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Alexandros Tallos

Alexandros Tallos

ARD-DeutschlandTrend Oktober 2015

Sonntagsfrage: Union verliert leicht, Merkel büßt an Beliebtheit ein, Seehofer legt zu

Köln (ots) - In der Sonntagsfrage verliert die Union im Vergleich zum Vormonat  2 Punkte und kommt auf 40 Prozent. Die SPD kommt auf 24 Prozent (+/-0 Punkte im Vergleich zum September-DeutschlandTrend). Die Grünen  erreichen 10 Prozent (-2), die Linke 9 Prozent (+1). Die FDP erreicht 5 Prozent (+1), die AfD 6 Prozent (+2). Für die Sonntagsfrage im  Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut  Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.501  Wahlberechtigte bundesweit befragt.  Deutliche Veränderungen binnen eines Monats zeigen sich in der  Beurteilung der wichtigen bundespolitischen Akteure, allen voran der  Bundesregierung. 48 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der  Bundesregierung zufrieden bzw. sehr zufrieden. Das sind 5 Punkte  weniger als im Vormonat. 51 Prozent sind weniger bzw. gar nicht  zufrieden. Das sind 7 Punkte mehr als im Vormonat. Erstmals seit März 2014 überwiegt die Unzufriedenheit mit der Regierungskoalition.  Auf Platz eins der Liste der beliebtesten Politiker liegt  Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit 65 Prozent Zustimmung. Das  sind 7 Punkte weniger als im Vormonat. Es folgt Finanzminister  Wolfgang Schäuble. 64 Prozent der Befragten (-5) sind mit seiner  Arbeit zufrieden bzw. sehr zufrieden. Bundeskanzlerin Angela Merkel  verliert im Vergleich zum Vormonat 9 Punkte und erreicht 54 Prozent  Zustimmung. Das ist ihr schlechtestes Ergebnis seit Dezember 2011  (damals ebenfalls 54 Prozent Zustimmung). Wirtschaftsminister Sigmar  Gabriel kommt auf 47 Prozent Zustimmung (-1). Der  Noch-Fraktionsvorsitzende der Linkspartei Gregor Gysi erreicht 45  Prozent (+1) und Familienministerin Manuela Schwesig 40 Prozent (-2). Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer legt um 11 Punkte zu auf 39  Prozent. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen erreicht 39  Prozent Zustimmung (-6) und Innenminister Thomas de Maizière 39  Prozent Zustimmung (-1).   Befragungsdaten - Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren - Fallzahl: 1.001 Befragte, Sonntagsfrage: 1501 Befragte - Erhebungszeitraum: 28.9.2015 bis 29.9.2015, Sonntagsfrage  29.9.2015 bis 30.9.2015 - Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI) - Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame - Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte  * bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert  von 50%

Quelle presseportal  Foto pixabay/geralt

Roger Cicero im Interview

Interview Medien mit Roger Cicero, Sänger

Osnabrück (ots) - Roger Cicero: Ich hätte wohl auch an Casting-Shows teilgenommen

Den Effekt für eine Karriere hält der Sänger allerdings für "überschaubar" - Vater weckte seine Leidenschaft für die Musik - "Schlechte ESC-Platzierung hat mir sehr geholfen"

Osnabrück. Sänger Roger Cicero hält den Effekt von Casting-Shows für die Karriere junger Musiker für "überschaubar". Das sagte der 45-Jährige im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). "Andererseits gibt es auch keine Garantie, dass man eine lange Karriere starten kann, weil man nicht an einer Casting-Show teilgenommen hat", sagte Cicero weiter.

Als er selbst seine Karriere aufbaute, gab es diese Möglichkeit noch nicht, aber "wahrscheinlich wäre ich auch hingerannt, muss ich jetzt mal zugeben," räumte der Sänger ein. "Wenn das damals aufgepoppt wäre, hätte ich das unter Umständen als Chance wahrgenommen."

Roger Cicero selbst verdankt seine musikalische Sozialisation zu großen Teilen seinem Vater, dem Jazz-Pianisten Eugen Cicero. Auf langen Autofahrten in die rumänische Heimat des Vaters habe er viel Musik von Erroll Garner und Oscar Peterson gehört; "Pianisten, die mein Vater sehr geschätzt hat", sagte Cicero der NOZ. "Das Tollste war, dass er mich voller Begeisterung und Euphorie auf Sachen aufmerksam gemacht hat, die er besonders großartig fand. Da habe ich sehr viel gelernt, weil ich auf Details aufmerksam gemacht wurde, die mir sonst entgangen wären. So gesehen war der Einfluss meines Vaters sehr groß."

Nach seinem Durchbruch 2006 mit dem Album "Männersachen" habe das schlechte Abschneiden beim Eurovision Song Contest 2007 seine Karriere in Deutschland befördert. "Die Empörung über den 19. Platz war so groß, dass ich in aller Munde war. Das hat mir sehr geholfen."

Allerdings hat seine jetzige Popularität auch ihre Schattenseiten: So wurde die Trennung von seiner Lebensgefährtin zum Thema in den Medien. Er habe die Berichterstattung jedoch "stark gelenkt," gab Cicero zu. Denn er ging erst spät damit an die Öffentlichkeit: "Über ein Jahr nach der Trennung ist das publik geworden. Wesentlich später kam dann das Album, und über zwei Jahre nach der Trennung kamen die ganzen Fragen in den Interviews. Das war also nicht mehr aktuell, insofern konnte ich unangefasst darüber reden."

