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Alexandros Tallos

Alexandros Tallos

Wie Dankbarkeit ihr Leben verändert

Wie Sie mit einfachen Mitteln ein besseres, gesünderes und glücklicheres Leben führen können

Dass Sie mit Ihrer selektiven Wahrnehmung Ihre komplette Gefühlswelt verändern können, ist nichts Neues. Man beschreibt das in der Psychologie mit dem Wort Priming.

Wie sehr sich dadurch aber Leben verändern lässt, selbst dann, wenn es mit den eigentlichen Affirmation überhaupt nichts zu tun hat, das sind Erkenntnisse, die sich auf den ersten Blick nicht direkt erschließen.

Richard Wiseman beschreibt in seinem Buch „wie sie in 60 Sekunden im Leben verändern“, aktuelle Studien zum Glücksempfinden. Im Vergleich waren diejenigen, die Dankbarkeit ausdrückten (tägliches Aufschreiben von fünf Dingen für die man dankbar war), am Ende glücklicher, viel optimistischer mit dem Blick auf die Zukunft, körperlich gesünder und bewegten sich auf viel mehr.

Manfred Spitzer beschrieb in seinem Buch „Aufklärung 2.0“in seinem Kapitel „ja ich kann“ mehrere klinische Studien, bei denen Schüler durch das beschäftigen mit ihnen wichtigen Werten stark in ihrem schulischen Erfolg profitieren konnte. Sehr spannend an dieser Studie war, dass es dabei nicht darum gehen, dass die Schüler sich mit den Werten für besseres Lernen oder bessere Schulzeugnisse beschäftigt haben. Die beschriebene Studie beschäftigte sich vielmehr mit der Frage, welcher Gruppe wir uns zunächst zugehörig fühlen und was daraus für unser Leben und unsere Gefühle folgt.

Zu welcher Gruppe gehöre ich?

„Wenn ich beispielsweise zu  den Dicken gehöre und Dicke nun mal schlecht im Sport sind, dann werde ich nicht nur durch jede eigene sportliche Leistung gedemütigt, sondern auch durch jede Beobachtung von mir bei anderen Dicken. Und wenn ich zu den mathematisch unbegabten gehöre, dann bin ich eben schlecht in Mathematik. Und wenn ich gar ein Mädchen bin, dann bin ich sowieso schlecht in diesem Fach“. Je ähnlicher uns jemand ist, desto eher empfinden wir mit ihm, das trifft für positive aber auch für negative Emotionen zu.

Diese Vorurteile führen nach einer kanadischen Studie letztlich dazu, dass sich Wahrheiten verselbstständigen und dazu führen, dass man seiner eigenen Vorstellung auch entspricht. In der Psychologie spricht man daher von „self fulfilling prophecys“ – also von sich selbst erfüllenden Prophezeiungen. Die Autoren der Studie konnten aber zeigen, dass auch vergleichsweise kleine abschwächende Eingriffe in die Welt der negativen Vorurteile einer Person zu lang anhaltenden Effekten führten konnten.

Es ist also nicht egal, was jemand über sich denkt

„Wer schlecht über sich denkt, antizipiert eigenes Versagen, gerät dadurch in Stress und versagt schließlich tatsächlich. Diese Abwärtsspirale findet in der schulischen Realität statt: „Ich bin dick und unsportlich“, „ich bin ein Mädchen und schlecht in Mathe“ oder „ich bin ein Schwarzer und bin dumm und faul“ sind typische solcher Vorurteile, deren negativer Effekt auf die entsprechenden Leistungen nachgewiesen wurde..: Gelegentliche kleine, aber ernsthaft gemeinte Episoden der Selbstbejahung können zu einer Art Domino-Effekt führen, das heißt, lang anhaltend sein und die Spirale der negativen Selbstbewertung und der daraus folgenden negativen Leistungen durchbrechen. Es kann ohne großen Aufwand zu einer Aufwärtsspirale kommen, zu besseren Leistungen, in der Folge zu einem besseren Selbstbild und damit zu nachhaltig besseren Leistungen“.1

Es geht dabei nicht einmal um den Bereich, in dem Sie Defizite haben

Dabei muss die Selbstbejahung nicht einmal den Bereich betreffen, um den es augenscheinlich geht. Vielmehr ist es wichtig, darauf zu achten, dass Sie einen Bereich auswählen, der der betreffenden Person wirklich wichtig ist.

