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Börsen-Crash in China: Neue Gefahr für die deutsche Wirtschaft

Die Regierung in Peking ist offenbar nicht in der Lage, den Börsen-Crash an den chinesischen Aktienmärkten zu stoppen. Am Dienstag mussten zahlreiche Aktien vom Handel ausgesetzt werden. Der Crash könnte für die deutsche Exportwirtschaft gefährlicher als die Euro-Krise werden. Nach den Russland-Sanktionen droht der Verlust eines weiteren, wichtigen Absatzmarktes.

Die schweren Turbulenzen an Chinas Börsen lassen nicht nach. Experten warnen kurzfristig vor weiteren Rückschlägen, die kommunistische Führung in Peking fürchtet, dass sich ein Börsencrash auf die Stabilität des Landes auswirken könnte und versucht gegenzusteuern. Um weitere Kursverluste zu verhindern, wurden am Dienstag zahlreiche Aktien vom Handel ausgenommen. In den vergangenen drei Wochen stürzten die Börsen in China um mehr als 30 Prozent ab, nach einem langen Aktienboom. Trotz der jüngsten Talfahrt steht der Leitindex der 300 wichtigsten Werte des Landes in Shanghai aber immer noch 80 Prozent höher als vor einem Jahr.

Der Crash kann für Deutschland äußerst gefährlich werden: Denn die deutsche Exportwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren extrem stark auf China fokussiert. Zahlreiche neue Joint Ventures laufen in China. Der Automarkt zählt für die wegen der Euro-Krise ohnehin irritierten deutschen Luxusmarken zu den wenigen verbliebenen Hoffnungsmärkten – vor allem, seit die EU der deutschen Wirtschaft mit den Sanktionen gegen Russland einen wichtigen Absatzmarkt abgeschnitten hat.

Eine nachhaltige Krise in China würde die deutschen Unternehmen an zwei Stellen empfindlich treffen: Einerseits im Investitionsgüter-Bereich, in dem China mit Sicherheit das Tempo drosseln wird. Schwerer abzusehen ist der Konsumgüterbereich. Hier wird es vor allem davon abhängen, welche chinesische Provinz von dem Crash am stärksten betroffen ist. In jedem Fall müssen sich die deutschen Unternehmen darauf einstellen, dass der chinesische Markt die in ihn gesteckten Umsatzerwarten kaum wird halten können.

Der Shanghai Composite Index schloss am Dienstag um 1,29 Prozent tiefer bei 3727,13 Punkten. Der Shenzhen Component Index, der die Aktien vieler Technologieunternehmen enthält, verlor 5,8 Prozent auf 1137,6 Punkte. Beide Indizes hatten am Montag zur Eröffnung um mehr als sieben Prozent gewonnen, nachdem die Regierung am Wochenende in den Markt eingegriffen hatte. Doch die Wirkung der staatlichen Intervention schien am Dienstag laut Analysten bereits verpufft zu sein, obwohl auch Wertpapierhändler und Investmentfonds zu längerfristigen Aktienkäufen verpflichtet wurden.

Unter anderem hatten große Wertpapierhäuser zugesagt, umgerechnet 17,5 Milliarden Euro in Aktienkäufe zu stecken, um die Börsen zu beruhigen. Zudem wurden zahlreiche Börsengänge verschoben. Zuvor hatte die Zentralbank die Zinsen gesenkt und zugesagt, Wertpapierhändlern beim Aktienkauf auf Pump massiv unter die Arme greifen zu wollen.

«Ich hoffe, dass die Regierung nicht noch weitere Maßnahmen beschließen wird. Sie hat schon viel versucht, aber die Märkte haben sich davon kaum beeindrucken lassen», sagte der Pekinger Ökonomieprofessor Hu Xingdou der Deutschen Presse Agentur. «Wir sollten lieber die Standards auf unseren Kapitalmärkten verbessern und das Vertrauen in langfristige Investitionen stärken, statt die kurzfristige Spekulation weiter zu befeuern», sagte Hu.

Anders als im Rest der Welt, wo die Krise in Griechenland in den vergangenen Tagen die Märkte durchgeschüttelt hatte, gibt es in China ganz andere Gründe für den Absturz. In den vergangenen Monaten erlebten die Börsen einen beispiellosen Boom, den die chinesische Regierung noch befeuerte, in dem sie die Hürden für Privatanleger senkte. Viele nahmen für Wertpapierkäufe Kredite auf, was dazu führte, dass sich die Kurse seit vergangenem Sommer mehr als verdoppelt haben. Eine Flut von Börsengängen in Shenzen und Shanghai lockten Anleger an. Doch die Risiken wurden vielfach übersehen.

Beobachter warnen vor Spekulationsblasen – also vor Kursen, die von der Realität abgehoben sind. Zuletzt fühlten sich etliche an das Platzen der Tech-Blase zur Jahrtausendwende erinnert. 745 Unternehmen und damit 26 Prozent der an Chinas Börsen gelisteten Werte, haben sich mittlerweile vom Handel aussetzen lassen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. So wollen sie weitere Kursverluste verhindern.