Quelle presseportal  Foto wikipedia/commons

SPD gegen beschleunigte Asylverfahren an Grenzen

SPD verstärkt Kritik an Transitzonen

Düsseldorf (ots) - Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat den Vorschlag von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zurückgewiesen, zur Beschleunigung von Asylverfahren Transitzonen entlang der Grenze einzurichten. "Die Idee von Transitzonen ist völlig unausgegoren", sagte Schäfer-Gümbel der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). Solche Zonen schafften eher neue Probleme. Stattdessen hätten die Asylverfahren bereits vor Monaten beschleunigt werden müssen, sagte der hessische SPD-Landeschef. "Entscheidungen umsetzen und nicht CSU-Sprücheklopfern nacheifern, das ist jetzt gefordert", sagte Schäfer-Gümbel der Redaktion.

Quelle presseportal  Foto wikipedia/commons

Deutliche Unterschiede zwischen Ost und West

25 Jahre deutsche Einheit - noch nicht im Geldbeutel der Verbraucher

München (ots) - Höhere Belastung bei Energiekosten im Osten / Verbraucher im Westen erhalten höhere Kredite zu besseren Konditionen / Westdeutsche leisten sich schnellere Autos, zahlen aber weniger für Pauschalreisen

25 Jahre deutsche Einheit - im Geldbeutel der Verbraucher ist sie zum Teil noch nicht angekommen. Das zeigen aktuelle CHECK24-Auswertungen aus dem Jahr 2015. Vor allem bei der Belastung durch Energiekosten unterscheiden sich die "alten" Bundesländer immer noch deutlich von den "neuen" - und profitieren von höherer Kaufkraft und niedrigeren Strompreisen.

Auch bei Krediten sind Verbraucher im Westen im Vorteil: Sie erhalten im Schnitt höhere Darlehen zu besseren Konditionen. Gerade bei der Autofinanzierung nehmen die Deutschen im Westen höhere Kredite auf - und fahren auch die PS-stärkeren Boliden und Motorräder.

Sobald es aber in den Urlaub geht, haben die Ostdeutschen die Nase vorne: Im Schnitt geben sie mehr für ihre Pauschalreise aus - obwohl sie nicht länger verreisen.

Energie: Strompreise im Osten höher - Ersparnis durch Wechsel niedriger

2015 sind die Strompreise im Osten immer noch höher als im Westen. In der Grund-versorgung zahlen Verbraucher im Osten im Schnitt vier Prozent, bei den günstigsten Alternativ-versorgern sogar sechs Prozent mehr. Außerdem ist die durchschnittlich mögliche Ersparnis durch den Wechsel von der Grundversorgung in einen Alternativtarif im Westen (274 Euro) höher als im Osten (266 Euro).

Hinzu kommt, dass sich die höheren Energiekosten durch die im Schnitt niedrigere Kaufkraft im Osten doppelt stark auswirkt: Ein-Personen-Haushalten im Osten stehen monatlich im Schnitt 318 Euro weniger zur Verfügung. Deshalb müssen sie 6,3 Prozent ihrer Kaufkraft für Strom- und Gaskosten ausgeben, im Westen sind es nur fünf Prozent.(1)

Auch bei den Hartz IV-Empfängern ist die Kostenlücke durch Energiekosten im Osten größer: Ostdeutsche Ein-Personen-Haushalte zahlen pro Monat 10,49 Euro (31 Prozent) mehr für Strom als im ALG-II-Regelsatz für Energiekosten vorgesehen sind. In Westdeutschland liegt die Differenz nur bei 8,89 Euro (27 Prozent).(2)

Doch die Verbraucher in Ostdeutschland reagieren offensichtlich auf die hohen Stromkosten - und sind sparsamer: Der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch liegt im Westen zehn Prozent über dem im Osten.(3)

Finanzen: Verbraucher im Westen erhalten höhere Kredite - für schnellere Autos

Verbraucher im Westen schließen im Schnitt zwölf Prozent höhere Kredite ab als Verbraucher aus dem Osten. Und sie erhalten zudem etwas bessere Konditionen - zum Beispiel bei einem Darlehen von 10.000 Euro mit einer 84-monatigen Laufzeit: Kreditnehmer im Osten Deutschlands zahlen im Schnitt einen effektiven Jahreszins von 4,97 Prozent, im Westen nur 4,83 Prozent - ein Unterschied von knapp drei Prozent.(4)

Bei der Autofinanzierung zeigen sich ähnliche Unterschiede: Verbraucher im Süden und Westen der Republik nehmen deutlich höhere Kredite für einen Pkw auf als im Osten und Norden(5) - und investieren dieses Geld offensichtlich direkt in einen PS-stärkeren Boliden: Im Westen Deutschlands ist der Anteil an Pkw mit mehr als 200 PS um 44 Prozent höher als im Osten.(6) Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Motorrädern: In den östlichen Bundesländern liegen die Motorräder im Schnitt bei unter 70 PS - in den westlichen durchgängig darüber.(7)

Pauschalreise: Ostdeutsche geben mehr aus - und fliegen lieber in die Türkei

Für eine Pauschalreise geben Urlauber aus den östlichen Bundesländern 2014/15 mehr Geld aus als der Bundesdurchschnitt - vor allem die aus Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Dabei verreisen sie in der Regel nicht länger als der gesamtdeutsche Durchschnitt.(8)

Auch die liebsten Reiseziele unterscheiden sich: Während in vielen "alten" Bundesländern die Verbraucher nach wie vor am liebsten nach Mallorca fliegen, bevorzugen alle östlichen Bundesländer die türkische Urlaubsregion Side.

Quelle presseportal  Foto pixabay/itkannan4u

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