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Alexandros Tallos

Alexandros Tallos

Merkel allein hält Maß und Mitte.

Leitartikel von Alexander Marinos zur Flüchtlingskrise

Essen (ots) - Die CSU kritisiert und provoziert, als wäre sie nicht Teil dieser Bundesregierung; die SPD zeigt sich in ihrer Unterstützung so standhaft wie ein Wackelpudding; und nun kommen auch noch diese Horrorzahlen um die Ecke: 1,5 Millionen Flüchtlinge! Plus Familiennachzug! Die Stimmung kippt, rufen jetzt jene Berufsmahner, die noch vor wenigen Wochen stolz auf Deutschland waren und seine verdächtig euphorische Willkommenskultur, und sorgen damit für die Erfüllung ihrer eigenen Prophezeiung. Denn die Beschreibung der angeblich kippenden Stimmung ist in Wahrheit fast immer deren Initiierung. Prompt sind wir alle zu Tode betrübt, und das Abendland, in dem gerade noch die Steuerquellen sprudelten und die Herzen überliefen, geht unter. Liebes Deutschland, geht es auch eine Nummer kleiner? Natürlich ist die Lage angespannt. Die Herausforderungen sind gewaltig. Vor allem die Kommunen sehen sich vor einer großen Kraftanstrengung. Sie dürfen damit nicht allein gelassen werden. Nur: Reflexe helfen uns nicht weiter. Spendengalas und Solidaritäts-Aufkleber für Bundesliga-Vereine erweisen sich als billiges Strohfeuer, wenn kurz danach die Bundeskanzlerin von allen Seiten aufgefordert wird, den Zuzug nun bitteschön zu begrenzen, irgendwann sei das Boot eben voll. Wie soll sie das bewerkstelligen? Mit Grenzzäunen mitten durch Europa? Vielleicht wollen wir diese im nächsten Schritt noch verminen, weil sich verzweifelte Kriegsopfer nicht von Natodraht aufhalten lassen? Der Ruf nach einer Änderung des Grundgesetzes ist ebenso maßlos wie die zynische Forderung nach einer neuen "Abschiebekultur". Die Verfahren müssen beschleunigt werden, ja sicher, aber dazu bedarf es ausgebildeten Personals, das nicht hinter irgendeiner Tür steht und nur auf seinen Einsatz wartet. Angela Merkel lässt sich zum Glück weder davon noch von sinkenden Umfragewerten beirren. Anders als CSU-Chef Seehofer oder Innenminister de Maizière, der von Taxi fahrenden Flüchtlingen schwadroniert und damit Sozialneid schürt, hält sie das "C" im Namen ihrer Partei beharrlich hoch. Was für eine erfreuliche Überraschung!

Quelle presseportal  Foto by commons/wikimedia/Armin Linnartz

CARE fordert Ende der Kinderehe bis 2030

Neue CARE-Studie zu Mädchenausbildung: Heirat statt Schule, alle zwei Sekunden 39.000 Mädchen werden täglich zur Ehe gezwungen

Bonn/Bishnupur (ots) - In 26 Ländern dieser Welt ist eine Zwangsehe für Mädchen unter 18 Jahren wahrscheinlicher, als eine weiterführende Schule zu besuchen. Dies zeigt die heute von der Hilfsorganisation CARE veröffentlichte Studie "Vows of Poverty".

"Es sollten nicht mehr Mädchen vor den Altar treten, als Mädchen den Klassenraum einer weiterführenden Schule von innen sehen", so CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel. "Es muss wachrütteln, dass diese Praxis in vielen Ländern Alltag ist. Jedes Mal, wenn ein Mädchen unter 18 Jahren zur Ehe gezwungen und davon abgehalten wird, die Schule zu besuchen, ist das eine vertane Chance: für das Leben dieses Mädchens, aber auch für die Bekämpfung der Wurzeln der Armut."

Laut der CARE-Studie werden jeden Tag 39.000 Mädchen zur Ehe gezwungen - das heißt, dass alle zwei Sekunden eine neue Kinderehe geschlossen wird. Gleichzeitig gehen 62 Millionen Mädchen nicht zur Schule. "Der Traum meines Schulbesuchs ist vor langer Zeit gestorben", berichtet etwa Jobeda Begum aus Bangladesch in dem Bericht. Sie wurde mit 15 Jahren zur Ehe gezwungen und musste daraufhin die Schule beenden.

