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Alexandros Tallos

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Tausende Flüchtlingskinder ohne Schutz in Regen und Schlamm

SOS-Kinderdörfer: Katastrophale Zustände an Grenze zwischen Mazedonien und Serbien

Presevo/Tabanovce (ots) - Flüchtlingstragödie an der mazedonischen Grenze: Tausende Kinder stecken mit ihren Eltern aufgrund übermäßiger Bürokratie bei Presevo fest und leiden an Hunger, Erschöpfung, Kälte und Dauerregen. Dies teilten die SOS-Kinderdörfer weltweit am Sonntag vor Ort mit.

"Rund 12.000 Flüchtlingskinder werden unseren Schätzungen zufolge bis zum Monatsende an der Grenze von Mazedonien zu Serbien aufgehalten werden. Bei sinkenden Temperaturen und Regen und ohne jeglichen Schutz leiden sie an Hunger, Erschöpfung und Unterkühlung", erklärte Wilfried Vyslozil, Vorstand der SOS-Kinderdörfer weltweit, am Güterbahnhof von Tabanovce an der serbischen Grenze.
"Die Kinder und ihre Eltern hängen hier fest, weil sie im Namen der EU allem Anschein nach wiederholt in bis zu drei Transitländern registriert werden sollen. Die Zustände sind menschenunwürdig und eine Verletzung der Rechte von Kindern", erklärte Vyslozil. "Europa muss in der Flüchtlingskrise endlich handeln und dafür sorgen, dass die beschämenden Missstände an den Grenzen umgehend beseitigt werden."
"Hier drängen sich viele Familien mit kleinen Kindern nach hartem Fußmarsch in langen Schlangen hinter Absperrgittern bei derzeit Regen und Kälte in teils knöcheltiefem Schlamm. Sie warten dort stundenlang", berichtet SOS-Mitarbeiterin Katharina Ebel aus Presevo. "Schutz vor dem Dauerregen gibt es nicht, ebenso wenig Getränke oder Essen. Alle frieren, die Kinder haben längst eine Erkältung und fangen allein schon vor Erschöpfung an zu weinen - oder sind einfach nur noch still."
Der extrem harte Winter am Balkan könne zu einer Katastrophe führen, daher müsse die humanitäre Hilfe für Flüchtlinge in den Transitländern massiv verstärkt werden, forderte SOS-Vorstand Vyslozil, nachdem er sich zusammen mit mazedonischen Ministeriumsvertretern ein Bild von der Lage an der mazedonisch-serbischen Grenze gemacht hatte. SOS-Helfer verteilen dort derzeit Hilfsgüter an Familien und richten eine Nothilfe-Kindertagesstätte ein. "Demnächst werden die Temperaturen hier deutlich sinken. Im Winter sind eisige Temperaturen von minus 25 Grad nicht selten - hier ist professionelle Hilfe das Gebot der Stunde", sagte Vyslozil.
Die SOS-Kinderdörfer werden demnächst am Güterbahnhof von Tabanovce robuste und beheizbare Wohncontainer aufstellen, in denen sich Mütter und Kinder aufwärmen können sowie Nahrung und Kleidung erhalten.
Darüber hinaus müssten die Fluchtursachen in den Herkunftsländern bekämpft werden, erklärte Vyslozil: durch nachhaltige Entwicklungsprojekte, Bildung und Beschäftigungsperspektiven gerade auch für junge Menschen. "Grenzzäune sind keine Lösung, sie verlagern und verschärfen das Flüchtlingselend nur!"

Quelle presseportal.de  Foto by SOS-Kinderdörfer weltweit/Hermann-Gmeiner-Fonds

Zeit für die Grippeimpfungen

Grippeimpfung in der Schwangerschaft: Schutz für Mutter und Kind

München (ots) - Eine Impfung gegen Influenza ist nicht nur für ältere und chronisch kranke Menschen sinnvoll, sondern auch für Schwangere. Zu dieser Empfehlung kommt die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts und macht zugleich gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf bestehende Wissens- und Impflücken aufmerksam: So kennen einer aktuellen Befragung zufolge nur rund 41 % der werdenden Mütter die Grippe-Impfempfehlungen für Schwangere.

In der Schwangerschaft ist die Immunabwehr weniger aktiv - es besteht ein höheres Risiko, dass eine Grippeerkrankung schwer verläuft und Komplikationen lebensbedrohlich werden. So steigt etwa die Gefahr, wegen einer Herz- oder Lungenerkrankung ins Krankenhaus zu müssen, für schwangere Frauen während einer Grippeinfektion auf das Sechs- bis Achtfache an. Zudem erhöht eine Grippeinfektion während der Schwangerschaft die Gefahr von Wachstumsverzögerungen sowie von Fehl- oder Frühgeburten. Eine rechtzeitige Grippeimpfung für Schwangere kann vor diesen Gefahren schützen.

