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Alexandros Tallos

Alexandros Tallos

Vorsicht bei Babys vor Atemstillstand

Manchmal vergessen Babys das Atmen - Kurz anpusten hilft, dann schnaufen sie reflexartig weiter

Baierbrunn (ots) - Mal hechelt das Kleine im Schlaf, mal legt es eine Atempause ein. "Für Eltern sind Atemaussetzer ein Schock. Aber keine Angst, die Atmung von Neugeborenen ist phasenweise flach, dann wieder tiefer", erklärt der Berliner Kinder- und Jugendarzt Jakob Maske im Apothekenmagazin "Baby und Familie". Die meist ungefährlichen Atemaussetzer dauern bis zehn Sekunden. Manche Babys vergessen das Atmen, wenn sie sich beim Trinken verschluckt haben. Tipp für die Eltern: Pusten Sie dem Baby ins Gesicht, dann holt es reflexartig Luft. Zum Arzt sollten Sie bei längeren Aussetzern gehen und wenn Finger oder Gesicht bläulich anlaufen. Das ist ein Hinweis auf Sauerstoffmangel.

Quelle presseportal/Apothekenmagazin   Foto by flickr/Miriam

Was war das mit Xavier?

Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Xavier Naidoo

Bielefeld (ots) - Kein bisschen Frieden beim European Song Contest: Nach heftigen Protesten im Internet will der NDR Xavier Naidoo doch nicht zum ESC nach Stockholm schicken. Der Vorgang ist ein Paradebeispiel für Ungeschick, Feigheit und Vorverurteilung. Die ARD hat sich bis auf die Knochen blamiert, Xavier Naidoo ist demontiert, die Scharfrichter im Internet haben triumphiert.

Es war schlicht instinktlos vom NDR, einen Mann wie Xavier Naidoo im Alleingang zu Deutschlands Vertreter beim größten Musikereignis der Welt zu bestimmen. Spätestens nach dem überschwänglich gefeierten Sieg von Conchita Wurst 2014 in Kopenhagen war klar, dass Homosexuelle in Deutschland die eigenmächtige Entscheidung des Senders für Naidoo als Affront ansehen mussten. Der Sänger erweckte in der Vergangenheit mit Liedern wie »Wo sind sie jetzt« und unsäglichen Zeilen wie »Ihr habt einfach keine Größe und eure kleinen Schwänze nicht im Griff« den Eindruck der Schwulenfeindlichkeit. Weil gerade die schwule Community den ESC liebt, ist für sie ein Mann wie Naidoo ein rotes Tuch. Andere wiederum halten den Künstler für einen deutschtümelnden politischen Wirrkopf.

Der NDR scheint sich mit diesem Hintergrund nicht oder zu wenig auseinandergesetzt zu haben. Das war fahrlässig und dafür hat der Sender im Internet die Quittung bekommen. Feigheit müssen sich die Verantwortlichen dafür vorwerfen lassen, dass sie Naidoo wieder eiskalt abservierten, um den eigenen Imageschaden nicht noch größer werden zu lassen. Statt an der Argumentation festzuhalten, man habe einen sehr guten Sänger mit herausragender Bühnenpräsenz gesucht, wollen sie nun plötzlich mit dem Gescholtenen nichts mehr zu tun haben.

In den vergangenen Tagen wurde deutlich, dass Naidoo von Anfang an keine Chance hatte. Der Rückhalt im Sender war nur vorgeschoben, und der Mob im Internet ist nicht bereit, ihm eine zweite Chance zu geben. Naidoo betonte, er habe sich von der Bewegung der »Reichsbürger« distanziert und stehe für ein buntes, weltoffenes Deutschland. Im Internet, dem Golgotha der Moderne, wo unbequeme, schon einmal negativ aufgefallene und politisch unkorrekte Zeitgenossen ans digitale Kreuz geschlagen werden, wollte man das nicht hören. Das Urteil über Naidoo stand fest, und neben den Homosexuellen, die die Wahl Naidoos aufregte, spielten sich wie bei jedem Shitstorm viele Trittbrettfahrer als selbstgerechte Scharfrichter auf.

Im Internet geht esvielen nicht um das Abwägen des Für und Wider, sondern ums Vernichten, dort wird Diskussion oft durch Empörung ersetzt. Der Regisseur Dieter Wedel beklagte gerade die »Hetzjagden« gegen Personen: »Menschen verstecken sich in der Anonymität des Netzes und kippen kübelweise ihren Hass auf die Welt.« Auf die Welt und diesmal auf Naidoo.

Quelle presseportal  Foto by flickr/pressworld

Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt

Seehofer tut sich keinen Gefallen - Kommentar zum CSU-Parteitag

Ravensburg (ots) - Es muss nicht sein, dass die Watschen für Horst Seehofer bei der Vorsitzenden-Wahl nur dem Eindruck geschuldet war, er habe Angela Merkel in unwürdiger Weise angegriffen.

Vielleicht fehlten manchem CSU-Delegierten auch die Erfolge. Abseits starker Worte hat Seehofer in der Flüchtlingsdebatte noch nicht viele CSU-Positionen durchgesetzt. Und vielleicht wollten ihm auch Söder-Anhänger einen Denkzettel verpassen. Um diese Möglichkeiten muss man wissen, um Seehofers Reaktion einzuschätzen.

Als Merkel in ihrer Rede kein Zugeständnis machte, wurde es Seehofer offenbar zu viel. Er steigerte sich in einen Frontalangriff hinein und ließ die Kanzlerin ablaufen wie ein Schulmädchen. Die feine englische Art war das nicht, auch wenn Parteitage keine Orte zur Pflege sanfter Konversation sind.

Vor allem aber hat sich der CSU-Chef keinen Gefallen getan. Ohne die Unterstützung von Merkel, die viele CSUler noch immer auch als ihre Kanzlerin betrachten, kann Seehofer im Bund wenig durchsetzen. CDU und CSU brauchen sich gegenseitig. Deshalb hätte Seehofer besser geschwiegen.

 

Quelle presseportal  Foto by flickr/Metropolico.org

Griechenland und die Reformen

Zur Milde verdammt - Kommentar zu Griechenland

Ravensburg (ots) - Die griechische Regierung verpflichtet sich zu ein paar läppischen Reformen und alle Gläubiger sind voll des Lobes. Die einst so strengen Deutschen sind derzeit weder willens noch in der Lage, Athen zu härteren Schnitten zu drängen.

Die Bürokraten in Brüssel wollen gar nicht mehr so genau wissen, ob Griechenland die Auflagen tatsächlich erfüllt. Die links-nationalistische Regierung in Athen wiederum hat sich auf eine neue Taktik verlegt: Sie bekämpft die Sparvorgaben nicht mehr mit hitzigem Eifer.

Premier Alexis Tsipras lässt vielmehr kühl kalkulierend durchblicken, über das eine oder andere Detail noch reden zu wollen. Tsipras weiß, dass die Eurogruppe zur Milde verdammt ist. Nur wenn Athen bei der Registrierung und Unterbringung der Flüchtlinge wohlwollend mitwirkt, lässt sich die Völkerwanderung gen Westen in den Griff bekommen.

Die Türkei hat es vorgemacht, Griechenland zieht nach: Längst sind Berlin und Brüssel zu Bittstellern in der Ägäis geworden.

 

Quelle presseportal  Foto by flickr/dronepicr

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