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Zellen messen Geschwindigkeit

 

 

Neue Zellen für Geschwindigkeitsmessung im Gehirn entdeckt

Neurowissenschaftler haben es jetzt belegt: Es gibt Zellen im Gehirn von Ratten, die Impulse weitergeben, mit welcher Geschwindigkeit die Tiere sich bewegen. May-Britt und Edvard Moser von der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie in Trondheim und ihr Wissenschaftsteam haben diese Geschwindigkeitszellen entdeckt, nachdem das Ehepaar gemeinsam mit Neurowissenschaftler John O'Keefe mit dem Nobelpreis für Medizin und Physiologie ausgezeichnet wurden. Dabei hatte O'Keefe im Hirn der Ratten sogenannte Ortszellen beobachtet, die immer nur dann aktiv sind, wenn eine bestimmte Position im Raum eingenommen wird.
Die Mosers fanden so genannte Rasterzellen, die immer dann aktiv werden, wenn das Tier eine bestimmte Raumposition erreicht hat, die Bestandteil eines Rasters ist. Diese beiden Zellarten arbeiten scheinbar auch im Menschen zusammen, um dem Menschen die Bestimmung zu ermöglichen, wo man sich gerade befindet.
Nun haben die beiden May-Britt und Edvard Moser entdeckt, dass es neben den bereits entdeckten Zelltypen auch noch ein weiterer Typ von Zellen existiert, die sich im medialen entorhinalen Kortex befinden. Diese Zellen wurden als „speed cells“ bezeichnet, also als Geschwindigkeitszellen. Sie werden immer aktiver, je schneller beispielsweise Ratten in einen Experiment eine bestimmte Strecke ablaufen. Es spielte allerdings dabei keine Rolle, in welcher Richtung die Tiere gerannt sind, oder wo sie sich vorher befanden. Die Forscher gehen davon aus, dass die Geschwindigkeitszellen etwa 15 Prozent aller Neurone im medialen entorhinalen Kortex ausmachen.

Letzte Änderung amMittwoch, 22 Juli 2015 08:18

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