Log in
Alexandros Tallos

Alexandros Tallos

Satire im ZDF barrierefrei erleben

"heute-show" ab 1. April mit Untertiteln für Hörgeschädigte

Mainz (ots) - Die ZDF-Nachrichtensatire "heute-show" wird ab der kommenden Ausgabe am Freitag, 1. April 2016, 22.30 Uhr, für Menschen mit Hörschädigung live untertitelt. Damit kommt das ZDF dem Wunsch vieler Betroffener nach, auch die satirische Aufarbeitung des wöchentlichen Nachrichtengeschehens barrierefrei zu erleben.

Das richtige Fingerspitzengefühl, um Unter- und Zwischentöne des Anchormans Oliver Welke und des "heute-show"-Ensembles auch für Menschen mit Hörschädigung erlebbar zu machen, wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich im ZDF erarbeitet. Das ZDF untertitelt die Sendezeit zwischen 16.00 Uhr und 22.15 Uhr bereits durchgängig - darunter Live-Formate wie zum Beispiel Nachrichten-Sendungen, "Aktenzeichen XY", Live-Shows, Sport, "maybrit illner" und viele andere.

Sowohl die Nachtwiederholung des preisgekrönten Comedy-Formats als auch die Sendung in der Mediathek werden ebenfalls untertitelt angeboten. Weitere Informationen zu den barrierefreien Angeboten des ZDF sind über folgende Adresse abrufbar:  http://barrierefreiheit.zdf.de.

quelle presseportal
Foto by obs/ZDF/ZDF/Willi Weber

Elfjähriger bringt Handgranate mit zur Schule

Osnabrück (ots) - Elfjähriger bringt Handgranate mit zur Schule

Emsland: Sprengmeister entschärft zündbereite Granate aus dem Zweiten Weltkrieg

Osnabrück. Ein Elfjähriger hat am Dienstag in Esterwegen (Landkreis Emsland) eine scharfe Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg in die Schule gebracht. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) berichtet, rückten Polizei und Kampfmittelbeseitigungsdienst an und beseitigten die zündbereite Granate.

Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes schafften die vier Zentimeter breite und 17 Zentimeter lange Sprenggranate aus der Schule. Sie soll nach Aussagen des Sprengmeisters in den nächsten Tagen entschärft werden. Für den Jungen bestand genauso Lebensgefahr wie für Mitschüler und Lehrer. Die Zündschnur der Granate, vermutlich ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, war nach Aussage des Sprengmeisters abgebrannt, die Zündsysteme freigelegt.

Der Vater des Jungen habe die Granate vor mehr als 30 Jahren in den Niederlanden gefunden und seitdem in einem Schrank im Keller gelagert, berichtete ein Sprecher der Polizei Emsland/Grafschaft Bentheim der NOZ. Der Vater habe nicht gewusst, um was genau es sich bei dem Fundstück handelte und es seinem Sohn zu Anschauungszwecken für den Unterricht mitgegeben.

Schulleiter Frithjof Eckstein alarmierte die Polizei, entschied sich jedoch gegen eine Evakuierung der Schule, um Panik unter den 43 Schülern zu vermeiden. Konsequenzen der Schule müsse der Elfjährige nicht befürchten. "Der Vater hat uns glaubhaft gemacht, dass es sich um einen fatalen Irrtum gehandelt hat", sagte der Schulleiter der NOZ. Auch der Kampfmittelbeseitigungsdienst will nach Aussage von Sprengmeister Clemens Stolte keine Rechnung ausstellen.

quelle presseportal
Foto by flickr/nicole wilkins

Precht lädt ein zur Lesung in Berlin

Richard David Precht liest am 14. April in Berlin aus seinem neuen Buch "Erkenne die Welt"

Berlin (ots) - Veranstaltung am Do 14.04.16 20:00 | Großer Sendesaal im Haus des Rundfunks, Masurenallee 8 - 14, 14057 Berlin

Richard David Precht stellt am 14. April 2016 im Großen Sendesaal des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) den ersten Teil seiner auf drei Bände angelegten Philosophiegeschichte "Erkenne die Welt" vor. Radioeins vom rbb präsentiert die Lesung in Kooperation mit dem Goldmann Verlag und der Thalia-Buchhandlung Berlin im Rahmen der Reihe "literatur live". Durch den Abend führt der Radioeins-Moderator Thomas Böhm. Die Veranstaltung beginnt um 20.00 Uhr (Einlass 19.30 Uhr). Radioeins strahlt von 19.00 bis 21.00 Uhr eine Sondersendung aus und überträgt ab 20.05 Uhr den ersten Teil der Lesung.

In "Erkenne die Welt" - dem ersten Band seines neuen Projekts - bringt Richard David Precht seinen Leserinnen und Lesern die Entwicklung des abendländischen Denkens von der Antike bis zum Mittelalter nahe. So verknüpft er die Linien der großen Menschheitsfragen und verfolgt die Entfaltung der wichtigsten Ideen - von den Ursprungsgefilden der abendländischen Philosophie an der Küste Kleinasiens bis in die Klöster und Studierstuben, die Kirchen und Machtzentren des Spätmittelalters. Dabei bettet er die Philosophie in die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen der jeweiligen Zeit ein und macht sie auf diese Weise auch für eine größere Leserschaft lebendig.