Erstellen Sie also am besten noch heute eine Werteliste, von Bereichen, die Ihnen wirklich wichtig sind. Diese können sportliche Fähigkeiten sein, aber auch künstlerische Fähigkeiten, gute Schulnoten, Kreativität, Unabhängigkeit, Leben im Moment, Gruppenzugehörigkeit, Musik, Politik Religion, Humor oder was Ihnen sonst noch einfällt und beginnen Sie ein wöchentliches Ritual – schreiben Sie in einigen Sätzen auf, warum der von Ihnen herausgesuchte Wert für Sie so eine große Bedeutung hat und was Sie damit verbinden. Bleiben Sie am Ball und wiederholen Sie diese Übung in wöchentlichen oder 2-wöchentlichen Abständen und Sie werden erleben, wie sich ganz unbewusst auch andere Bereiche in Ihrem Leben verändern, ohne dass Sie diese bewusst angesprochen oder ausgesprochen haben. Lassen Sie das „Wunder“ geschehen und verändern Sie Ihr Leben sehr einfach und nachhaltig zu einem besseren und wertvollerem Leben, dass Sie sich schon immer gewünscht haben.

 

Foto by flickr/grauphilter

 

1 M.Spitzer: Ja, ich kann! (Aufklärung 2.0)

Wenn sich Geschichte wiederholt

Merkels Entscheidung - ein Gebot der Menschlichkeit

Düsseldorf (ots) - Der Anblick der Züge mit Tausenden Asylbewerbern weckt tiefe emotionale Erinnerungen. Im Juli 1989 kamen viele DDR-Bürger aus Prag per Bahn im Westen an. Kurz darauf richtete Bayern ein Notaufnahmelager für DDR-Flüchtlinge ein. Fast auf den Tag genau vor 26 Jahren gewährte Ungarn den dort ausharrenden Ostdeutschen die Ausreise über Österreich in die Bundesrepublik. Es war ein zutiefst humanitärer Akt, ohne den die Lage vermutlich außer Kontrolle geraten wäre. In gewisser Hinsicht wiederholt sich nun die Geschichte, auch wenn Ungarn für Asylbewerber mittlerweile zum Alptraum geworden ist. Die Erleichterung, es geschafft zu haben, steht den Neuankömmlingen ins Gesicht geschrieben. Zweifellos ist die Entscheidung von Angela Merkel richtig. Es war ein Gebot der Menschlichkeit. Das Dubliner Abkommen, wonach Flüchtlinge in dem EU-Land bleiben sollen, in dem sie zuerst ankommen, ist ohnehin mausetot. In der Praxis hält sich kaum noch jemand daran. Wahr ist allerdings auch, dass Emotionen auf Dauer keine Probleme lösen. Man mag die CSU für kaltherzig halten, weil sie Merkels Entschluss kritisiert. Der Einwand, nun werde es erst recht zu einem Flüchtlingsansturm auf Deutschland kommen, lässt sich nicht so leicht vom Tisch wischen. Vor diesem Hintergrund besteht dringender europäischer Handlungsbedarf. Nach allem, was am Wochenende durchgesickert ist, plant die EU-Kommission, jene Länder zur Kasse zu bitten, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollen. Womöglich ist das der bessere Weg als auf starre Aufnahmequoten zu pochen. Selbst wenn es sie gäbe, ist noch lange nicht gesagt, dass sich auch die Flüchtlinge daran halten. Deutschland steht ja bei Asylbewerbern nicht nur deshalb so hoch im Kurs, weil hier die Wirtschaft gut funktioniert, toll Fußball gespielt wird und die Willkommenkultur (immer noch) bewundernswert ist. Die Anziehungskraft hat vor allem mit den schon hier lebenden Landsleuten zu tun. Zur Mitte des Jahres waren allein 160 000 Menschen aus Syrien in Deutschland registriert. Das sind 160 000 Verwandte - und Möglichkeiten, leichter in Deutschland Fuß zu fassen als anderswo. Wer sich einmal von Syrien nach Deutschland durchgeschlagen hat, der wird sich auf Dauer nicht davon abhalten lassen, von Polen oder Tschechien aus zu uns zu gelangen. Dies ist die eigentliche Herausforderung für Deutschland.

