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Alexandros Tallos

Alexandros Tallos

Deutschland und seine Müll-Berge

Deutschland ist Müll-Europameister: Verpackungswahnsinn lässt Abfallberge auf Rekordniveau wachsen

Berlin (ots) - Supermärkte wie Lidl sind verantwortlich für die großen Abfallmengen und hohen Ressourcenverbräuche durch unnötige Verpackungen und ineffiziente Produkte - Umweltministerin Hendricks setzt dem nichts entgegen - Deutsche Umwelthilfe fordert von Lidl, Aldi, Edeka & Co. ressourcenschonende Produkte und Verpackungen sowie von Barbara Hendricks eine Ressourcenabgabe

Mit 210 Kilogramm Verpackungsabfall pro Kopf und Jahr ist Deutschland europaweit Spitzenreiter. In Nachbarstaaten wie Frankreich werden pro Jahr 185 kg und in Österreich 150 kg Verpackungsabfall produziert. In Schweden sind es sogar nur 109 kg. In Deutschland läuft etwas gewaltig schief, denn die Bürger werden in Supermärkten nicht nur zu Ostern mit Rekordmengen an unnötigen Verpackungen zugemüllt. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert insbesondere von führenden Discountern mit hohen Marktanteilen, wie zum Beispiel Lidl, Maßnahmen zur Verringerung der Abfallmengen und des Ressourcenverbrauchs. Damit der unnötige Materialeinsatz für Verpackungshersteller unattraktiv wird, fordert die DUH von Umweltministerin Hendricks gegensteuernde Maßnahmen, wie zum Beispiel die Einführung einer Ressourcenabgabe.

"Zu Ostern werden Produkte um bis zu 20 Prozent mehr verpackt. Diese Müllflut ist völlig unnötig und zeigt, dass Supermärkte ihrer Verantwortung bei der Auswahl ressourcenschonender und abfallarmer Produkte nicht nachkommen. Dieses Problem geht weit über Ostern hinaus, denn Einwegplastikflaschen, Bananen in Plastikfolie und Kaffeekapseln werden das ganze Jahr über angeboten", kritisiert der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Der Verbrauch von Ressourcen muss deutlich verringert werden, worauf Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem G7-Gipfel in Elmau ausdrücklich hinwies. Nur führte das bislang zu keinen gesetzlichen Maßnahmen, wie der Formulierung eines Ziels zur Ressourceneinsparung oder einer Ressourcenabgabe.

"Bereits heute verbrauchen wir 1,5 Mal mehr Ressourcen als die Erde regenerieren kann. Als rohstoffarmes Land sollte Deutschland besonders sparsam mit begrenzt vorhandenen Ressourcen umgehen. Das gilt für Supermärkte in besonderer Weise, weil Kunden sich nur dann umweltfreundlich verhalten können, wenn ihnen auch ökologische Produkte angeboten werden. Doch Discounter wie Lidl tun das Gegenteil. Sie stellen Verbraucher aus Profitgründen vor vollendete Tatsachen. So bietet der Discounter Lidl Mineralwasser und Soft-Drinks ausschließlich in umweltschädlichen Einwegplastikflaschen und Dosen an", sagt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.

Die DUH und SumOfUs haben Mitte Februar 2016 eine Petition (www.sumofus.org/lidl) gestartet und rufen Lidl dazu auf, Abfall zu vermeiden und Ressourcen zu schonen. Mehr als 173.000 Menschen haben bislang ihre Unterschrift unter die gemeinsame Forderung gesetzt. Die beiden Organisationen rufen alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Petition zu unterzeichnen und weiter bekannt zu machen. Die Unterschriften der Petenten werden den Verantwortlichen von Lidl persönlich übergeben. Für den Fall, dass der Discounter keine Aktivitäten zur Verringerung seines Ressourcenverbrauchs durch Produkte und Verpackungen einleitet, werden weitere öffentlichkeitswirksame Maßnahmen angekündigt.
Quelle: presseportal
Foto: © Marggraf / DUH

Delfine in Not im Duisburger Zoo

Zoo Duisburg: Oberverwaltungsgericht lässt Berufung von Tierschützern gegen Urteil wegen Delfinhaltung zu