Doch nicht nur im Blasen-Segment ist es kritisch. Auch in der realen Wirtschaft sind schwere Turbulenzen zu erkennen: Chinas Stahlhersteller kämpfen mit einem rapiden Preisverfall. Aus dem am Dienstag veröffentlichten Barometer des Verbandes China Iron & Steel (CISA) geht hervor, dass die Preise im größten Stahlproduktionsland der Welt derzeit fast 35 Prozent unter dem Niveau von 1994 liegen. Der ins Stocken geratene Aufschwung in der Volksrepublik führte dazu, dass der Werkstoff weniger stark nachgefragt wird. Wegen der Flaute hätten bereits kleinere Hüttenbetreiber die Produktion bis auf weiteres eingemottet, sagte ein Vertreter eines staatlichen Stahlwerks. Viele andere Betriebe zögerten noch, die Fertigung herunterzufahren, um ihre Bankkredite und Zahlungsflüsse nicht in Gefahr zu bringen.

Der Branchenexperte Cheng Xubao vom Beratungshaus Custeel.com in Peking erwartet eine harte Wettbewerbsbereinigung: „Wer diese Krise übersteht, überlebt dauerhaft. Alle anderen sind raus aus dem Geschäft.“

QUELLE: "http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de"

(Foto: dpa)

  • Publiziert in Politik

China Messe für Geschenke und Haushaltswaren

Die führende Geschenke-Fachmesse in China hält eine Überraschung für die Branche bereit

Shenzhen, China (ots/PRNewswire) - Die führende Fachmesse für Geschenke und Haushaltswaren findet vom 25. bis 28. April 2016 in Shenzhen, China, statt. Zu der Veranstaltung werden 2.500 Aussteller und 150.000 Besucher im Kongress- und Messezentrum von Shenzhen erwartet.

Die "24th China (Shenzhen) International Gifts, Handicrafts, Watches & Housewares Fair" (internationale chinesische Geschenke-, Kunsthandwerks-, Uhren- und Haushaltsmesse) ist die führende Fachmesse dieser Art in China. Sie findet jedes Jahr in Shenzhen, China, während der besten Einkaufsmonate im April und Oktober statt. Die Messe bietet eine breite Auswahl an Werbegeschenken und Konsumprodukten und zieht zehntausende Einkäufer aus dem In- und Ausland an. Die Aussteller sind hauptsächlich Hersteller, die bestes Design und beste Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen versprechen. Im Zuge der Ausbaupläne von chinesischen Unternehmen, treten immer mehr Hersteller mit kreativen Designs und fortschrittlicher Technologie auf. Viele Aussteller haben weitreichende Erfahrung im Export von Gütern und arbeiten bereits mit Partnern im Ausland zusammen.

Angesichts ihres 24-jährigen Bestehens ist die "24th China (Shenzhen) International Gifts, Handicrafts, Watches & Housewares Fair" eine bewährte Plattform zur Anbahnung neuer Geschäftsmöglichkeiten und wurde von der UFI im Jahr 2005 mit deren Gütesiegel anerkannt. Veranstalter der Messe ist Reed Huabo Exhibitions, ein Mitgliedsunternehmen von Reed Expo, dem berühmten globalen Messeveranstalter. Die Messe bietet bedeutenden Marktakteuren einen Rahmen, um sich auszutauschen und Handel zu treiben, Partnerschaften zu bilden und Branchentrends zu setzen. Sie stellt auch die beste Markteinstiegsmöglichkeit für ausländische Anbieter dar, die den schnell wachsenden chinesischen Markt erschließen möchten, und hilft ihnen, ihren Anteil auf dem weltweit größten und am schnellsten wachsenden Markt zu steigern. Wie allgemein bekannt ist, beruht das Marktwachstum auf der enormen Nachfrage der Chinesen nach hochwertigen Haushaltsgütern.

Auf der Messe werden verschiedene Arten von Produkten gezeigt: Geschenke und Premium-Haushaltswaren, elektronische und elektrische Haushaltsgeräte, Sport- und Freizeitprodukte, Heimtextilien, Koffer, Keramik, Glaswaren, Innendekorationen und vieles mehr. Die Messe ist bekannt für ihre weitreichenden Optionen und bietet Einkäufern aus der ganzen Welt zahlreiche Auswahlmöglichkeiten.