Quelle presseportal Foto by flickr/Philipp

Gerangel um den Posten des Vorstandschef bei VW

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Piëch verhindert Winterkorn als Chefkontrolleur Kuhhandel Andrea Frühauf


Bielefeld (ots) - Dass der VW-Patriarch Ferdinand Piëch nach seinem verlorenen Machtkampf gegen VW-Vorstandschef Martin Winterkorn als Strippenzieher abtreten würde, konnte sich damals eigentlich niemand vorstellen. Weil der knorrige 78-jährige Enkel von Ferdinand Porsche immer neue Attacken zur Entmachtung des VW-Topmanagers eingefädelt hatte, hatte das Präsidium des Aufsichtsrats damals ausgerechnet Piëch das Vertrauen entzogen. Doch nun stellt sich heraus, dass Piëch sich offenbar hinter den Kulissen doch durchsetzte und zumindest verhinderte, dass Winterkorn (68) als Chefkontrolleur und damit als Piëchs Nachfolger an die Spitze des VW-Aufsichtsrates rücken würde. Eigentlich sollte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch (64) den Vorstandsvorsitz übernehmen. Weil Piëch gegen den Plan intervenierte, wurden die Rollen getauscht. Offenbar ein Kuhhandel. Pötsch wird nun also Winterkorn kontrollieren. Damit ist klar: Spätestens ab 2019 ist für Winterkorn Schluss bei VW.

Quelle presseportal Foto by flickr/AUDI AG

Mathe Lehrer sind Mangelware

WAZ: Mehr Mathematik und Technik. Kommentar von Wilfried Goebels zum Lehrermangel


Essen (ots) - Das Ausland beneidet uns um das duale Ausbildungssystem in Betrieb und Berufskolleg. Der dauerhafte Fehlbedarf an Lehrern in gewerblich-technischen Fächern aber gefährdet den langfristigen Erfolg bei der Ausbildung qualifizierter Fachkräfte. Was sind die Ursachen? Seit Jahren fällt an den Schulen zu häufig der Unterricht in naturwissenschaftlichen Fächern aus. Wer Interesse für Technik wecken will, muss damit aber in der Schule früh anfangen. Ohne technische und mathematische Grundbildung wird ein Fachstudium später zur unlösbaren Aufgabe. Damit beginnt der Teufelskreis. Fehlen Technik-Studenten und Technik-Lehrer, leidet die duale Ausbildung. Der Fachkräftemangel ist programmiert. Mathematik und Naturwissenschaften müssen wieder einen höheren Stellenwert an den sozialwissenschaftlich dominierten Schulen genießen. Zur Wahrheit gehört: Der Kurswechsel an unseren Schulen hin zu mehr Pflichtunterricht in technischen Fächern ist nicht von heute auf morgen zu meistern, weil das Lehrpersonal fehlt. Ministerin Löhrmann wäre gut beraten, vorübergehend Ausbilder aus der Wirtschaft als "Hilfslehrer" anzuwerben, um Lücken im Unterricht zu füllen.

Quelle presseportal Foto by flickr/Bob Cotter

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