Hagen (ots) - Mit Beschluss vom 10. März 2016 hat das Oberverwaltungsgericht Münster einem Berufungsantrag des Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) in dem Rechtsstreit wegen der Delfinhaltung des Zoo Duisburg stattgegeben (AZ: 15 A 2350/14). Der Zoo Duisburg hatte beantragt, den Berufungsantrag abzulehnen. Bereits in erster Instanz war der Zoo Duisburg vom Verwaltungsgericht Düsseldorf (AZ: 26 K 8374/12) im Oktober 2014 verurteilt worden, der Klägerin (WDSF) wegen der umstrittenen Delfinhaltung "Einsicht in die tiermedizinischen Tagesberichte mit Blutuntersuchungsergebnissen, in die Revierberichte mit Vorkommnissen und in die Futterberichte zu gewähren." Abgelehnt hatte das Verwaltungsgericht die Auskunftspflicht des Zoos über verstorbene Delfine.

Von insgesamt 28 Nachzuchten hätten bisher lediglich acht Delfinbabys überlebt, schreibt das WDSF auf seiner Internetseite und beruft sich dabei auch auf eine Aussage des Nürnberger Tiergartendirektors Dag Encke anlässlich einer Bundestagsanhörung im Jahr 2013. Zuletzt starb in Duisburg ein Delfinkalb nach 13 Tagen Anfang dieses Jahres. Im Sommer 2015 überlebte eine Delfinnachzucht nur eine Woche. Insgesamt seien nach Angabe des WDSF seit dem Jahr 2000 neun Große Tümmler im Duisburger Delfinarium gestorben. Der Zoo führe auf seiner Internetseite lediglich die Todesfälle bis 1999 auf. Die meisten Todesfälle seien offensichtlich aufgrund von Krankheiten zu verzeichnen, sagt WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller.

Der Duisburger Zoodirektor Achim Winkler hatte wiederholt darauf hingewiesen, dass die Todesrate im Freiland mit rund 50 Prozent noch höher als in Gefangenschaftshaltung sei. Ortmüller widerspricht dem Zoochef: "Ich weiß nicht wie Winkler rechnet, aber nach 20 verstorbenen von 28 ursprünglichen Nachzuchten macht das bei mir eine Quote von rund 75 Prozent."

Das WDSF war in die Berufung gegangen, weil gerade die Todesursachen der verstorbenen Tiere Aufschluss darüber geben könnten, dass eine Delfinhaltung unzulässig sei. Ortmüller: "Die Öffentlichkeit hat einen Auskunftsanspruch darauf, was offenbar bisher vom Zoo totgeschwiegen wird. Obwohl Winkler bei dem Gerichtsverfahren in erster Instanz dem Richter versichert hatte, dass alle vom WDSF geforderten Angaben zweieinhalb Wochen vor der Hauptverhandlung auf der Internetseite des Zoos veröffentlicht worden seien, lässt sich unschwer erkennen, dass der Internetauftritt zu den erforderlichen Angaben völlig lückenhaft ist.

Mit der anstehende Hauptverhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht Münster sei wohl noch in diesem Jahr zu rechnen und es sähe für die Forderung des WDSF auf vollständige Einsichtnahme in die Unterlagen des Delfinariums gut aus, meint Ortmüller.

