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Computerspiele als Training für den Terror?

Kriminologe Pfeiffer sieht Computerspiele als Training für Dschihadisten
"Die Attentäter von Paris könnten so die Anschläge geplant und einstudiert haben."

Hannover (ots) - Dass Terroristen die Playstation 4 als Kommunikationsplattform für ihre Anschlagsplanung in Frankreich genutzt haben, hält der niedersächsische Kriminologe Christian Pfeiffer für plausibel. Pfeiffer sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, RND: "Die Terroristen könnten sich als virtuelle Figuren in Onlinespielen wie 'World of Warcraft' an einem bestimmten Ort als Gruppe getroffen und die Anschläge in Paris geplant haben." Über Computerspiele zu kommunizieren, sei "clever", da dieser Austausch nur schwer von Sicherheitsbehörden und der Online-Community kontrolliert werden könne. Spielergruppen hätten in Onlinespielen die Möglichkeit, sich von den übrigen Teams abzuschotten. Andere Gruppen seien oft abgelenkt und bekämen verdächtige Aktivitäten kaum mit. Das Spielen von gewaltverherrlichenden Computerspielen im Internet und auf Konsolen trage laut dem Kriminologen "zur Radikalisierung junger Muslime" bei und führe zur Enthemmung beim Töten. Pfeiffer: "Es ist durchaus denkbar, dass die Attentäter von Paris vor den Anschlägen virtuell das Töten trainierten und sich daran berauscht haben." Wenn die Überwachung durch Sicherheitsbehörden und die Kontrolle der Spielercommunity versage, sei den Terroristen nur noch über die Vorratsspeicherung beizukommen.

Quelle Forsa im Auftrag von RTL/Punkt 12  Foto by flickr/David Blackwell

Faszination Computerspiele: Spielsucht rechtzeitig erkennen

TÜV Rheinland: Computerspiele nicht verteufeln - Beratung hilfreicher als Verbote

Köln (ots) - 84 Prozent aller jungen Menschen zwischen 14 und 29 Jahren gehören zu den Computer- und Videospielern. Auf sie üben Rollen- und Shooterspiele eine besondere Faszination aus. Gamer können in verschiedene Rollen schlüpfen, stetig neue Levels erreichen und somit Anerkennung erzielen, die sie gegebenenfalls in anderen Bereichen, wie z. B. der Schule, nicht bekommen. "Spiele auf PC oder Konsolen gehören zur Lebenswelt von Jugendlichen. Deshalb sollten Eltern diese Form der Freizeitgestaltung nicht verteufeln, sondern auf das Maß achten", sagt Julia Milchsack, Psychologin bei TÜV Rheinland. Die Anzahl der gespielten Minuten gibt weniger Aufschluss, ob das Maß bedenklich ist. Stattdessen sollten Eltern beobachten, ob ihre Kinder sich verändern: Nicht mehr an gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen, Hobbys aufgeben oder Freunde vernachlässigen, können erste Anzeichen sein.

Teufelskreis aus Spiel und Frust

3 bis 10 Prozent der Spieler weisen ein problematisches Spielverhalten auf. Ein typisches Kennzeichen einer Sucht liegt vor, wenn Betroffene negative Konsequenzen in Kauf nehmen. Zum Beispiel, indem sie in ihrer Freizeit lange spielen, statt für Prüfungen zu lernen, und diese dann nicht bestehen. Daraus resultierenden Stress kompensieren Betroffene mit noch mehr Spielen - ein Teufelskreis. Weitere Merkmale für Sucht sind mangelnde Körperhygiene, Ängstlichkeit und Unruhe. "Verbote sind keine Lösung, sie führen bei Jugendlichen zu noch mehr Rückzug", so Julia Milchsack. Sie empfiehlt, Kontakt mit Beratungsstellen aufzunehmen, die sich auf Online- und Spielsucht spezialisiert haben. Dazu gehören die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Arbeitsgruppe Spielsucht der Charité in Berlin.

Ausgleich mit Sport und Geselligkeit

Langes Sitzen und ein angestrengter Blick auf den Bildschirm tragen zu Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich bei. Auch Arme und Hände sind hohen Belastungen ausgesetzt - durch monotone Tasten- oder Mausklicks kann der sogenannte Mausarm entstehen: Anzeichen sind Schmerzen, Kraftverlust und Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Hand oder Arm. "Wer viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt, sollte für Ausgleich sorgen in Form von Lockerungsübungen, Sport und Geselligkeit", rät Dr. Wiete Schramm, Ärztin bei TÜV Rheinland.

 

Quelle: presseportal.de - Foto by: obs/TÜV Rheinland AG

Schnellster Rechner der Welt in China

Der schnellste Rechner der Welt steht in Wuxi in China. Er schafft 93 Billiarden Rechenschritte pro Sekunde und setzt damit neue Maßstäbe. Verwendet wird er beispielsweise dafür, um Wetterprognosen zu berechnen. Bessere Wetterprognosen zumindest versprechen sich die Betreiber von der 93 Petaflops schnellen Maschine, der sich im weltweit leistungsfähigsten Rechenanlagenpark „Sunway TaihuLight“ befindet und damit dreimal so schnell ist, wie der Vorgänger „Titabhe-2“. Wenn sich damit auch noch das Wetter positiv verändern ließe, wäre der Rechner wirklich ein Durchbruch. 

Foto by FAZ

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