Der Autor Richard David Precht | Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor. Er ist Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg und Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin. Seine Bücher "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?", "Liebe - ein unordentliches Gefühl" und "Die Kunst, kein Egoist zu sein" sind internationale Bestseller und wurden in insgesamt mehr als 40 Sprachen übersetzt. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung "Precht" im ZDF.

quelle presseportal
Foto by rbb/Amanda Berens/Goldmann Verlag

Experten fordern leichteren Zugang für Flüchtlinge zum Arbeitsmarkt

Kommission der Robert Bosch Stiftung veröffentlicht Abschlussbericht zur Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik

Experten raten zu vereinfachter Arbeitsaufnahme für Asylsuchende durch Zeitarbeit und Überarbeitung der derzeitigen Vorrangprüfung

Den Behörden fehlen derzeit belastbare Informationen über die schulischen und beruflichen Qualifikationen von Flüchtlingen, um sie schnell und gezielt in den Arbeitsmarkt vermitteln zu können. Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht der Robert Bosch Expertenkommission zur Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik, der heute in der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt wurde. Die Experten empfehlen darin, die Kompetenzen von Flüchtlingen mittels eines mehrstufigen Systems frühzeitig zu erfassen und anschließend auf einer zentralen Datenplattform allen beteiligten Behörden zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus müsse die Arbeitsaufnahme für Flüchtlinge weiter vereinfacht werden, beispielsweise durch den Zugang zu Zeitarbeit für alle arbeitsberechtigten Asylbewerber und die Überarbeitung der derzeitigen Vorrangprüfung für Asylsuchende. Diese führe aktuell dazu, dass Flüchtlinge selbst dann nicht beschäftigt werden können, wenn es keinen bevorrechtigten deutschen Arbeitssuchenden für die Stelle gibt.

"Flüchtlingen schnell und unkompliziert Wege in Ausbildung und Arbeit zu eröffnen, ist die beste, weil nachhaltigste Integrationspolitik", sagt Armin Laschet, Vorsitzender der Robert Bosch Expertenkommission zur Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik.

Vermeidbare Doppelstrukturen und ungenütztes Potenzial

Weiteren Reformbedarf sieht die Kommission im Bereich der Arbeitsverwaltung. Dort komme es aufgrund der derzeitigen Regelung zu vermeidbaren Doppelstrukturen bei Arbeitsagentur und örtlichen Jobcentern. Außerdem sollten bereits bestehende arbeitsmarktpolitische Förderinstrumente wie berufliche Weiterbildungen oder Vermittlungsgutscheine für private Arbeitsvermittler auch für Flüchtlinge mit Bleibeperspektive voll eingesetzt werden. Gleiches gelte für die Berufsausbildung: Auch hier sollten alle Fördermöglichkeiten bereits zu Beginn der Ausbildung zugänglich sein und nicht erst wie bisher nach 15 Monaten. Für die Dauer der Ausbildung empfehlen die Experten eine Aufenthaltserlaubnis statt der bisher vorgesehenen Duldung. Weitere Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge könnten auch durch Existenzgründungen entstehen. Dieses Potenzial wird nach Einschätzung der Kommission bislang nur unzureichend genutzt.

Zwischen Zugang, Aufnahme, Asylverfahren, Anerkennung oder Rückführung

Der jetzt vorliegende Abschlussbericht der Robert Bosch Expertenkommission orientiert sich im inhaltlichen Aufbau am Ablauf einer Flüchtlingsbiographie und den daraus resultierenden Schritten von Zugang, Aufnahme, Asylverfahren, Anerkennung oder Rückführung bei Nichtanerkennung. Er entstand zwischen März 2015 und Februar 2016 und bündelt die Ergebnisse der einjährigen Kommissionsarbeit. Neben den bereits erschienen Dossiers Sprache, Bildung, Wohnen und Gesundheit enthält der Bericht Handlungsempfehlungen zu den Themen Arbeitsmarkt, Zugangsmöglichkeiten, Asylverfahren sowie Rückkehr und Abschiebung.

Zum Abschluss der Beratungen erklärt Armin Laschet: "Unser Land hat im letzten Jahr einen enormen Sprint bei der Unterbringung und Versorgung Hunderttausender Flüchtlinge geleistet. Der Marathon der Integration liegt größtenteils noch vor uns. Dafür kommt es auf Zusammenhalt und Ausdauer an. Es gibt keine Patentlösung, aber viele gute Ideen, die in politische Konzepte überführt werden müssen. Die Expertenkommission will einen Beitrag dazu leisten, wie wir es schaffen können - für die Politik, für die Gesellschaft, für unser Land."

Uta-Micaela Dürig, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung: "Die gestiegenen Zuwanderungszahlen und die schnelllebige Debatte erhöhen die Notwendigkeit, parallel eine langfristige Konzeption zu entwickeln, damit unsere Gesellschaft die Herausforderungen der Flüchtlingszuwanderung erfolgreich meistern kann. Deshalb haben wir Experten und Entscheider aus unterschiedlichen Bereichen an einem Tisch zusammengebracht. Über ein Jahr lang haben sie konstruktiv über sinnvolle Maßnahmen diskutiert und wirkungsvolle Lösungsansätze entwickelt. Diese Arbeit war aufgrund der hohen Veränderungsdynamik in den vergangenen Monaten nicht leicht. Für diese erfolgreiche und wertvolle Arbeit bedanken wir uns bei allen Kommissionsmitgliedern."

Mit der im März 2015 einberufenen Robert Bosch Expertenkommission zur Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik unter Vorsitz von Armin Laschet hat die Stiftung zehn hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammengebracht, um konkrete Handlungsoptionen und Reformvorschläge für die deutsche Flüchtlingspolitik zu entwickeln. Über Anhörungen, Gespräche und Gutachten hat die Kommission bedarfsorientiert wissenschaftliche, politische und ethische Expertise von Akteuren und Experten in ihre Arbeit eingebunden und sich dabei als parteipolitisch unabhängiger Berater verstanden.

quelle presseportal
Foto by flickr/Metropolico.org

Diesen RSS-Feed abonnieren

Dortmund

Banner 468 x 60 px