Quelle presseportal  Foto by flickr/Mount Real

In China bricht die Börse weiter ein

Massive Kursverluste an der chinesischen Börse

Obwohl in der letzten Woche bereits Schutzmechanismen der chinesische Regierung kurzfristig für einen Stopp des Kursrutsches beigetragen haben, ging es in dieser Woche gleich weiter mit der Talfahrt an Chinas Börse.
Nach Schanghai (-5,3%) schloss nun auch der Leitindex von Shenzhen mit -6,6%. Damit verloren die beiden Börsen massiv. Zwischen 10 Prozent und 14 Prozent innerhalb von 10 Tagen.
Dadurch verlieren die Börsen auch in anderen Teilen der Welt erheblich, denn China gilt nach wie vor einer der Wirtschaftsmotoren weltweit. Auch der DAx war betroffen und verlor im Laufe der Woche um mehr als 8 Prozent.

Foto by flickr/Bankenverband - Bundesverband deutscher Banken

Schnellster Rechner der Welt in China

Der schnellste Rechner der Welt steht in Wuxi in China. Er schafft 93 Billiarden Rechenschritte pro Sekunde und setzt damit neue Maßstäbe. Verwendet wird er beispielsweise dafür, um Wetterprognosen zu berechnen. Bessere Wetterprognosen zumindest versprechen sich die Betreiber von der 93 Petaflops schnellen Maschine, der sich im weltweit leistungsfähigsten Rechenanlagenpark „Sunway TaihuLight“ befindet und damit dreimal so schnell ist, wie der Vorgänger „Titabhe-2“. Wenn sich damit auch noch das Wetter positiv verändern ließe, wäre der Rechner wirklich ein Durchbruch. 

Foto by FAZ

Vorsicht bei China-LED Lampen

 

Lebensgefährliche China-LED auf dem deutschen Markt

 

Hamburg (ots) - In Deutschland gehandelte LED-Lampen können für Verbraucher lebensgefährlich sein. Das haben Recherchen des Politikmagazins "Panorama 3" im NDR Fernsehen ergeben (Sendung: Dienstag, 22. September, 21.15 Uhr). Die Lampen werden in China hergestellt und in Deutschland über Internetshops und Verkaufsplattformen wie Amazon und Ebay vertrieben. "Panorama 3" hat in einer Stichprobe Lampen gekauft und vom "Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik" (VDE) untersuchen lassen. Das Ergebnis: Sechs der sieben untersuchten Produkte können im Fehlerfall einen tödlichen Stromschlag verursachen und dürfen so in Deutschland nicht gehandelt werden.

 

Unter den gefährlichen LED waren eine Wohnraumlampe mit klassischem Schraubsockel sowie eine Unterbauleuchte, wie sie auch in Küchen verwendet wird. Die anderen beanstandeten LED können als Ersatz für Halogenstäbe in Außenleuchten und Baustrahlern verwendet werden.

 

Sie alle wurden beim VDE nach sicherheitsrelevanten Kriterien untersucht. Das Ergebnis: Netzstrom führende Kabel und Bauteile der beanstandeten Lampen sind nicht ausreichend isoliert. So können im Fehlerfall Metallgehäuse oder andere Bauteile der Lampen unter Netzstrom stehen. "Ich kann einen Schlag bekommen, der tödlich enden kann", warnt Jürgen Ripperger vom VDE. Alle Testobjekte tragen ein CE-Zeichen, das eigentlich die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen der europäischen Union garantieren soll.

 

Die Vertriebswege der Lampen über das Internet sind für Verbraucher häufig schwer zu durchschauen. Verantwortlich für die Produkte sind eigentlich Importeure und Händler. Doch es gibt Dutzende Internethändler, über die solche Lampen zu beziehen sind, und die Anbieter wechseln häufig ihre Namen. Bei gleich vier Produkten war es schwierig, überhaupt Verantwortlichen ausfindig zu machen, weil diese offenbar in China sitzen.

 

Bei nur zwei der gefährlichen Produkte konnte "Panorama 3" herausfinden, wer die verantwortlichen Importeure sind. Ihre Namen standen auf den LED. Das Unternehmen "Chilitec" aus Lehre (Landkreis Helmstedt) reagierte schnell: Es nahm die Lampen vom Markt und startete eine Rückrufaktion. Auch die Firma "Elba Electronic" aus Heroldstatt in Baden-Württemberg teilte auf Anfrage mit, dass die Lampen mittlerweile vom Markt genommen und Restbestände "eingestampft" worden seien.

 

Für die über Ebay gekauften Produkte teilte die Verkaufsplattform auf Anfrage von "Panorama 3" mit, man habe die Händler informiert und diese "aufgefordert, die Käufer zu kontaktieren und die Produkte zurückzurufen." Eine Stellungnahme von Amazon zu den dort gekauften Produkten steht bislang aus.

 

Frank Schulz von der Firma "MarkMonitor" beobachtet chinesische Onlinehändler für Markenhersteller und warnt: Diesen Händlern sei es oft "egal, nach welchen Sicherheitskriterien die Produkte gefertigt sind". Das Internet sei für gefährliche Waren einen idealer Absatzkanal. "Der Verbraucher ist im Endeffekt schutzlos."

 

Quelle Presseportal Foto by obs/NDR Norddeutscher Rundfunk/Copyright: NDR

 

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