Quelle: presseportal
Foto: flickr/Niklas Morberg

Terror ohne Ende - ein Kommentar

Das WESTALEN-BLATT (Bielefeld) zum Terror

Bielefeld (ots) - Nein, ein unbeschwertes Osterfest wird Europa in diesem Jahr nicht erleben. Wer sich zu Freunden, Verwandten oder Bekannten aufmacht, bei dem reist die Angst mit. Vielleicht wird sogar manch einer beten, der das Beten längst verlernt hatte. Auch wenn das ganz sicher nicht das Ziel der IS-Mörderbanden war. Bei den Terroranschlägen in Brüssel hat sich erneut gezeigt, wie verwundbar unser Leben ist. All das, was man nach den Attentaten über die Schicksale der Opfer lesen konnte, schnürt einem die Kehle zu. Oft war es der Zufall, der über Leben und Tod entschied. Dieses besonders lange Wochenende von Karfreitag bis Ostermontag gibt uns Zeit, über das, was um uns herum passiert, nachzudenken. Über unsere Art zu leben, unser Werteverständnis, auch über unsere Idee von Europa. Das kann helfen, die Ereignisse und Bilder aus Belgien zu verarbeiten. In stiller Trauer wie im Gespräch mit Menschen, die uns besonders wichtig sind. Dieser Konfrontation mit der Realität können wir nicht ausweichen. Denn die Terrorgefahr bleibt hoch und sie ist allgegenwärtig - verschärfte Kontrollen an Bahnhöfen, Flughäfen und Grenzen sind bloß ihre sichtbarsten Zeichen. Doch zum persönlichen Umgang mit der Gefahr, zur individuellen Risikoabschätzung, zur Abwägung von Freiheitsverlangen und Sicherheitsbedürfnis kommen berechtigte Ansprüche an den Staat und an die Staatengemeinschaft. Eklatante Mängel in der belgischen Sicherheitsarchitektur haben die Anschläge begünstigt. Das stimmt leider. Dennoch sollten wir auf uns schauen: Läuft hierzulande alles perfekt? Wie sind die hiesigen Behörden miteinander vernetzt? Welche Daten geben die deutschen Ermittler an die Nachbarn weiter? Wo nationale Alleingänge und gegenseitige Schuldzuweisungen dominieren, wären Selbstkritik und rasches gemeinschaftliches Handeln gefragt. Auch die Europäische Union offenbart im Anblick der terroristischen Bedrohung eklatante Defizite. Europa wird sich besinnen müssen. Die Versäumnisse sind lange bekannt. Auch an konkreten Vorschlägen fehlt es nicht. Der Bielefelder Europapolitiker Elmar Brok (CDU) hat das schonungslos offengelegt. Eine Analyse, bei der auch einer seiner Parteifreunde - Bundesinnenminister Thomas de Maizière - nicht gut wegkam. Es wird Zeit, entschlossen zu handeln. Und es ist an der Zeit, gemeinsam zu handeln. Europa braucht mehr Kooperation, um sich entschieden und effizient zu verteidigen. Mag sein, dass es dazu auch neuer Gesetze bedarf, zuerst aber sollten die bestehenden angewendet werden. Christen feiern an Ostern das Fest der Auferstehung Jesu Christi. Es ist ein Fest der Hoffnung und der Zuversicht. Auch Europa muss sich aufraffen, um neue Zuversicht zu verbreiten. Beten allein wird dabei nicht reichen. Es sind Taten gefragt, damit der Terror und die Gewalt nicht das letzte Wort haben.

Quelle: presseportal

Handyverbot im Restaurant

Forscher prophezeit Smartphone-Verbot in Restaurants - IT-Experte mahnt ein gesellschaftliches Umdenken an

Baierbrunn (ots) - Nach Zigaretten, Zigarren und Pfeifen werden nach Überzeugung des IT-Experten Alexander Markowetz auch irgendwann Smartphones aus Restaurants in Deutschland verbannt werden. Der Juniorprofessor von der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn fordert ein gesellschaftliches Umdenken im Umgang mit digitalen Medien - und hält dabei ein Smartphone-Verbot in der Gastronomie für sinnvoll: "Ja, auf jeden Fall! Es ist wie beim Rauchen", sagte Markowetz dem Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Aber die Gesetze selbst seien eigentlich gar nicht so interessant, spannender sei die Einstellung dahinter. "Wie bei Rauchern wird eine Umkehrung der Schuld stattfinden: Der Handy-Tölpel muss sich für sein Verhalten am Tisch rechtfertigen - nicht die anderen, die gerne ihre Ruhe hätten." Markowetz empfiehlt Handy-Nutzern jetzt schon eine "Smartphone-Etikette": "Mit Regeln wie früher die Mittagspause oder die Abendruhe. Spätestens nach vier Wochen hat auch der letzte Freund verstanden, dass man ab 20 Uhr seine Mails nicht mehr liest." Der IT-Experte warnt, durch ständiges Geklicke drohe ein digitales Burn-out: "Wenn man es nicht mehr schafft, bewusst Pausen in den Alltag einzubauen, kommt es zu einer Art Mangelerscheinung - sie zeigt sich in Stress und Depressionen."

Quelle: presseportal
Foto: flickr/Vincent Diamante

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