Log in
Alexandros Tallos

Alexandros Tallos

An einem Strang - Kritik an Grenzkontrollen unverhältnismäßig

Leitartikel von Matthias Benkenstein zur deutschen Innenpolitik in der Flüchtlingskrise

Weimar (ots) - Rot-Rot-Grün im Bund? Bitte nicht. Zu dieser Meinung muss man zwangsläufig kommen, wenn man sieht, wie sich Teile von Grünen und Linken derzeit in der Flüchtlingskrise verhalten. Die zeitweise Einführung von Grenzkontrollen wird scharf kritisiert. Linkspartei-Chef Riexinger wirft der Bundesregierung gar "unfassbaren Egoismus" vor.

Klar, Kontrollen sind nicht der Weisheit letzter Schluss. Einige Grenzbeamte können die Flüchtlingswelle nicht stoppen. Doch war dieser Schritt jetzt angesichts der harten Fakten unumgänglich. Die Kanzlerin musste einsehen, dass sie sich mit ihrem "Wir schaffen das" zu weit aus dem Fenster gelehnt hat. Das kann man kritisieren, doch ist ihr zugutezuhalten, dass sich ihre Politik doch noch der Realität angenähert hat. Auch für die Regierung ist es eine noch nie dagewesene Situation, für die niemand eine vorgefertigte Lösung hat - sonst wäre sie schon längst in die Tat umgesetzt.

Die Kritik von Grünen und Linken ist deshalb unverhältnismäßig. Denn wie würden sie handeln, wenn sie an der Macht wären? Was ist die Alternative? Die Arme noch weiter ausbreiten für Ausländer, ohne an die Folgen zu denken? Einen Winterabschiebestopp à la Thüringen? Wie würden sie das all den überforderten Bürgermeistern, Polizisten, Helfern und Bürgern erklären?

Recht hat der Grünen-Vorsitzende Özdemir, wenn er Solidarität innerhalb der Europäischen Union fordert. Doch warum will er sich innerhalb Deutschlands nicht an das Motto "Alle ziehen an einem Strang" halten? Jetzt ist nicht die Zeit für parteipolitische Profilierungen, sondern die Zeit, das Flüchtlingsproblem als gemeinsame Aufgabe zu begreifen, zu einem raschen Konsens zu finden. Klar, unterschiedliche Lösungsansätze wird es immer geben. Doch bei bestimmten Dingen liegt es einfach auf der Hand, dass sie gemeinsam angepackt werden müssen.


Quelle presseportal  Foto by flickr/Malte Hempel

Eon fehlen laut Gutachten mindestens neun Milliarden an Atom-Rückstellungen

Es war klar, dass der Ausstieg teuer werden würde. Aber die neuesten Zahlen erschrecken die Stromriesen

Düsseldorf (ots) - Die Energieriesen Eon und RWE haben besonders große Lücken beim Stresstest zum Atomausstieg. Dem Eon-Konzern, der bisher gut 16 Milliarden Euro zurückgelegt hat, fehlen laut dem Gutachten-Entwurf neun bis 12 Milliarden Euro, wie die "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Berliner Kreise berichtet. Dem RWE-Konzern, der bisher Atomrückstellungen von gut zehn Milliarden Euro gebildet hat, fehlen demnach 7,5 bis zehn Milliarden Euro. EnBW und Vattenfall kommen ebenfalls auf Milliarden-Lücken.


Quelle presseportal  Foto by flickr/Wolfgang Staudt

Die richtigen Signale - Facebook ist kein rechtsfreier Raum

Kommentar von Nicole Richter zu den Hass-Mails und der rassistischen Hetze auf Facebook

