischenzeitlich nicht nur mit Teheran, sondern auch mit Saudi-Arabien den Gesprächsfaden aufgenommen. Dabei setzt sie offenbar die amerikanische Regierung regelmäßig ins Bild. Das ist sogar schon etwas mehr als ein Hoffnungsschimmer.

 

Quelle: presseportal  Foto by flickr/Jean & Nathalie

Duell der Supermarkt-Giganten: "ZDFzeit: REWE gegen EDEKA"

ZDFzeit will wissen, wer von beiden ist der bessere Supermarkt in Deutschland. In der Dokumentation testen wir unter anderem: Wer ist günstiger, wer bietet mehr, wer ist fairer? 

 

Mainz (ots) - Wer bietet mehr Auswahl, wer ist günstiger, wer geht fairer mit Zulieferern und Mitarbeitern um? "ZDFzeit" will es wissen und vergleicht das Angebot der Supermarktketten REWE und EDEKA. Das unterhaltsame und informative Duell der Giganten ist am Dienstag, 8. September 2015, 20.15 Uhr, im ZDF zu sehen.

 

Beim Einkaufen achten die Deutschen besonders aufs Geld. Laut einer aktuellen Studie wollen 62 Prozent der Verbraucher Lebensmittel vor allem preisgünstig einkaufen. Können REWE und EDEKA mit den Discountern mithalten? Wie ist es um das Preis-Leistungs-Verhältnis der günstigen Eigenmarken bestellt? Um das herauszufinden, checken die Autoren Franziska Boeing und Nils Büngen Angebot und Geschäftsmodell der beiden großen Supermarktketten auf Herz und Nieren. Verblüffende Laborergebnisse, ein Drei-Gänge-Menü von Sternekoch Nelson Müller im Blindtest und der volle Einsatz zweier Fußballmannschaften zum Thema Waschmittelqualität sorgen für ein ebenso informatives wie spannendes Duell.

 

Der ZDF-Test deckt dabei auch alarmierende Missstände auf. Supermärkte beschäftigen Angestellte ohne Tarifvertrag zu Niedrigstlöhnen. Eine Aushilfskraft berichtet, wie sie ohne jegliche Erfahrung und ohne Gesundheitszeugnis sofort als Fachverkäuferin an der Fleischtheke eingesetzt wurde. Das Siegel "regionale Herkunft" wirbt bei EDEKA und REWE auch für Produkte, die in Wahrheit viele Hundert Kilometer entfernt produziert worden sind. Auch die Auswertung von Hygieneproben - unter anderem an Brotregalen mit Selbstbedienung - fällt erschreckend aus. Professor Reinier Mutters von der Universität Marburg fand unter anderem Eiter- und Darmkeime in ungewöhnlicher Häufung. Im ZDF-Interview sagt der Hygiene-Spezialist: "Das hätte ich eigentlich nicht erwartet."

 

Quelle: presseportal  Foto by obs/ZDF/ZDF/Franziska Boeing

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