Grippeimpfung: Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend

Für gesunde Frauen wird eine Impfung ab dem vierten Schwangerschaftsmonat empfohlen. Bestehen chronische Grunderkrankungen wie Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck sollte noch früher geimpft werden. Den besten Schutz vor Grippe ermöglicht eine Impfung vor Beginn der Wintersaison - wer sich bis Ende November immunisieren lässt, hat gute Chancen der saisonalen Grippewelle zu entkommen. Nach der Impfung dauert es etwa 10 bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung aufgebaut hat. Positiver Zusatzeffekt der Impfung: Die Grippeimpfung der werdenden Mutter schützt auch das Baby - sowohl im Mutterleib als auch einige Monate nach der Geburt. Da Säuglinge erst ab dem sechsten Lebensmonat geimpft werden können, leistet die Grippeimpfung somit einen wichtigen Beitrag zum Nestschutz.

Quelle presseportal.de  Foto by obs/BKK Mobil Oil/Sven Hoppe, ©Thinkstock

Mehr Unfälle, aber weniger Verkehrstote im September 2015

Aktuelle Unfallstatistik zeigt im September weniger Tote

Wiesbaden (ots) - 321 Menschen starben im September 2015 im Straßenverkehr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das 6 Personen oder 1,8 % weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat. Die Zahl der Verletzten stieg um 0,3 % auf etwa 35 100 Personen. Die Polizei nahm im September 2015 rund 213 200 Straßenverkehrsunfälle auf, das waren 6,8 % mehr als im September 2014. Bei 185 600 Unfällen blieb es bei Sachschaden (+ 7,8 %), bei 27 600 Unfällen wurden Personen verletzt oder getötet (+ 0,4 %).

In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 verloren insgesamt 2 591 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr, 69 Personen (+ 2,7 %) mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Gesunken ist die Zahl der Verletzten, und zwar um 0,5 % auf etwa 292 300 Personen.

Seit Jahresanfang registrierte die Polizei rund 1,82 Millionen Unfälle, das war ein Plus von 3,2 % gegenüber Januar bis September 2014. Davon waren rund 227 900 Unfälle mit Personenschaden (- 0,3 %) und 1,60 Millionen Unfälle mit ausschließlich Sachschaden (+ 3,7 %).

Quelle presseportal.de  Foto by flickr/Wiesbaden112.de

Beckenbauer sauer auf Rauball

Wenn der Kaiser sich zum WM Skandal äußert

Es hat lange gedauert, aber nun spricht Beckenbauer das erste Mal über die WM 2006 in Deutschland. Dabei spricht Beckenbauer besonders von seinem Ärger, wenn es um die beiden aktuellen Leitwölfe des DFB Rauball und Koch geht.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Beckenbauer bereits seit längerer Zeit darum bemüht ist, ein klärendes Gespräch mit dem DFB Interims Chef Rainer Rauball und Rainer Koch zu führen.  Diese haben allerdings dankend abgelehnt. Dabei wurde nun bereits seit längerem laut vermutet, dass der Zuschlag für die WM 2006 stark mit dem damaligen Vize Präsidenten der FIFA zu tun hatte – Jack Warner. In diesem Zusammenhang geht es um eine Unterschrift von Franz Beckenbauer unter einem brisanten Dokument.

Man müsse deshalb mindestens von einem Bestechungsversuch ausgehen, auch wenn es sich bei diesem Papier nur um einen Entwurf gehandelt hatte und nicht um einen Vertrag. Nun hatte Beckenbauer nach eigenen Aussagen den beiden aktuellen Chefs des DFB einen persönlichen strikt vertraulichen Brief geschrieben. Beckenbauer sagte weiter, dass er den beiden aktuellen DFB Chefs darin ein klärendes Gespräch anbietet, in dem er Rede und Antwort stehen wolle. Dieses Treffen fand allerdings bislang nicht statt und Rauball und Koch sagten nach dem Paris Spiel der deutschen Elf, dass sie es für besser hielten, wenn das Gespräch im Moment nicht statt fände.

Dass Beckenbauer nun zu recht sauer auf die Vorstandsetage des DFB ist, kann man nachvollziehen und ob er nun wenigsten den Anwälten des DFB zur Verfügung stünde, sagte er "Wann und wie, das entscheide ich in aller Ruhe und nach Rücksprache mit meinen Anwälten."

Foto by flickr/Madebyr.de
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