Weimar (ots) - Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Selbstkontrolle, eine Einsatzgruppe gegen Hasskommentare, eine Kampagne für Gegenargumentation zu Fremdenfeindlichkeit - das will Facebook jetzt umsetzen. Klingt gut. Doch nun sind auch die Anderen gefordert, sind Strafbehörden gefragt. Denn strafrechtlich betrachtet waren Hasspredigen schon immer ein klarer Fall. Erfüllen sie den Strafbestand der Volksverhetzung, ist die Staatsanwaltschaft zur Strafverfolgung verpflichtet. Facebook als Plattform macht sich mit strafbar. Klar, dass das Unternehmen nun reagierte. Schritt zwei heißt jetzt zwingend: Nach Melden und Löschen braucht es Ermitteln und Anklagen. Und das wiederum braucht Personal. Von den Grünen im EU-Parlament gab es die Idee einer Extraabteilung bei Europol. Eine solche könnte Signale setzen: Seht her, wieder einer, schaut, was wir mit dem machen. Sicher, Hetzpost-Hardliner dürfte das kaum abhalten. Trotz Knasts gibt es noch immer Ladendiebe. Dennoch sind es die richtigen Signale: Nämlich, dass soziale Netzwerke kein rechtsfreier Raum sind, wo alles möglich ist.


Quelle presseportal  Foto by flickr/Robert Scoble

Robotik-Fachhändler noDNA startet Crowdinvesting

noDNA-Geschäftsführer Robert Dotzauer und Janos S. Konetschni mit einem Roboter

Der Robotik-Fachhändler noDNA (www.nodna.de) aus Ismaning bei München ist Europas größter Robotik Onlinehändler im Bereich Bildung und Forschung. noDNA startet heute auf der Crowdinvestingplattform Companisto eine Finanzierungsrunde für ein Venture Loan mit einer Festverzinsung von 8% jährlich. Der Onlineversand noDNA wurde 2001 gegründet und hat aktuell einen Umsatz von 600.000EUR und ist profitabel. Das Unternehmen handelt mit Komponenten und Komplettsystemen aus den Bereichen Robotik sowie künstlicher Intelligenz. Kunden sind Universitäten und Forschungseinrichtungen, Luft- und Raumfahrt, Filmindustrie, aber auch private Endkunden. Mit dem Kapital sollen Service und Kundenstamm ausgebaut werden. Geplant sind auch Entwicklung und Produktion eigener Roboterbausätze sowie eines Roboterarmes für die Forschung. Auf Companisto.com schließen sich viele Personen über das Internet zusammen, um sich mit Risikokapital an Wachstumsunternehmen zu beteiligen.

Robotik ist ein Wachstumsmarkt - noDNA liefert von Ismaning bei München aus in die ganze Welt

noDNA-Geschäftsführer Robert Dotzauer war schon immer von Robotik fasziniert: Als sich 2014 die Chance ergab, den seit 2001 bestehenden Robotik-Fachhändler zu übernehmen, griff der studierte Betriebswirt sofort zu. "Roboter begegnen uns nicht nur auf der Kinoleinwand, sondern immer mehr auch im Alltag. Allein von 2010 bis 2014 stieg der deutsche Umsatz laut dem Fachverband Robotik+Automation von 2,0 Mrd. auf 3,2 Mrd. Euro, was einem Plus von 60% entspricht", so Dotzauer. Das E-Commerce-Unternehmen erzeugt Umsatz durch den Handel mit Komponenten und Komplettsystemen aus den Bereichen Robotik sowie künstlicher Intelligenz. Motoren und Servomotoren aller Art, Chassis für Roboterbau, Sensoren und kleinere Komponenten (z.B. Kabel) sowie 3D-Drucker sind ebenfalls im Sortiment. 70% des Umsatzes werden mit Universitäten und Großkunden erzielt.

Crowd-Capital soll Entwicklung eines Roboterarms sowie einer Roboterplattform ermöglichen

noDNA beliefert dabei Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen namhafter Unternehmen wie z.B. Siemens, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt oder das Fraunhofer Institut. Das Unternehmen sucht dazu weltweit nach innovativer Robotik-Technik und vermarktet diese teilweise als Exklusivhändler. Das Crowd-Capital soll auch der Entwicklung eigener Roboter made in Germany dienen: Robert Dotzauer hat einen Marktbedarf von größeren Roboterarmen mit intelligenter Steuerung für Forschungs- und Entwicklungsprojekte festgestellt. Die Entwicklung zum Serienmodell soll mithilfe der Investoren realisiert werden. Ein weiteres Projekt ist die Entwicklung einer Roboterplattform, die mit den gewünschten Komponenten individuell an die Anforderungen von Universitäten und Forschungseinrichtungen angepasst werden kann.

Quelle presseportal  Foto by obs/Companisto

Diesen RSS-Feed abonnieren

Dortmund

Banner 468 x 60 px