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Alexandros Tallos

Alexandros Tallos

Studie: Deutsche Industrie forscht und entwickelt zu konservativ

Ein bisschen mehr Power sollte die Industrie vorlegen

Köngen (ots) - Fast zwei Drittel der deutschen Industrie-Unternehmen bezeichnen sich selbst als Innovations-Vorreiter. An sogenannten disruptiven Innovationen, die ganz neue Geschäftsmodelle ermöglichen, arbeitet bisher jedoch kaum eine Firma. Noch immer stehen die klassischen Produktinnovationen ganz oben auf der Agenda der Entwicklungsabteilungen. Das zeigt die Innovationsstudie 2015 der Unternehmensberatung Staufen. Mehr als 150 deutsche Industrieunternehmen wurden dazu befragt.

70 Prozent der Firmen arbeiten derzeit intensiv an Produktneuheiten. Bei 44 Prozent wird zudem an neuen Systemen und Prozessen geforscht. Aber lediglich 18 Prozent befassen sich auch mit möglichen neuen Geschäftsmodellen.

"Bei den Unternehmen herrscht in der Innovationsarbeit derzeit eine große Unsicherheit. Sie wissen, Industrie 4.0 und Digitalisierung werden auch ihre Branche massiv verändern. Aber sie wissen nicht, wie sie diese Themen angehen sollen und sich mit Innovationen auf die neue Zeit vorbereiten können", sagt Martin Haas, Vorstand der Unternehmensberatung Staufen. "Begriffe wie 'disruptive Innovationen' sorgen gerade bei mittelständischen Firmen für große Ratlosigkeit."

Bis auf wenige Ausnahmen setzen die Unternehmen daher weiter auf sogenannte inkrementelle Innovationen. Sie verbessern bestehende Produkte und Technologien oder machen diese günstiger und effizienter. "Doch das reicht für die Firmen heute nicht mehr. Sie müssen sich in der Innovationsarbeit damit beschäftigen, wie disruptive Innovationen ihren Markt umkrempeln und ihm neue Gesetze geben können. Es gilt, einen Blick zu haben auf solche Entwicklungen, mögen sie auf den ersten Blick noch so unrealistisch und unbrauchbar erscheinen", so Martin Haas.

Solche Innovationen selbst zu entwickeln, bevor es zu spät ist, wird daher auch für mittelständische Unternehmen überlebenswichtig. Wenn auch viele noch nicht so weit sind - die Ausgangslage für die deutsche Industrie ist gut: Mit Apple, Google und Co. verbindet sie die unbedingte Leidenschaft, innovativ zu sein. So bezeichnen sich insgesamt 62 Prozent der Unternehmen als Innovations-Vorreiter. Nur jede dritte Firma lässt lieber der Konkurrenz den Vortritt und zieht dann nach.

Auf dem Innovationsforum DEUTSCHE INDUSTRIE am 3. und 4. November in Stuttgart zeigen Experten aus Unternehmen und Wissenschaft, wie die mittelständische Industrie schneller und besser neue Produkte, Services oder Geschäftsmodelle zur Marktreife bringen kann. Zugleich wird zum ersten Mal der "Innovations-Preis DEUTSCHE INDUSTRIE" verliehen. Ausgezeichnet werden dabei herausragende, anwendungsnahe Neuerungen von Mittelständlern. Schirmherr ist Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg.

Quelle presseportal 

Neues Großprojekt des DFB

Präsidium beschließt: 109 Millionen Euro für Bau des neuen DFB

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat dem Architektenvertrag zum Bau der neuen DFB-Zentrale in Frankfurt am Main zugestimmt und ein Gesamtbudget in Höhe von 109 Millionen Euro für die künftige Verbandsverwaltung, die geplante Akademie und das Ausrüstungsdepot beschlossen. Die Anpassung des ursprünglich geplanten Finanzbedarfs in Höhe von 89 Millionen Euro resultiert vor allem aus der Errichtung einer Fußballhalle. Daneben wird dem gestiegenen Platzbedarf der DFB-Zentralverwaltung mit weiteren 60 Arbeitsplätzen Rechnung getragen.

Die optionale Errichtung einer Fußballhalle war im Entwurf des Architektenbüros kadawittfeld, der am 1. Juni öffentlich vorgestellt wurde, von Beginn an integriert. Das Präsidium hat sich für die direkte Umsetzung ausgesprochen, weil ein späterer Bau zusätzliche Kosten verursachen und zu einer Beeinträchtigung der Nutzung des Areals führen würde. Maßgeblich war dabei für die Präsidiumsmitglieder die klare Empfehlung der sportlichen Leitung, die in der Fußballhalle einen hohen Mehrwert sieht. Mit ihr entstehen ganzjährig zusätzliche Möglichkeiten in der Trainingsarbeit. Weil die Halle von Anfang an in den Entwürfen berücksichtigt war, bleiben die Erweiterungsfläche weiterhin frei und rund 75 Prozent des Areals grün.

Oliver Bierhoff, der zum 1. Juli die Projektleitung von DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock übernommen hat, erklärt: “Das gesamte Projekt steht unter der Maßgabe, unter einem Dach optimale Bedingungen für die Sportler und die Entwicklung des Fußballs zu schaffen. Die Investition in eine Halle zahlt sich aus, weil sie zusätzliche Möglichkeiten für die Arbeit unserer Trainer, Talente und Schiedsrichter schafft. Mit dem Beschluss des Präsidiums können wir den eingeschlagenen Weg fortsetzen und die Umsetzung dieses einzigartigen Projektes weiter vorantreiben.”

DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel sagt: “Durch die direkte Umsetzung der Fußballhalle können wir wirtschaftlich deutlich effizienter bauen, als dies in einem späteren Bauabschnitt der Fall wäre. Wir können das gestiegene Budget solide und aus eigener Kraft finanzieren. Es ist eine Investition in die Zukunft des deutschen Fußballs, denn neben der Spitzenförderung wird es viele positive Effekte für den gesamten ehrenamtlich geführten Amateurfußball in Deutschland geben.”

Für das Gesamtprojekt hat das DFB-Präsidium einen Lenkungskreis eingesetzt, der die baulichen, inhaltlichen und finanziellen Maßnahmen überwacht. Mitglieder des Lenkungskreises sind DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (Leitung), DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel, DFB-Vizepräsident Peter Frymuth, DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock und Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung. Projektleiter Oliver Bierhoff und Teilprojektleiter Hansi Flick berichten dem Lenkungskreis.

 

Quelle presseportal Foto flickr/Günter Hentschel

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Phoenix bringt Doku über Syrien

phoenix Thema: Schlachtfeld Syrien - Dienstag, 15. September 2015, 10.15 Uhr

Bonn (ots) - Der Krieg in Syrien geht ins fünfte Jahr. Mehr als 200.000 Todesopfer sind bislang zu beklagen. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Während die Grausamkeit der Kriegsparteien keine Grenzen kennt, herrscht in der internationalen Staatengemeinschaft Ratlosigkeit. Im phoenix Thema "Schlachtfeld Syrien" diskutiert Moderator Klaus Weidmann mit dem Sicherheitsexperten Klaus Olshausen und Christian-Peter Hanelt von der Bertelsmann Stiftung über Ursachen und mögliche Lösungsstrategien.

Die Situation in Syrien ist kaum mehr zu überblicken: An mehreren Fronten kämpfen verschieden Gruppierungen gegeneinander und gegen das Assad-Regime. Die Kurden kontrollieren den Norden, der IS weite Teile des Ostens und im Westen des Landes kämpfen die syrische Regierung und die Opposition um die Vorherrschaft. Die USA und die Türkei greifen mit Luftangriffen in das Geschehen ein, während Länder wie der Iran und Saudi-Arabien geheimdienstlich intervenieren. Nun hat auch Russland angekündigt, seine Militärpräsenz in Syrien aufzustocken.

Ist Syrien ein Land ohne Hoffnung? Wer kämpft gegen wen? Wie kann ein weiterer Exodus verhindert werden und welche diplomatischen und militärischen Strategien würden dazu beitragen, den Konflikt zu beenden?

 

Quelle presseportal Foto flickr/Evgeni Zotov

Porsche will Autofabrik der Zukunft bauen

Wenn die Autobauer nun doch Farbe bekennen und auf Elektro umstellen

Stuttgart (ots) - Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche plant als siebte Baureihe ein Elektroauto. Für die ab 2020 angestrebte Produktion des Fahrzeugs soll eine Fabrik der Zukunft nach dem Modell der sogenannten Industrie 4.0 am Standort Stuttgart-Zuffenhausen errichtet werden, wie der Porsche-Gesamtbetriebsratschef Uwe Hück im Interview der "Stuttgarter Zeitung" (Samstagausgabe) sagte. Bis Dezember sollen die Verhandlungen von Vorstand und Gesamtbetriebsrat über ein Konzept für das sogenannte Projekt "Zeitenwende" abgeschlossen sein.

"Ich möchte das Auto 2020 haben - wir brauchen die Technologie der Zukunft", sagte Hück. "Wir werden eine Fabrik in der Fabrik bauen, die Fabrik 4.0." Dabei würden die Beschäftigten von körperlicher Arbeit entlastet. Bisher seien die Roboter im Karosseriebau noch in Käfige gesperrt. Künftig würden Roboter und Menschen gemeinsam arbeiten. "Wir müssen mehr Intelligenz reinbringen, sonst können wir die hohen Löhne bei uns nicht mehr finanzieren." Das Projekt werde einen "erheblichen Beschäftigungszuwachs" bringen. Der neue Karosseriebau und weitere Vorhaben würden eine zusätzliche Investition von über einer Milliarde Euro bedeuten, kündigte Hück an.

Das IG-Metall-Mitglied drängte auch die Gewerkschaft dazu, "Denkschranken zu überwinden". Das bisherige System der Arbeitsentlastung müsse in Frage gestellt werden. Dies wäre auch eine Herausforderung für die Tarifpolitik. Als Beispiel nannte Hück die Steinkühlerpause, die es künftig in einer anderen Konstellation geben werde. "Wenn der Roboter dem Menschen Last abnimmt, braucht dieser auf Dauer andere Erholungsphasen als heute." Darüber hinaus müsse man den Kindern ehrlich sagen: "Ihr werdet nicht mit 65 in Ruhestand gehen können." Die junge Generation müsse mit Sicherheit bis 70 arbeiten.

 

Quelle presseportal Foto flickr/Christian Junker - AHKGAP

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