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Reallohnindex in Deutschland gestiegen

3. Quartal 2015: Reallöhne steigen um 2,4 %, Nominallöhne um 2,6 %

Wiesbaden (ots) - Der Reallohnindex in Deutschland ist nach den Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung vom dritten Quartal 2014 bis zum dritten Quartal 2015 um durchschnittlich gut 2,4 % gestiegen. Der Nominallohnindex legte nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im gleichen Zeitraum um knapp 2,6 % zu. Diese Zunahme verblieb durch den niedrigen Anstieg des Verbraucherpreisindex von 0,1 % fast vollständig bei den Beschäftigten. Sowohl die regelmäßig gezahlten Verdienstbestandteile als auch die Sonderzahlungen trugen zu dem Lohnanstieg bei.

Wie bereits in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2015 setzte sich auch im dritten Quartal 2015 der hohe nominale Verdienstzuwachs bei Beschäftigten mit eher unterdurchschnittlichen Verdiensten fort. So lag beispielsweise zwischen dem dritten Quartal 2014 und dem dritten Quartal 2015 der Anstieg der monatlichen Bruttoverdienste bei den ungelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit + 3,9 % deutlich über dem der Beschäftigten insgesamt (+ 2,6 %). In welchem Maße die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2015 die Veränderungsraten des Nominal- beziehungsweise Reallohnindex beeinflusst haben, lässt sich auf Basis der vorliegenden Daten nicht quantifizieren.

Aufgrund der Entwicklung der ersten drei Quartale 2015 werden für das Jahr 2015 deutliche Reallohnzuwächse erwartet. So legten in den genannten Quartalen die Nominallöhne verglichen mit den ersten drei Quartalen des Jahres 2014 um 2,8 % zu, die Verbraucherbraucherpreise stiegen um 0,2 %.

Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst eines Vollzeitbeschäftigten ohne Sonderzahlungen lag in Deutschland im dritten Quartal 2015 bei 3 624 Euro. Diese Angabe entspricht dem arithmetischen Mittel. Knapp zwei Drittel der Vollzeitbeschäftigten verdienen weniger als den gesamtwirtschaftlichen Durchschnittswert. Differenziert nach Beschäftigtengruppen bestehen deutliche Unterschiede in der Höhe der Bruttoverdienste. Während Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Energieversorgung monatlich durchschnittlich 4 867 Euro verdienten, zahlten Arbeitgeber den Beschäftigten im Gastgewerbe 2 178 Euro.

Quelle presseportal  Foto by flickr/Henry Herkula

Schwesig kompromissbereit bei Gesetz zur Lohngerechtigkeit - "Konstruktive Vorschläge" erforderlich

Mehr Lohngerechtigkeit per Gesetz?

Saarbrücken/Berlin (ots) - Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat sich kompromissbreit bei ihren umstrittenen Gesetzesplänen für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern gezeigt. "Ich bin zu Gesprächen bereit. Wer mit meinen Plänen nicht einverstanden ist, muss allerdings auch konstruktive Vorschläge machen", sagte Schwesig der "Saarbrücker Zeitung" (Montag-Ausgabe).
"Was nicht geht, ist, dass die Lohnlücke von 22 Prozent zwischen Frauen und Männern weiter ignoriert wird", erklärte Schwesig. Das sei eine der größten Ungerechtigkeiten in Deutschland.
Die Lohnlücke habe viele Ursachen, so die SPD-Politikerin. Dazu zählten Teilzeitjobs, mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber auch die Tatsache, dass typische Frauenberufe etwa im Sozialbereich generell schlechter bezahlt würden.
Neben einem Gesetz zur Lohngerechtigkeit seien daher weitere Bausteine nötig, um die Lohnlücke zu schließen, erläuterte Schwesig. Als Beispiel nannte sie das ebenfalls geplante Pflegeberufsgesetz. Mit dieser Regelung werde es Ausbildungsvergütungen geben, anstatt wie jetzt noch Schulgeld zahlen zu müssen, sagte die Ministerin.

Quelle presseportal  Foto by flickr/Dennis Skley

Warum ist die Einkommensverteilung in Deutschland so unterschiedlich?

"ZDFzeit" fragt: "Wie fair sind unsere Löhne?"

Mainz (ots) - Ein Pilot verdient zehn Mal so viel wie ein LKW-Fahrer, und Frauen verdienen im Vergleich zu Männern 20 Prozent weniger - ist das fair? Am Dienstag, 8. Dezember 2015, 20.15 Uhr, geht "ZDFzeit" der Frage nach: "Wie fair sind unsere Löhne?". Denn fest steht: Jeder Zweite findet die Einkommensverteilung in Deutschland ungerecht.

Wirtschaftlich geht es Deutschland gut, doch die Einkommensschere klafft immer weiter auseinander. Wie viel Lohn ist angemessen und gerecht? "ZDFzeit" schaut sich die Gehaltsstufen in Deutschland genauer an und trifft sechs Menschen mit unterschiedlichen Berufen und Einkommen.

"ZDFzeit" fragt bei Arbeitsmarktexperten nach, warum die Schere bei den Einkommen so groß ist, wie sich Löhne und Gehälter historisch entwickelt haben und warum sich gesellschaftliches Ansehen nicht unbedingt auf dem Lohnzettel niederschlägt. Ebenso ein Thema: das Lohngefälle zwischen Ost und West, das immer noch 25 Prozent beträgt.

Eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen zeigt: Auch wenn jeder Zweite die Einkommensverteilung für ungerecht hält, ist für 82 Prozent die Arbeitszufriedenheit wichtiger als die Höhe des Gehalts.

Quelle presseportal  Foto by obs/ZDF/ZDF/Jasper Engel

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