Vor allem die geringe Anzahl der Einschreibungen an weiterführenden Schulen von Mädchen ist laut des Berichts kritisch. "In vielen Ländern besuchen Mädchen mittlerweile die Grundschule - häufig ist das im nationalen Gesetz auch so verankert. Aber sobald Mädchen in die Pubertät kommen, sind sie Risiken wie Zwangsehe, Gewalt, Schwangerschaft und sexuellen Übergriffen ausgesetzt. Auch ihre Schulausbildung endet dann", so Zentel. Der Bericht zeigt einige Lösungsansätze für die Abschaffung der Kinderehe, die sich in Ländern wie Bangladesch, Nepal, Äthiopien oder Malawi bereits bewährt haben. Dazu zählt etwa eine CARE-Initiative in Äthiopien, bei dem die Gesundheit von über 5.000 Mädchen durch Unterstützergruppen verbessert und ihnen eine Ausbildung gewährt werden konnte.

CARE fordert ein Ende der Kinderehe bis 2030 und dass Staaten den bei der UN-Generalversammlung beschlossenen Nachhaltigkeitszielen jetzt auch Taten folgen lassen und Lücken in der Gleichstellung der Geschlechter schließen.

Weitere wichtige Ergebnisse der Studie:

   -    Hauptursachen für Kinderehen sind vor allem soziale, junge
Mädchen abwertende Normen, Mädchenhandel, Abhängigkeiten von Mitgift
sowie Bürgerkriege wie in Afghanistan oder Mali; -    Im Niger heiraten
76 Prozent der Mädchen unter 18 Jahre und damit so viele wie
nirgendwo sonst auf der Welt. Nur 10 Prozent sind in einer
weiterführenden Schule eingeschrieben; -    Im Tschad, der
Zentralafrikanischen Republik, im Südsudan und in Somalia übersteigt
die Zahl der Mädchen, die vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet
werden, die Zahl derjenigen, die eine weiterführende Schule besuchen,
um jeweils 40 Prozent.

Quelle presseportal  Foto by pixabay/Schmid-Reportagen

Frauchen steht auf Haustiere

Innige Beziehung zum Vierbeiner - Umfrage: Frauen haben ein deutlich intensiveres Verhältnis zu Haustieren als Männer

Baierbrunn (ots) - Frauen haben zu ihren Haustieren ein ganz besonders inniges Verhältnis. Sie fühlten sich mit einem tierischen Begleiter an ihrer Seite viel ausgeglichener, betont weit mehr als jede zweite Haustierbesitzerin (57,0 %) bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Gesundheitsportals "www.apotheken-umschau.de" - bei den männlichen Haustierbesitzern sind dies mit 45,3 Prozent deutlich weniger. Wesentlich mehr Frauen (48,8 %) als Männer (33,3 %) sagen auch, ihnen werde ganz elend, wenn sie ihr Tier längere Zeit nicht um sich hätten. Für jede Zweite ist das Haustier hauptsächlich zum Kuscheln und Schmusen da (Frauen: 48,5 %; Männer: 33,3 %). Jede Dritte nennt zugleich ihr Haustier den "wichtigsten Bezugspunkt im Leben" (Frauen: 31,6 %; Männer: 22,4 %) und überdurchschnittlich viele Haustierbesitzerinnen erzählen ihrem Haustier täglich, was sie gerade bewegt (Frauen: 22,3 %; Männer: 12,8 %).

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsportals "www.apotheken-umschau.de", durchgeführt in persönlichen Interviews von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 622 Haustierbesitzern ab 14 Jahren, darunter 321 Frauen und 301 Männer.
Quelle presseportal  Foto by pixabay/josh13

Atomausstieg auf Kosten der Steuerzahler?

NRW-Wirtschaftsminister will mit Steuergeld Atom-Kosten der Wirtschaft deckeln

Düsseldorf (ots) - Im Streit um die Folgekosten der Atomkraft-Abwicklung will NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) den Aufwand der Konzerne notfalls mithilfe von Steuergeld deckeln. Duin sagte der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinische Post" (Montagausgabe): "Wenn wir irgendwann zu dem Ergebnis kommen sollten, dass die 38 Milliarden Euro nicht ausreichen, dann wäre das keine Frage, die die Unternehmen zu lösen haben. Die haben mit uns eine Verabredung über diese festgelegte Summe. Wenn es darüber hinausgeht, ist auch der Staat gefordert." Die in Deutschland aktiven Atomkraftbetreiber, darunter Eon und RWE, haben entsprechend gesetzlicher Vorgaben rund 38 Milliarden Euro für den Rückbau und die Atommüll-Entsorgung reserviert. Duin geht aber von höheren Kosten aus: "Als Mitglied der Endlagerkommission weiß ich, dass die Herausforderung wahrscheinlich größer ist, als die 38 Milliarden Euro. Und dann wird kein Weg daran vorbeiführen, dass der Staat Verantwortung übernimmt."
Quelle presseportal  Foto by pixabay/nafets

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